Niedersachsen führt das neue Fach Christliche Religion ein. Evangelischer und katholischer Religionsunterricht werden zusammengelegt, weil Schulklassen vielfältiger werden. Das Modell soll stärker auf andere Religionen, Weltanschauungen und Lebensfragen der Schüler eingehen.
Mehr als 1,1 Millionen Menschen haben am Pfingstwochenende den Karneval der Kulturen in Berlin besucht. Zum 30-jährigen Jubiläum warnen die Veranstalter aber vor Bürokratie, Auflagen und einer Finanzierungslücke.
Die Härtefallregelung beim ausgesetzten Familiennachzug sollte Familien schützen. Tatsächlich greift sie fast nie – oder nur in 0,15 Prozent der Fälle. Humanität als politische Kulisse. Von Birol Kocaman
Seit 2023 sind nur 222 nach Deutschland geflohene Menschen mit staatlicher Unterstützung nach Afghanistan zurückgekehrt. Die Linke kritisiert, solche Ausreisen erfolgten oft unter großem Druck und böten kaum Sicherheit.
Menschenverachtende Sprüche, neue Freundeskreise oder szenetypische Symbole können Hinweise auf rechtsextreme Einflüsse sein. Nach der Razzia gegen junge Neonazi-Gruppen betonen Fachleute: Entscheidend ist frühes Hinschauen ohne Panik. Von Monika Wendel
Migrationsforscher Jochen Oltmer warnt vor dem neuen Gemeinsamen Europäischen Asylsystem. Statt Schutz vor Krieg und Verfolgung rücke die Abschreckung von Geflüchteten in den Mittelpunkt. Das GEAS tritt am 12. Juni in Deutschland in Kraft. Von Martina Schwager
Wie weit Rassismus im Alltag gehen kann, zeigt ein Fall aus Berlin: Dort hat eine 63-Jährige einen Handwerker mit Schwarzer Hautfarbe rassistisch beschimpft, in der Wohnung eingeschlossen und bedroht – auch in Anwesenheit der Polizei.
Die Union reagiert auf hohe Einbürgerungszahlen mit Forderungen nach Verschärfungen. Doch zentrale Argumente gegen Doppelpass und angeblich „eingebürgerten Antisemitismus“ halten einer Prüfung kaum stand.
Die CDU warnt in einer Broschüre vor der AfD – und guckt unfreiwillig in den Spiegel. Denn wer Menschenwürde gegen Rechts verteidigt, sollte in der Migrationspolitik nicht dauernd so klingen, als habe die AfD den Taktstock. Von Birol Kocaman
Auf der re:publica 2026 wurde viel über Demokratie und KI gesprochen – aber erstaunlich wenig über Macht. Selbst die Panel-Besetzung der re:publica mutete nahezu algorithmisch an. Von Lia Petridou