Menschen mit Migrationserfahrung sind im Bundestag deutlich unterrepräsentiert. Organisationen beklagen Hürden, Intransparenz und aussichtslose Listenplätze. Sie fordern Reformen zudem das kommunale Wahlrecht. Ein Dossier zeigt, warum die deutsche Wiedervereinigung dies zumindest in einem Teil Deutschlands zunichtemachte.
Drei Jahre nach dem Hamas-Terror hat sich der Alltag vieler Juden in Deutschland verändert. Eine Studie dokumentiert Angst und Ausgrenzung – und zeigt, wie unterschiedlich jüdische Menschen auf Israels Krieg im Gazastreifen blicken. Antidiskriminierungsbeauftragte Ataman fordert Konsequenzen.
Mehr als 700 Gemeinden zeigen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Muslimisches Leben gehört zu Deutschland. Der Tag der offenen Moschee setzt auf ein erstaunlich einfaches Mittel gegen Vorurteile: hineingehen, reden und begegnen. Allein in Köln folgten Tausende der Einladung. Von Ingo Lehnick
Der Religionsmonitor stellt das Bild einer polarisierten Gesellschaft infrage. Im persönlichen Umfeld erlebten viele Menschen den Zusammenhalt viel stabiler. Gerade die starke politische und mediale Aufmerksamkeit für Migration lasse Konflikte größer erscheinen.
Migranten sind in Nordrhein-Westfalen häufiger erwerbstätig als Menschen ohne Migrationserfahrung - obwohl ihre Qualifikationen deutlich seltener zum Einsatz kommen und jeder Fünfte von Benachteiligung im Alltag berichtet. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.
Zum Auftakt der Interkulturellen Woche gibt es deutliche Töne: Menschen würden wieder nach Herkunft, Religion oder Nutzen bewertet. Dem stellt die Aktionswoche bundesweit Tausende Veranstaltungen für Vielfalt, Menschenrechte und ein friedliches Zusammenleben entgegen. Von Katharina Rögner
Jahrzehntelang sank der Anteil der Menschen in Familien. Jetzt hat sich die Entwicklung gedreht. Ein entscheidender Faktor: Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind jünger, leben häufiger mit Kindern und stellen einen wachsenden Teil der Familien. Von Sandra Trauner
Nach den jüngsten AfD-Wahlerfolgen verlangen Migranten- und Minderheitenverbände verlässlicheren Schutz. Die BKMO bringt Umzugshilfen und Länderwechsel ins Spiel. Ataman und Knobloch drängen auf ein Verbotsverfahren.
2015 meldeten sich vielerorts Dutzende Menschen, um Geflüchtete zu unterstützen. Heute sitzen in manchen Asylkreisen nur noch wenige am Tisch. Geblieben sind komplizierte Fälle, Behördenprobleme und die Frage, wie lange die Verbliebenen noch durchhalten. Von Pat Christ
Menschen mit Migrationserfahrung fürchten sich nach den Wahlergebnissen für die AfD um ihre Sicherheit – Hotspots sind Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Besonders problematisch sind Wohnsitzauflagen für Geflüchtete. Eine Mehrheit der befragten Wahlberechtigten kann diese Sorgen nachvollziehen.