Wie geht man mit Rechtspopulismus um? Und was bringt die Debatte um "kriminelle Flüchtlinge"? Psychologin Bettina Doering rät zum Widerspruch und warnt vor falschen Verdächtigungen. Die Kriminalstatistik der Polizei sei eindeutig. Von Leonore Kratz
Die Zahl der Anfragen von Flüchtlingen, die nach vermissten Familienmitgliedern suchen, ist im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent angestiegen. An erster Stelle geht es um afghanische Familien.
Knapp 130.000 Menschen in Deutschland wurden im Jahr 2015 Opfer von Gewalt innerhalb ihrer Partnerschaft, 75 Prozent waren Deutsche, bei den Tatverdächtigen hatten 72 Prozent einen deutschen Pass. Das teilt das Bundeskriminalamt mit.
Das Sterben im Mittelmeer hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Bis Mitte November sind mehr Menschen ums Leben gekommen als im gesamten Vorjahr. Die Küsten Europas erreichten 344.000 Menschen.
Die Zahl der Abschiebungen im laufenden Jahr ist deutlich höher als im gesamten Vorjahr. Die Mehrheit der Betroffenen kommt aus Westbalkanstaaten, es sind aber auch Syrer, Afghanen und Iraker dabei.
Im Oktober sind weniger Flüchtlinge nach Deutschland gekommen als in den Vormonaten. Auch die Zahl der Asylanträge hat sich binnen eines Jahres fast halbiert.
Die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement ist bei Menschen mit und ohne Migrationshintergrund hoch. Das geht aus dem neuen "Freiwilligensurvey" des Bundesfamilienministeriums hervor.
Der Internationalen Organisation für Migration zufolge sind im laufenden Jahr fast 4.000 Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. Dabei kommen deutlich weniger Menschen nach Europa. Die Wahrscheinlichkeit für Unglücke hat sich mehr als verdoppelt.
Einwanderer der zweiten Generation in der EU sind in der Regel gut in den Arbeitsmarkt integriert und haben ein höheres Bildungsniveau als Einheimische. Das geht aus Daten des Eurostat hervor. Deutschland weicht jedoch vom Durchschnitt ab.
Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die im Mittelmeer ums Leben gekommen sind, hat einen Allzeithoch erreicht. Der Linkspartei zufolge geht das Massensterben direkt auf das Konto der Europäischen Union.