Die Ampel-Koalition hat sich über die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts verständigt. Neben Erleichterungen soll es aber auch strengere Regeln geben, etwa beim Nachweis des eigenen Lebensunterhalts. Für Gastarbeiter und DDR-Vertragsarbeiter gibt es Ausnahmen.
Bereits die Grundschule bereitet vielen Kindern in Ludwigshafen große Mühe. Besonders schwer haben es Geflüchtete. Sie benötigen Deutschunterricht, dafür fehlen aber die Lehrkräfte - kein Einzelfall in Deutschland, meinen Experten. Von Wolfgang Jung und Bernd Glebe
Pralinen und Torten bestimmten bis vor kurzem das Leben von Emiliia Prytkina. Nach ihrer Flucht möchte die Ukrainerin wieder als Konditorin arbeiten. Doch der Weg ist lang - und nicht nur süß. Von Mona Wenisch
Die Stadt Hannover setzt interkulturelle Bildungsassistentinnen ein, um geflüchtete Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. Das schafft Vertrauen und minimiert Stress. Das Konzept gilt als einzigartig.
Geflüchtete Ukrainerinnen bringen oft eine gute Ausbildung mit. Die Integration in den hiesigen Arbeitsmarkt garantiert das aber nicht. Experten sehen sprachliche Hürden. Außerdem würden Arbeitgeber wissen wollen, wie lange die Geflüchteten in Deutschland bleiben. Von Dirk Baas
Vor mehr als einem Jahr griff Russland die Ukraine an - seitdem kommen auch viele junge Kriegsflüchtlinge nach Hessen. Das stellt die Schulen vor große Herausforderungen. Für geflüchtete Kinder aus anderen Krisenregionen hat sich die Situation deutlich verschlechtert.
Bundeskanzler Scholz will die Visa-Regeln für indische IT-Fachkräfte lockern. Sie sollen auch ohne Job mit ihren mit Familien nach Deutschland kommen. Auf Deutschkenntnisse will Scholz ebenfalls verzichten. Die Sprache könne auch später gelernt werden.
Ukrainische Kinder lernen schnell Deutsch. Das tun geflüchtete Kinder aus anderen Ländern auch. Darüber berichten Medien aber kaum. Das wirkt sich auf die Aufnahmebereitschaft aus. Von Birgit Knoll
CDU-Generalsekretär Czaja hatte im Januar Deutschpflicht auf Schulhöfen gefordert. Dieser Forderung erteilt NRW-Schulministerin Feller eine deutliche Absage. Zwar seien Deutschkenntnisse wichtig, zugleich sei Mehrsprachigkeit aber gelebte Realität vieler Schüler in NRW.
Knapp 80 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen sprechen ausschließlich Deutsch in den eigenen vier Wänden. 15 Prozent pflegen eine mehrsprachige Verständigung. Das teilt das Statistikamt anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache mit.