Sachsen sieht sich bei der Integration von Zugewanderten auf gutem Weg. Zugleich benennen die Daten Defizite bei Schulabschlüssen, Spracherwerb, Erwerbstätigkeit und Diskriminierung. Eine neue Förderrichtlinie soll mehr Chancen ermöglichen.
Nach einem Rettungseinsatz für ein Kleinkind verschärft das Heidebad in Halle den Einlass. Wer die Baderegeln nicht auf Deutsch versteht, kann abgewiesen werden. Rechtlich ist die Einlassregel heikel.
Der WDR benennt Cosmo in 1Live Street um und bündelt viele mehrsprachige Angebote neu. Kritiker sehen darin den Rückbau eines Radioprogramms, das kulturelle Vielfalt und Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft abbilden sollte.
Die AfD Mecklenburg-Vorpommern stellt Migration in ihrem Programmentwurf zur Landtagswahl 2026 als Bedrohung für „Heimat“ und „Identität“ dar. Teilhabe wird dabei zur Frage von Herkunft, Nutzen und Anpassung. Von Sedat Dursun
Integration wird in Deutschland oft als Bringschuld von Zugewanderten beschrieben. Dabei gelingt Ankommen erst, wenn Nachbarn, Kollegen und Gesellschaft nicht nur Erwartungen formulieren, sondern im Alltag Zugänge schaffen. Von Anissa Kirch
Jedes vierte Kind in Niedersachsen hat Sprachdefizite – die CDU fordert deshalb eine Förderpflicht noch in der Kita. Kultusministerin Hamburg richtet einen Appell an die Eltern.
Wie man einen politischen Diskurs verschiebt, zeigt sich derzeit in Thüringen: 21 unbegründete Kursabbrüche reichen dort für eine Sanktionsdebatte. Gleichzeitig wird 3.000 Menschen der Integrationskurs gestrichen. Von Birol Kocaman
Viele Betriebe suchen Personal, verlangen aber zugleich hohe Deutschkenntnisse. Das zeigt eine aktuelle Studie. Das Sprachniveau B2 ist eine riesige Hürde, und nur wenige Firmen drücken bei mangelnden Kenntnissen ein Auge zu.
Die Kritik an den Einsparungen des Bundes bei den Integrationskursen hält an. Auf der Integrationsministerkonferenz wurden die Kürzungen scharf kritisiert. Die Länder fordern vom Bund die Rücknahme der Einsparungen. Sprache sei Schlüssel zu Arbeit, Schule und Teilhabe.
Er arbeitet, spricht Deutsch, hat Familie und einen Betrieb, der ihn halten will. Doch statt Sicherheit bekommt Hakeem Noono weiter nur Unsicherheit. Der Fall zeigt, wie schnell gelungene Integration an Behördenzweifeln hängen bleibt. Von Uwe Pollmann