Mecklenburg-Vorpommern
NSU-Ausschuss rügt Behörden beim Umgang mit rechter Gewalt
16.06.2026

Nach fast fünf Jahren Arbeit zieht der NSU-Untersuchungsausschuss in Schwerin eine kritische Bilanz. Behörden hätten Hinweise nicht ausreichend ausgewertet, Informationen zu schlecht geteilt und Betroffene rechter Gewalt teils misstrauisch behandelt. Ob sich etwas ändert, wird bezweifelt – aus Erfahrung.
Rechtsterror in Thüringen
„NSU 2.0“-Drohbriefe an Schulen, Polizei und Politiker
15.06.2026

In Thüringen sind offenbar mindestens 19 rassistische Schreiben verschickt worden – an die Linke, Schulen und Polizei. Die Drohungen knüpfen mit „NSU 2.0“ an die rechtsextreme Mordserie an, bei der neun Menschen aus rassistischen Motiven und eine Polizistin ermordet wurden.
„Neukölln-Komplex“
Bericht fordert mehr Wissen über rechte Strukturen bei Polizei
10.06.2026

Der Untersuchungsausschuss zum Neukölln-Komplex sieht schwere Defizite bei Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Behörden erkannten die rechtsextreme Anschlagsserie zu spät; Betroffene fühlten sich mit ihrer Angst vor rechtem Terror nicht ernst genommen. Der Fall erinnert an den NSU-Komplex. Von Marion van der Kraats und Andreas Rabenstein
NSU zu Komplex für Hamburg
Familie übergangen: Taşköprü lehnt offizielle Gedenkfeier ab
28.05.2026

Hamburg hat den NSU-Mord an Süleyman Taşköprü nie per Untersuchungsausschuss aufgearbeitet. Zum 25. Jahrestag der Ermordung scheitert nun auch das zentrale Gedenken: Die Familie Taşköprü fühlt sich von der Politik instrumentalisiert.
Haft „verbüßt“
NSU-Helfer Ralf Wohlleben aus Gefängnis entlassen
20.05.2026

Nach zehn Jahren Haft ist der frühere NPD-Funktionär Ralf Wohlleben aus dem Gefängnis entlassen worden. Er galt als maßgeblicher Unterstützer des NSU und wurde wegen Beihilfe zum Mord verurteilt.
NSU-Versagen
Halit Yozgats Mord wirft bis heute Schatten auf Kassel
07.04.2026

Halit Yozgat wurde 2006 vom NSU in Kassel ermordet. Zwanzig Jahre später erinnern Hunderte an ihn – und an ein Behördenversagen, das bis heute nachwirkt: mit offenen Fragen, dubiosen Rollen und einer Aufklärung, die nie zu Ende kam. Von Nicole Schippers
Wüst bittet um Entschuldigung
Hunderte erinnern am 20. Jahrestag NSU-Opfer Kubaşık
06.04.2026

20 Jahre nach dem NSU-Mord an Mehmet Kubaşık erinnert Dortmund nicht nur an ein Verbrechen. Im Zentrum stehen auch falsche Verdächtigungen, behördliches Versagen und die Frage, warum vollständige Aufklärung bis heute aussteht. NRW-Ministerpräsident Wüst bittet um Entschuldigung.
Das Versagen
NSU-Dokuzentrum zieht Bilanz: Viel Zuspruch, viele offene Fragen
10.03.2026

Der NSU mordete, die Behörden versagten, Akten verschwanden – und bis heute ist das Unterstützernetzwerk nicht aufgeklärt. Dass ein Dokumentationszentrum diese Lücken sichtbar machen muss, ist wichtig. Dass es das noch immer muss, ist ein Skandal.
Hanau
Wenn der Friedhof in den Alltag zieht
19.02.2026

Hanau ist kein Jahrestag, sondern eine offene Wunde, ein Prüfstein für den Rechtsstaat – und ja, eine Anklage: gegen das Wegsehen, gegen die Verharmlosung und eine Zugehörigkeit, die unter Vorbehalt steht. Von Mustafa Yeneroğlu
Mehr als 50 Fälle
Rechtsterror in Deutschland längst kein Einzelfall mehr
17.12.2025

Acht Mitglieder einer rechtsextremen Gruppe sollen sich vor dem Oberlandesgericht Dresden verantworten. Sie wollten gewaltsam an die Macht – und eine ethnische Säuberung durchführen. Rechtsterror ist kein Einzelfall in Deutschland: Seit 2011 gab es mehr als 50 Verdachts- oder gesicherte Fälle.