Nach mehr als 100 Jahren

„Witbooi-Bibel“ an Namibia zurückgegeben

01.03.2019

Buch, Bibel, Religion, Lesen, Glaube, Geschichte
Nach mehr als 100 Jahren sind die Bibel und Peitsche des einstigen Nama-Führers Witbooi wieder im Besitz Namibias. Baden-Württemberg gab sie zurück - es war eine der ersten bedeutenden Restitutionen kolonialer Kulturgüter aus Afrika. Ministerin entschuldigt sich für das lange Vorenthalten.

Die Rückgabe menschlicher Gebeine an Namibia

29.08.2018

Herero, Nama, Völkermord
Erstmals werden an diesem Mittwoch staatliche Vertreter Deutschlands menschliche Gebeine an Namibia zurückgeben. In den Vorjahren gab es bereits zwei ähnliche Rückgaben von deutschen Institutionen, allerdings ohne Beteiligung der Bundesregierung. MiGAZIN klärt die wichtigsten Fragen. Von Christine Xuân Müller

Deutschland lehnt Entschädigung ab

Klage gegen Deutschland wegen Völkermords in Namibia

09.01.2017

Herero, Nama, Völkermord
Opfervertreter der Herero- und Nama-Völker haben Deutschland verklagt. Sie fordern Beteiligung an Regierungsverhandlungen und Reparationen für den Völkermord. Deutschland hingegen verhandelt direkt mit der namibischen Regierung.

Umgang mit Völkermord

Regierung lehnt Entschädigung an Herero und Nama ab

17.10.2016

Herero, Nama, Völkermord
Vertreter der Herero und der Nama fordern eine Mitwirkung bei den Verhandlungen über die Aufarbeitung des Völkermordes im ehemaligen Deutsch-Südwest-Afrika. Reparationszahlungen müssten bei den Nachfrahren der Opfer ankommen und nicht beim Staat Namibia. Das lehnt die Bundesregierung bisher ab.

Zwischen 1904 und 1908

Lammert bezeichnet Kolonialverbrechen in Namibia als Völkermord

09.07.2015

Herero, Nama, Völkermord
Bundestagspräsident Lammert bezeichnet den Genozid deutscher Kolonialtruppen im heutigen Namibia erstmals als Völkermord. Wer vom Genozid an den Armeniern spreche, der müsse auch die Verbrechen des deutschen Militärs im Jahrzehnt davor beim Namen nennen.

Völkermord an Herero und Nama

Übergabe von Schädeln und Gebeinen in Pappkartons und ohne Entschuldigung

07.03.2014

An den Herero und Nama in Namibia verübten Deutsche den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts. Eine Entschuldigung fehlt bis heute, ebenso die Anerkennung des Genozids als Völkermord. Begründung: Damals gab es die UN-Völkermordkonvention nicht. Heute werden zumindest Schädel und Gebeine der Ermordeten, die zu Forschungszwecken nach Deutschland gebracht wurden, peu à peu zurückgegeben – ohne die Nachfahren der Opfer. Ein Plädoyer von Prof. Dr. Claus Melter. Von Claus Melter