Für mich ist Humor mehr als eine menschliche Fähigkeit, sondern ein Teil meiner Sozialisation. Er ist aus meinem Alltag nicht wegzudenken. Ich lache, um nicht zu weinen. Von Michael Groys
Nicht nur Stereotype und Vorurteile begegnen Juden in Deutschland ständig. Die Jahresstatistik weist auch Fälle extremer Gewalt aus. Und Feindseligkeit unter dem Deckmantel der Kunstfreiheit. Von Verena Schmitt-Roschmann
Für 40 Millionen Euro ist in Berlin-Wilmersdorf ein großer jüdischer Campus entstanden, der Menschen unabhängig von Glauben, Religion und Herkunft vernetzen soll. Zur Eröffnung gibt es vom Regierenden Bürgermeister eine Kampfansage an den Antisemitismus.
Hamburgs Gleichstellungssenatorin Fegebank lässt wissenschaftlich erkunden, wie Juden Antisemitismus in der Hansestadt erleben. Sie hat gerade intensive Diskussionen zu umstrittenen Gastprofessoren an einer Hochschule hinter sich. Könnte das erneut thematisiert werden?
Polizeipfarrer gibt es seit vielen Jahrzehnten. Vor über zwei Jahren sind nun in Baden-Württemberg auch Polizeirabbiner eingesetzt worden. Sie verstehen sich als Wissensvermittler und Seelsorger. Von Uta Rohrmann
Bei der Suche nach Kunstwerken, die Nazis einst vor allem jüdischen Eigentümern entrissen, soll eine Datenbank helfen. Ein Privatsammler erfährt anlässlich einer Schau in Baden-Baden davon, dass ein Gemälde aus seinem Besitz da auftaucht. Nun schaut sich der BGH den Fall an.
Entgegen dem Trend ist die Zahl der Mitglieder in jüdischen Gemeinden in Deutschland im vergangenen Jahr gestiegen. Hintergrund ist der Krieg in der Ukraine. Es seien auch viele Juden nach Deutschland geflohen.
Der Bund erhöht seine jährlichen Leistungen an den Zentralrat der Juden. Das Geld soll in die entstehende Jüdische Akademie in Frankfurt und die Sicherheit der jüdischen Gemeinden in Deutschland gehen.
Während des Nazi-Regimes wurde die jüdische Bevölkerung massenhaft um ihr Hab und Gut gebracht. Profitiert haben davon viele. In Bremen entsteht ein bundesweit einzigartiges Mahnmal, das daran erinnert. Von Janet Binder
Hunger, Krankheit, willkürliche Erschießungen und Deportationen: Vor 80 Jahren lehnten sich Juden im Warschauer Ghetto gegen die Gräueltaten der deutschen Besatzer auf. Eine der noch wenigen Überlebenden erzählt in Israel ihre Geschichte. Von Christina Storz