Auf der Konferenz von Evian konnten sich 1938 die versammelten Nationen nicht auf eine erleichterte Aufnahme von jüdischen Flüchtlingen aus NS-Deutschland einigen. In der 'Flüchtlingskrise' heute können sich die Europäer nicht auf eine Flüchtlingsaufnahme einigen. Sie engagieren sich sogar für die Abwehr von Flüchtlingen statt für die Bekämpfung der Ursachen ihrer Flucht. Das macht, trotz aller Unterschiede, die 'Schande von Evian' 1938 vergleichbar mit der Schande von Brüssel 2016. Von Prof. Dr. Klaus J. Bade
Eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern aus Syrien sollten zwangsweise in eine andere Unterkunft gebracht werden. Wie auf einem Video zu sehen ist, eskalierte die Situation. Die Polizei drohte der Flüchtlingsfamilie, sie notfalls in Ketten zu legen und rauszuzerren.
Gut integriere Asylbewerber, die nicht aus einem sicheren Herkunftsland kommen und selbst keine Schuld an der Länge des Verfahrens tragen, sollen einen Aufenthaltstitel aus humanitären Gründen erhalten. So soll das Bundesamt entlastet werden.
Die Verteidigung sprach von einem dilettantisch ausgeführten Anschlag im Suff - für das Landgericht war es Terror im Stil der NS-Zeit. Die Strafkammer verurteilte die Brandstifter von Salzhemmendorf zu mehrjährigen Haftstrafen. Von Björn Schlüter
Die sogenannte Vorrangprüfung soll ausgesetzt werden - zumindest für einen befristeten Zeitraum. Mit dieser Maßnahme wollen Länder Flüchtlingen den Arbeitsmarktzugang erleichtern. Bisher dürfen Flüchtlinge nur dann eine Arbeitsstelle besetzen, wenn dafür kein Deutscher oder Europäer gefunden werden kann.
Immer wieder wird aus den Reihen der CDU eine nach Religionen getrennte Unterbringung zum Schutz von christlichen Flüchtlingen gefordert. Einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zufolge könnte genau das integrationspolitisch fatale Folgen haben.
Die Einstufung der Balkanländer zu sicheren Herkunftsstaaten durch die Bundesrepublik hat die Zahl der Asylbewerber aus der Region einbrechen lassen. Doch an den Verhältnissen vor Ort hat sich nichts geändert. Von Karsten Packeiser
Unterbringung, Jobvermittlung, Sprachkurs: In Berlin diskutierten Experten die praktische Seite des Flüchtlingsandrangs. Viele Behörden müssen umdenken. Und auch Kanzleramtschef Peter Altmaier denkt über neue Wege in der Migrationspolitik nach. Von Corinna Buschow
Die Lage im griechischen Idomeni wird immer dramatischer. Schlepper und zwielichtige Unternehmen versuchen aus der Situation Profit zu schlagen. Flüchtende schlagen inzwischen gefährliche Wege ein.
Mit fast 90 Stunden Sendezeit hat die Flüchtlingsdebatte im vergangenen Jahr die Fernsehnachrichten dominiert. Es folgten die griechische Schuldenkrise, Ukraine, Terror, der Syrien Krieg sowie der Absturz der Germanwings-Maschine.