Konflikte, Gewalt und Armut treiben weltweit fast 50 Millionen Kinder in die Flucht. Einem aktuellen UN-Bericht zufolge überleben viele Kinder die Flucht nicht oder sind traumatisiert.
Aufgewachsen in Afghanistan, lebt Seyed (15) seit fast zwei Jahren in Berlin. Er entschloss sich, seine bewegende Geschichte aufzuschreiben und zu teilen. Darin fordert er Demokratie, Chancengleichheit und Menschenrechte. Von Susann Pham Thi
Derzeit leben weltweit etwa 175 Millionen Menschen außerhalb ihres Herkunftsorts. Allerdings ist Migration kein Phänomen allein der Gegenwart. Seit jeher wandern Menschen, sei es gezwungenermaßen, sei es freiwillig. Das Dresdner Verkehrsmuseum zeigt in einer Ausstellung die Gechischte der Migration.
Kriege, Hunger, Klimawandel: Die Staatengemeinschaft soll in Istanbul ein neues Bekenntnis ablegen, das Überleben von Menschen in akuter Not zu sichern. Doch Hilfswerke kritisieren, dass Verstöße gegen das Völkerrecht nicht gestoppt werden.
2014 waren 60 Millionen Menschen auf der Flucht - die Meisten vor gewaltsamen Konflikten. Obwohl Fluchtursachenbekämpfung von der Bundesregierung immer wieder betont wird, wird sie vernachlässigt. Seit Jahren. Mit fatalen Folgen. Von Prof. Dr. Ulrike Krause und Dr. Johannes M. Becker
Die Lage der jesidischen Flüchtlinge im Nordirak ist allseits bekannt. Nur bis zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge scheint sie noch nicht durchgedrungen zu sein. Das Bundesamt lehnte Anträge von fünf jesidischen Flüchtlingen ab. Ein Verwaltungsgericht hob die Bescheide nun auf.
In ihrer Kindheit hat Mandana Kazemi die Gewalt der islamischen Revolution miterlebt. Als Teenager musste sie den Schrecken des Ersten Golfkriegs mit ansehen. Mit 16 Jahren flüchtete sie aus dem Iran – und landete in Deutschland. Ein Gespräch mit ihr über das Leben von Flüchtlingen. Von Ananda Rani Bräunig
Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Migration sind zum Scheitern verurteilt, weil sie eben zu den Ursachen des Phänomens gehören, das sie behaupten zu bekämpfen, ist Hein de Haas, Co-Director des International Migration Institute an der Oxford Universität, überzeugt. Von Hein de Haas