In San Diego haben zwei Jugendliche ein islamisches Zentrum mit Moschee und Schule angegriffen, drei Männer starben. Die Polizei behandelt die Tat vorerst als Hassverbrechen und prüft, welches Motiv hinter der Gewalt stand. Die Tat erinnert an den islamfeindlichen Anschlag in Christchurch. Von Jan Christoph Freybott und Andrej Sokolow
Die Zahl der Binnenvertriebenen hat sich binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt. 82,2 Millionen Menschen flohen 2025 vor Krieg, Gewalt oder Naturkatastrophen, ohne ihr Herkunftsland zu verlassen.
Gideon Botsch warnt vor einer Normalisierung der AfD-Wahl. Schärfere Migrationspolitik von Union und anderen Parteien habe die AfD nicht geschwächt, sondern ihre Erzählung von Migration als Hauptproblem gestärkt.
Berliner Unternehmen lassen in Namibia künftige Industrieelektriker, Verkäufer und Gastronomiefachkräfte ausbilden. Das Projekt „Talentsbridge“ reagiert auf den Fachkräftemangel in Deutschland – und soll auch Namibia entlasten.
In Rheinland-Pfalz haben 2025 insgesamt 14.311 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Das sind 16,7 Prozent mehr als im Vorjahr; als Grund gelten auch neue Regeln zur schnelleren Einbürgerung und zum Doppelpass.
Deutschland bleibt laut Unesco weltweit das viertbeliebteste Studienland für internationale Studierende. Doch DAAD-Daten zeigen: Außerhalb der Hochschulen erschweren Wohnungssuche, Bürokratie und Diskriminierung vielen das Ankommen.
Dürre, Terror und stark gestiegene Preise treiben Somalia tiefer in die Hungerkrise. Gleichzeitig musste das Welternährungsprogramm seine Nothilfe um 80 Prozent kürzen, weil Geberländer weniger Geld bereitstellen. Von Bettina Rühl
Sachsen-Anhalt altert, Betriebe suchen Personal, Krankenhäuser brauchen Pflegekräfte. Ministerpräsident Sven Schulze wirbt deshalb für Arbeitsmigration – und kritisiert AfD-Vorschläge als untauglich für die akuten Probleme des Landes.
Erst wurde die „Sea-Watch 5“ laut Hilfsorganisation auf hoher See bedroht und beschossen, dann durchsuchten italienische Behörden das Schiff. Gegen den Kapitän wird wegen „Beihilfe zur unerlaubten Einreise“ ermittelt. Die Rettungsorganisation erklärt: „Wir sind fassungslos.“
Die EU arbeitet an einer weiteren Verschärfung ihrer Abschiebepolitik. Im Zentrum stehen sogenannte „Return Hubs“ in Drittstaaten. Europaabgeordnete Birgit Sippel (SPD) sieht die EU auf einem gefährlichen Kurs. Im Gespräch erklärt sie, welche Rolle Deutschland dabei einnimmt. Von Marlene Brey