Der Zentralrat der Jenischen hat dem Bundesinnenministerium ein Gutachten vorgelegt. Rund 200.000 Jenische leben nach eigenen Angaben in Deutschland. Nun verlangen ihre Vertretungen staatlichen Schutz für Sprache, Traditionen und gesellschaftliche Sichtbarkeit. Von Christiane Ried
Tim Raue blickt auf seine Jugend bei den „36 Boys“ zurück – auf Gewalt, Gemeinschaft und das Gefühl, endlich Teil von etwas zu sein. Die deutsche Integrationspolitik jener Jahre kritisiert er scharf. Von Andreas Rabenstein
Antisemitische Vorfälle an NRW-Hochschulen nehmen weiter zu, jüdische Studierende berichten von Angst, Rückzug und Wegzug. Besonders an kleineren Universitäten wird Sichtbarkeit für Betroffene zum Risiko. Von Bettina Grönewald
Die „Letzte Verteidigungswelle“ agierte jugendlich-unprofessionell, aber gefährlich. Ziel der jungen Terroristen: die Vernichtung von Ausländern und politischen Gegnern. Nun wurden sie verurteilt. Von Martin Fischer
Nach langer Suche arbeitet die Afghanin Zahra Sarwari in der Mensa der TU Dresden. Ein gefördertes Projekt bringt geflüchtete Frauen mit dem Studentenwerk zusammen und zeigt, wie Integration am Arbeitsplatz gelingen kann. Von Jörg Schurig
Nach dem offenen Streit nach Ceuta wollen die EU-Staaten ihre Krisenkommunikation enger abstimmen. Soziale Netzwerke sollen als Frühwarnsystem dienen, zugleich stehen ein stärkerer Außengrenzschutz und eine bessere Zusammenarbeit mit Frontex im Mittelpunkt. Von Niklas Treppner und Emilio Rappold
Das Gebäude ist verriegelt, das Verfahren kommt kaum voran und die Nutzungsideen stapeln sich. Zwei Jahre nach dem Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg besteht die sichtbarste Lösung weiterhin darin, dass vor der Moschee gebetet und drinnen nichts entschieden wird.
Ausstieg aus rechtsextremen Gruppen braucht Zeit, Vertrauen und professionelle Begleitung. Beratungsstellen wie „Exit“, „Rote Linie“ und die Aussteigerhilfe Bayern helfen Betroffenen, kämpfen aber um verlässliche Förderung. Von Pat Christ
Die Freiheitsstatue steht für Millionen Einwanderer für Hoffnung, Freiheit und ein besseres Leben. Historiker Philipp Gassert sieht dieses Willkommensversprechen heute im Streit um US-Einwanderungspolitik und MAGA-Nationalismus unter Druck. Von Christine Süß-Demuth
Mindestens 69 Polizeimeldungen im Juli enthalten Hinweise auf rassistische, antisemitische oder rechtsextreme Motive. Hinter der Masse verbotener Symbole stehen Angriffe auf Menschen – auf Kinder, Geflüchtete und Menschen, die widersprechen.