Türkische Presse Europa

01. und 02.10.2009 – Minarette, Marwa, Rösler, Laschet

Uneinheitlich sind die Themen der Europaausgaben türkischer Tageszeitungen. Ein Streit um die Höhe eine Minarette, Forderungen nach mehr Lehrern mit Migrationshintergrund oder Äußerungen der Mutter des Marwa-Mörders sind nur einige der Themen.

Dienstag, 03.11.2009, 9:30 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 24.08.2010, 23:17 Uhr Lesedauer: 4 Minuten  |   Drucken

01.11.2009

CDU: Reißt die Minarette ab und baut sie 60 cm kürzer
Unter dieser Schlagzeile wird in der TÜRKIYE über den Streit um die Minarette in Esslingen berichtet. Dort hatte eine DITIB-Moschee die zulässige Begenehmigung nicht eingehalten. Der Esslinger CDU-Vorsitzender Enrico Bertazzoni habe DITIB daher aufgefordert, die Minarette abzureißen und auf eigene Kosten 60 cm kürzer zu bauen. Dies wäre ein positives Zeichen für die Nachbarschaft.

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CDU müsste einen türkischstämmigen Abgeordneten haben
Dies habe der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet in einem Interview mit der „Neue Osnabrücker Zeitung“ gesagt. Laut SABAH habe Laschet betont, dass die Zahl der Bundestagsabgeordneten mit Migrationshintergrund zu wenig sei und in keinem Verhältnis zur Bevölkerungszahl der Migranten stehe. Auch die CDU müsse einen türkischstämmigen Abgeordneten haben. Außerdem habe Laschet gefordert, dass man sich den Migranten annähern müsse und die enorme Bedeutung der Einbürgerung betont.

Deutsche wollen keinen islamischen Feiertag
Laut einer Umfrage sind 72 Prozent der Deutschen gegen die Einführung eines islamischen Feiertages in Schulen; lediglich 18 Prozent würden es begrüßen. Allerdings sei die Zahl der Befürworter eines islamischen Feiertages unter den 25 bis 34-jährigen bei 30 Prozent (SABAH).

Mehr Lehrer mit Migrationshintergrund
Christa Goetsch (Die Grünen), zweite Bürgermeisterin Hamburgs, habe gesagt, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und man daher mehr Lehrer mit Migrationshintergrund brauche. Außerdem habe sie betont, dass jedes zweit Grundschulkind in Hamburg einen Migrationshintergrund habe und man das Potenzial dieser Kinder nicht vergeuden dürfe. (SABAH)

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  1. Krause sagt:

    Es kommt ja relativ häufig vor, dass Minarette höher gebaut werden als in der Baugenehmigung erlaubt. Es immer das Gleiche: Muslime fordern stets Respekt, sind aber nicht bereit, grundlegende Vorschriften zu respektieren. Und wir reden hier nicht von normalen Bürgern, sondern der DITIB, einer staatlichen Institution. Man sollte in diesen Fällen die Minarette schlicht abreißen.

  2. Boli sagt:

    Richtig, hier gilt das Gleichheitsprinzip. Jeder Bürger muß mit Konsequenzen rechnen, wenn er etwas illegal oder unabgesprochen hinbaut. Religiöse Befindlichkeiten dürfen hier nicht Maßstab der Dinge sein, zumal ja der Bau genehmigt war, nur eben nicht in dieser Höhe!! Also wer sich da noch beschwert ist nicht nur dumm sondern vor allem bodenlos respektlos. Bei solchem Verhalten geht bei mir der Rollo zu.