ATIAD

Tag der türkischen Wirtschaft in Deutschland

Zum ersten Mal in der 50jährigen Migrationsgeschichte aus der Türkei wird der Tag der türkischen Wirtschaft in Deutschland durchgeführt. Er ist das Forum für türkische klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Existenzgründer in Deutschland.

Montag, 10.08.2009, 7:02 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 03.09.2010, 22:05 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

„Der Verband türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa (ATIAD) organisiert diesen Tag, um den türkischen Unternehmern sowie potenziellen Existenzgründern die Möglichkeit zu geben, sich über Bildungs und Beratungsdienstleistungen von Regelanbietern aus erster Hand zu informieren. Bisher nehmen lediglich 25% der türkischen Unternehmer in Deutschland die Regelangebote in Anspruch. Der Grund: unzureichende Kenntnisse über bestehende Bildungs- und Beratungsdienstleistungen.“, so Prof. Recep Keskin, Vorstandsvorsitzender ATİAD e.V.

Mit dem Tag der türkischen Wirtschaft in Deutschland am 04.09.2009, im Congress Center Düsseldorf setze ATIAD genau dort an: es bringe türkische Gründer und Unternehmer aus dem gesamten Bundesgebiet mit Vertretern der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern, den Wirtschaftsförderungsämtern zusammen, mit dem Ziel der direkten Kontaktherstellung, Beratung und Anmeldung zu Qualifizierungsmaßnahmen.

___STEADY_PAYWALL___

ATIAD ist ein Zusammenschluss von türkischstämmigen Unternehmern, die sich in ihren jeweiligen Branchen durch hohe Investitions-, Beschäftigten- und Umsatzzahlen auszeichnen und eine Vorreiterrolle bzw. Vorbildfunktion für das türkische Unternehmertum übernommen haben. Sie leisten in ihren jeweiligen Ländern beachtliche Beiträge zur Wertschöpfung und geben Impulse für den jeweiligen Wirtschaftsstandort.

Der Tag der türkischen Wirtschaft in Deutschland wird eröffnet von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz und Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit NRW. Es folgen Workshops und Vorträge zu den Themengebieten: Existenzgründung, Existenzfestigung, berufliche Qualifizierung, Unternehmensnachfolge und erfolgreiches Marketing. Ein Forum für Speed-Connection rundet den Tag ab.

Zurück zur Startseite
UNTERSTÜTZE MiGAZIN! (mehr Informationen)

Wir informieren täglich über Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Um diese Qualität beizubehalten und den steigenden Ansprüchen an die Themen gerecht zu werden bitten wir dich um Unterstützung: Werde jetzt Mitglied!

MiGGLIED WERDEN
MiGLETTER (mehr Informationen)

Bestelle jetzt den kostenlosen MiGAZIN-Newsletter:

Auch interessant
MiGDISKUTIEREN (Bitte die Netiquette beachten.)

  1. elimu sagt:

    Na ja.. hoffentlich kommt man auch an viele sogenannete ,,Unternehmer“
    Viele unserer türkischen Unternehmer sind gar nicht geeignet oder besser nicht richtig geschult für viele Aufgaben.
    Somit ist das Ende einer Firma immer wieder zu sehen. Ich kaempfe tag taeglich mit solchen Menschen und manchmal wünsche ich mir, dass diese viel besser auf ihr Unternehmerdasein vorbereitet waeren. Vor allem… dass man bitte VOR einer Gewerbeanmeldung mal zum Steuerberater geht und fragt, worauf man achten muss!!!
    Die Realitaet trifft viele viel zu spaet und vor lauter Kosten, die einem um die Ohren fliegen, sieht man nur noch Flüchtende, die schnellstmöglich wieder ihr Gewerbe abmelden wollen.

    İch finde, bevor man ein Gewerbe anmelden kann, muss man diverse Sachen vorlegen können. Etwa gewisse Kenntnisse im Bereich des Kaufmaennischen. UND NATÜRLİCH EİNEN STEUERBERATER……..
    Viele sind sich gar nicht bewusst, was auf einen zukommt.

    Also ich hoffe für meinen beruflichen Werdegang, dass unsere Mandanten sich im besseren Sinne weiterentwickeln und sich auch gut in die deutsche Wirtschaft İNTEGRİREN können… und da faellt auch schon wieder das Zauberwörtchen :)

    P.S. ich rede hier aber auch von kleineren mittelstaendischen Unternehmen. Gott sei dank haben wir auch fleißige und lernbereite Mandanten, die man erziehen kann :)

  2. Boli sagt:

    Ist ja alles schön und gut mit diesem Wirtschaftstreffen. Nur wäre es verdammt nochmal einfach nur möglich das ihr Türken nicht wie schon mehrmals geschehen die bundesdeutsche Flagge mit eurem türkischen Halbmond verunstaltet?
    So etwas ist respektlos und gehört sich nicht!! Falls die Gestaltung des obigen Bildes von Migazin ausging wäre dies der Moment einmal darüber nach zu denken und dieses Bild umgehend zu entfernen.

    • municipal sagt:

      Wir wärs mit einem Artikel in der Huyriet, und als Grafik dazu die schwarz-rot-goldene Flagge und darauf als Emblem den Halbmond und den Stern? (Satire aus.)

    • Johanna sagt:

      „Nur wäre es verdammt nochmal einfach nur möglich das ihr Türken nicht wie schon mehrmals geschehen die bundesdeutsche Flagge mit eurem türkischen Halbmond verunstaltet?“

      Das ist eine echte Unverschämtheit, unsere Fahne zu verunstalten.

      In der Türkei wäre das sicherlich ein Straftatbestand.

      Ansonsten ist gegen ein Treffen von Unternehmern nichts einzuwenden, sondern etwas Normales.

    • Boli & Johanna, meint Ihr nicht auch, dass Ihr hier über das Ziel hinausschießt? Die deutsche Flagge besteht weder aus drei Kreisen noch sind die Farben Schwarzrotgold von links nach rechts angeordnet. Der Gedanke, der dahintersteckt, ist wohl lediglich die, die Farben – nicht die Flagge! – in Gestaltung mit einzubeziehen, da es sich eben um einen „Tag der türkischen Wirtschaft in Deutschland“ handelt.

      Ich kann ja noch verstehen, wenn Sie es nicht gerne sehen, wenn auf die deutsche Flagge der Halbmond und der Stern platziert werden. Hier sehe ich aber keine Flagge der Bundesrepublik. Ihrer Logik nach dürfte man im Zusammenhang mit dem türkischen Halbmond und dem Stern nichts gestalten, wenn die Farben schwarz und gold hinzukommen.

      Sorry, so schießen Sie sich selbst ins Abseits und zeigen, dass es Ihnen nicht um die Verunstaltung der deutschen Flagge geht.

  3. Boli sagt:

    @Senol

    Nur zur Veranschaulichung:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_Deutschlands

    Und da wir in Europa leben und grundsätzlich alles was wir lesen von links nach rechts lesen, was erkennen wir also daraus bezogen auf das was oben dargestellt ist?? Richtig Schwarz – Rot – Gold, die deutsche Flagge und zwar unabhängig davon ob die Farben nebeneinander oder übereinander dargestellt sind auch wenn dies direkt auf die Flagge bezogen nicht richtig dargestellt wäre und bis auf das vertauschte Gelb und Rot der belgischen Flagge entspräche. Meine Meinung ist das man damit schlicht nicht herumspielen sollte. Und Herr Senol eine überzogene Reaktion wäre dann der Fall wenn ich mit Gewalt drohen würde, was in der Türkei bei irgendwelchen willkürlichen Veränderungen an der türkischen Flagge ganz schnell der Fall wäre einschließlich benötigtem Personenschutz. Ich finde es jedenfalls respektlos im Rot der Deutschen Flagge sozusagen durch die Hintertür eine Türkische zu machen. Das sollte schlicht getrennt werden. Und selbst wenn Sie mal genau nachforschen. Kein einziges Volk hat so etwas bisher mit Flaggen anderer Nationen gemacht. Das zeigt für mich genau dieses penetrante aufdringliche besitzergreifende Verhalten der türkischen Mentalität auf die dazu führt, das immer mehr Menschen alles Türkische vollkommen ablehnen und allergisch darauf reagieren. Jeglicher Bezug der türkischen Flagge zur deutschen Flagge ist zu vermeiden.
    http://dejure.org/gesetze/StGB/90a.html
    Und so machen sich Muslime auch beliebt:
    [Link …]

    • Wäre es für Sie weniger schlimm, wenn nicht die deutsche, sondern die türkische Flagge verändert werden würde – schwarz und gold auf die türkische Flagge? Womöglich war ja auch der rote Kreis mit dem Halbmond und dem Stern zuerst da und man hat es um zwei Kreise – links und rechts /schwarz und gold – erweitert und somit die türkische Flagge verunglimpft – um es in Ihrer Sprache auszudrücken. Aber das würden Türken ja nicht tun, nicht wahr? Bestimmt waren die drei Kreise mit schwarz-rot-gold zuerst da, wie das Ei vor dem Huhn oder umgekehrt. Denn Türken/Muslime verunglimpfen nur fremde Flaggen; die eigene Fahne bleibt unangetastet; denn sie sind Muslime und deshalb böse, nicht wahr? Komisch doch, dass die türkische Flagge dann auch nicht mehr das ist, was sie mal war, wenn schwarz und gold hinzukommen :)

      Boli, ich meine, dass es ganz darauf ankommt, mit welchen Absichten etwas verändert wird. Auch, und wenn es Ihnen wirklich um die deutsche Flagge ginge, würden Sie keinen Link auf so ein Video setzen. Sie helfen denen, die so etwas ins Internet stellen und verbreiten es für lau. Aber Sie – ich wiederhole mich – machen eh nicht den Anschein, als ginge es Ihnen um die deutsche Flagge.

      • municipal sagt:

        @ Ekrem Senol

        Sie beziehen sich in Ihrer Kritik von BOLI auf ein wohl von ihm hier eingestelltes Video. Ist es seriös, über etwas zu urteilen, das andere nicht BE-urteilen können, da es von Ihnen entfernt wurde ? Hat Ihr Mut zur Offenheit Grenzen?

        • Nicht doch. Es verlinkt auf ein Video, auf dem die deutsche Fahne weht und darauf arabische Schriften zu sehen sind. Links zu Inhalten, dessen Urheber unbekannt sind, werden grundsätzlich nicht zugelassen.

      • Johanna sagt:

        „Wäre es für Sie weniger schlimm, wenn nicht die deutsche, sondern die türkische Flagge verändert werden würde “

        Sie drehen etwas um und machen dies zur Fangfrage;)

        Nein, es wäre *nicht* weniger schlimm.

        Wie Boli schrieb:

        „Das zeigt für mich genau dieses penetrante aufdringliche besitzergreifende Verhalten der türkischen Mentalität“!

        In Frankreich sollte 20009 das „Türkische Jahr“ stattfinden… Dabei sollte über dem Eifelturm in bunten Lichtern die türkische Flagge gezeigt werden. Die Türkei und Frankreich haben sich aber momentan nicht so lieb, weil die Franzosen so unverschämt sind, die Türkei nicht in der EU zu wollen.

        Wie sieht die türkische Fahne über dem Eifelturm für mich aus? Besitzergreifend.

        Kein anderes Land käme auf eine solche Idee!

      • Markus Hill sagt:

        Ich persönlich habe kein Problem mit der Darstellung. Da ist auch bestimmt kein böser Wille von Ihrer oder anderer Seite da gewesen. Da ist ja durchaus ein kreatives Element erkennbar!:-)
        Viele Türken schreiben auf diesen Seiten von Ihren Befindlichkeiten, Empfindlichkeiten und Betroffenheit. Das kann man gerne so stehen lassen und diese Gefühle kann man auch niemanden absprechen. Natürlich kann ein in solchen Dingen mehr empfindlicher Deutscher so reagieren, wie manche in den Leserzuschriften hier. Das da mangelnde Ernsthaftigtkeit unterstellt wird, erscheint mir nicht sehr verständnisvoll. Zumal Sie von Ihrer Phantasie (in diesen Blogs kann noch immer niemand Gedanken lesen) schreiben über die möglichen Motivlagen des Schreibers / der Schreiber. Ein einfaches „Wir habe es nicht böse gemeint und wollten niemand bewusst vor den Kopf stossen!“ hätte einfach einen freundlicheren und respektvollen Eindruck hinterlassen. (Die „Sachlichtkeit“ mit der türkischen Flagge erscheint mir auch nicht gerade wie eine 1.-Klasse-Argumentation).

    • Mehmet sagt:

      „(3) Die Strafe ist Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe, wenn der Täter sich durch die Tat absichtlich für Bestrebungen gegen den Bestand der Bundesrepublik Deutschland oder gegen Verfassungsgrundsätze einsetzt.“

      nochmal:
      „absichtlich für Bestrebungen gegen den Bestand der Bundesrepublik Deutschland“

      Klagen Sie doch einfach, anstatt hier rumzujammern :-). Große… , aber nix dahinter :-))

  4. Boli sagt:

    @Senol
    Nein, ich möchte weder an der türkischen noch an sonst einer Flagge etwas verändert sehen!! Mich interessiert die Türkische Flagge nicht. Und wenn dann sind es die Türken selbst die ihre eigene Flagge ohne Zutun anderer verändert darstellen (siehe drei Halbmonde oder heulender Wolf). Da braucht es also sonst niemanden. Ich möchte nur nicht das hier irgendetwas vermischt wird was nicht zusammengehört. Und nein, ich habe keine deutsche Flagge an meiner Zimmerwand hängen wenn Sie darauf anspielen, noch sonst irgendeine Flagge. Es geht mir hier nur ums Prinzip und es hätte mich genauso gestört wenn es irgendjemand sonst bezogen auf die Nationalität gemacht hätte. Nur hat es sich wieder einmal bestätigt wer sich mit Vorliebe aus dem Fenster hängt. Selbst einen eigenen Landsmann hätte ich ins Gericht genommen. Um mehr geht es mir hier nicht.
    Ansonsten können türkische Gewerbetreibende wegen mir ihre Veranstaltung abziehen aber nicht mit solch einem Werbelogo!!

    • Schneter sagt:

      mich stört das Bild eigentlich nicht, drückt es doch die wahren Verhältnisse in Deutschland gut aus. Nicht oder schlecht integrierbare, stolze, türkische Nationalisten, die zwar die Vorteile des Gastlandes gerne annehmen wollen, aber von ihrem Heimatland nicht lassen können. Ich rede nicht von der Kultur.

      Was mich ärgert ist eher, dass wieder abgeblockt und relativiert wird. Wäre es umgekehrt, würde der deutsche Moderator zumindest teilweise eingestehen, dass es vielleicht nicht ganz ideal getroffen ist. So aber … du Nazi … ich im Recht.

      • Mehmet sagt:

        „mich stört das Bild eigentlich nicht, drückt es doch die wahren Verhältnisse in Deutschland gut aus.“ Ich führe weiter aus: Menschen, die hier und jetzt in Deutschland leben, dies sein eigen Land nennen, und gleichzeitig die eigenen Wurzeln nicht vergessen wollen. Sie sind die Ideale Voraussetzung und bringen das Potenzial zwischen zwei Ländern mit.

        • Mehmet sagt:

          ups. Sollte heißen: Sie bringen das Potenzial für eine Brückenbildung zwischen zwei Ländern.

          • Teleprompter sagt:

            Wieso stören sich Leute, die „ihre Wurzeln nicht vergessen“ an der Frage danach, „wo sie ursprünglich herkommen“?

            • Mehmet sagt:

              Hatte die Antwort zwar in einem anderen Tread gegeben, aber ging wohl in der Masse unter ;-)

              „Die Frage an sich zeigt u.a. auf, dass es Deutsche gibt, die es auch nach 30 Jahren Migration verpasst haben, etwas über die Türkei zu erfahren. “Mehmet” ist nicht gerade ein ungewöhnlich türkischer Name.“

              Ich heiße wirklich Mehmet ;-)

              • Schneter sagt:

                Haben Sie ein T-Shirt, wo Ihr Name draufsteht, damit jeder sehen kann, ahh, der heisst mehmet, das ist ein Türke, den brauchen wir nicht fragen, wo er herkommt. Nicht, das er noch beleidigt ist…

                • Mehmet sagt:

                  Ok langsam wirds mir etwas blöd. Ich erkläre Ihnen nun, wie man sich in Deutschland vorstellt:

                  „Hallo Ich heiße Mehmet.“
                  „Hallo blablablubbub“
                  „Woher kommen Sie
                  „Und woher kommen Sie ursprünglich?“

                  Ich hatte bei Ihnen erst Mindestvoraussetzungen für eine sachliche Diskussion erkannt. Naja, irren ist menschlich.

          • Markus Hill sagt:

            Vielleicht ist das gerade einer der Knackpunkte der Diskussion: Die Selbstbilder von Türken und die Erwartung der Deutschen als Bürger eines Einwanderundslandes. Ihre Formulierung verdeutlicht es gut. Die Deutschen erwarten in der Regel (so wie bei anderen Einwanderungsgruppen erfolgreich demonstriert) zunächst einmal Einwanderer die sich gut eingliederen, keinen Ärger machen und vielleicht noch als Bereicherung empfunden werden (wie auch immer definiert). Da denkt man nicht an „Brücken“, dass ist ein indirekter Nebeneffekt, eigentlich selbstverständlich. Daran möchte man aber wohl nicht die Poltik ausrichten. Die ständige Betonung, Hervorhebung oder Problematisierung der türkischen Herkunft soll einfach in ein oder zwei Folgegenerationen überflüssig sein. Anderere Einwanderergruppen machen es vor, die Leute im Lande schätzen das sehr. (Ohne Sprachverbote, ohne das man den Kontakt mit der Heimat der Vorväter verliert etc., NATÜRLICH!).

        • Markus Hill sagt:

          Würde dem sogar in Ihrem oder anderen Fällen zustimmen. Darunter sind aber auch vielen, die diese „idealen Voraussetzungen“ nicht mitbringen. Das sind viele von denen, die da jetzt das Schulniveau für alle anderen senken. Eigentich diskutiert man im Kern über diese und über deren Eltern ohne Einsicht. Mit Ihrer Aussage treffen Sie einen guten Punkt. Die Diskussion erhitzt sich vielleicht auch oft darin, dass die Leute nicht einen gebildeten Türken mental im Kopf haben, sondern diese andere Art von Türken. Es ist da vielen Deutschen nicht zu verdenken, dass diese dann weder diesen Leuten einfach so die doppelte Staatsangehörigkeit zugestehen wollen (da als Problem-Produzierer gegenwärtig bekannt) noch eine Einbürgerung ohne Anstrengung anbieten wollen. Das Bild, dass wir mittlerweile auch viele gut ausgebildete Türken oder Deutsch-Türken in Deutschland haben, die ein willkommener Teil der Gesellschaft sein sollten, ist noch nicht in den Köpfen von vielen Leuten angekommen.

          • Mehmet sagt:

            Ich verstehe natürlich auch die deutsche Sicht (vor allem wenn Ich im Zug einen pöbelnden Türken sehe). Wenn man aber (sachlich!) Kritik ausübt (egal bei welcher Sache), ist es ja erst hilfreich, wenn man gleichzeitig Lösungsvorschläge mit sich bringt. Es bringt einem nichts, wenn man hört, dass man etwas schlecht macht. Wenn man will, dass der Gegenüber die eigentliche Problematik erkennt und aktzeptiert, sollte man im Gleichen Atemzug einen Lösungsvorschlag explizit erläutern. Eine positive Formulierung der Argumente kann Wunder bewirken. Mit Statements wie „90 % der türkischen Abiturienten haben kein Abitur“ und den danach nörgelnden Erläuterungen ohne Lösungsansatz wird man wenig Verständnis auf türkischer Seite sehen. Versetzen Sie sich doch mal selbst in die Lage. Selbstkritik ist – egal ob auf türkisch oder deutsch – nie einfach.

            • Mehmet sagt:

              ups. Sollte heißen “90 % der türkischen Schüler haben kein Abitur”

            • Markus Hill sagt:

              Das verstehe ich schon. Lösungsvorschläge gibt es oft auch nicht direkt. Die harten Vorwürfe und der harte Ton tritt auf deutscher Seite auf, weil man das Gefühl hat, dass die andere Seite lange, lange Zeit hatte, das Problem zu beheben. Verbände knallen dann auf harte Politiker und harte Presse. Man will halt nichts mehr von „Schmusekurs“, Verständnis und Ehre/Betroffenheit und Co. hören. Die Haltung ist: „Die sollen jetzt einmal in die Pötte kommen. Ich will Aktion sehen und nicht über Betroffenheit diskutieren. Nimm Dir ein Beispiel am Asiaten!“. Diese Haltung wird jetzt natürlich knallhart auch von den Medien übernommen, das verursacht in Teilen der Problemgruppen natürlich Rückzugsmechanismen und Trotzreaktionen.
              Ich weiss nicht, was die richtige Strategie da ist. Türkische Freunde sagen mir, dass diese Problemgruppen eigentlich nur die Sprache des Drucks verstehen, idealerweise mit einem Sanktionsmechanismus versehen. Konstruktive Lösungsansätze: Vielleicht ist es ein Kombination von sanftem Zureden und finanzieller Förderung, Druck auf die Verbände und kritische Medienberichterstattung. Man beobachtet genau jeden Schritt der türkischen Communitiy bzgl. eigener Initiative. (Interessanterweise: Erinnert an die Situation der Deutschen im 1. Weltkrieg in den USA, bzw. der Situation der Deutschen im eigenen Land nach dem 2. Weltkrieg. Eine Bevölkerungsgruppe bzw. ein Volk steht eine Zeit unter „Beobachtung“. Zwar sind die Anlässe nicht vergleichbar, aber der Sonderbeobachtungs-Sachverhalt. Vielleicht liege ich da auch falsch).

            • Markus Hill sagt:

              Zitat:
              „Mit Statements wie “90 % der türkischen Abiturienten haben kein Abitur” und den danach nörgelnden Erläuterungen ohne Lösungsansatz wird man wenig Verständnis auf türkischer Seite sehen.“
              Um es auf den Punkt zu bringen – ich glaube den meisten Deutschen ist es egal (da die Probleme ja sichtbar sind und man die Quelle kennt), ob da Verständnis da ist. Wenn da von türkischer Seite schon vor Jahren ein Verständnis für die Problemlage vorhanden gewesen wäre, hätten wir diese Zustände in den Schulen (als Beispiel) nicht. Im Gegenteil: Die Deutsche Seite vermisst vielleicht das Verständnis der türkischen Seite bezüglich der hohen Gewichtigkeit des Problems: Deutsche Eltern und Eltern von erfolgreichen Migrantengruppen bangen um die schulische Zukunft Ihrer Kinder in Ballungsgebieten. Im Zweifelsfalle ist es denen egal, ob türkische Bildungsferne nichts lernen wollen und ein Leben als ungelernter Arbeiter immer noch als ein mögliches Lebensmodell gesehen wird. (Diese Eltern wollen das Optimum für Ihre Kinder, da wird jetzt also aktuell mit sehr harten Bandagen gekämpft und das bekommt die Gegenseite zu spüren).
              Bei dieser Dynamik von Prozessen, das sehe ich genauso wie Sie, steht halt häufig nicht die Empathie oder Diplomatie im Vordergrund. Insofern kann ich sehr gut die Verletzlichkeit und Empörung der Migranten verstehen, die es nicht betrifft und unglücklicherweise diese ganze Heftigkeit der Debatte mit zu tragen haben.

              • Mehmet sagt:

                Herr Hill,

                es gibt auf jeden Fall auf der türkischen Seite Motivationsprobleme. Heute noch gibt es türkische Eltern, die Ihr kind nicht aufs Gymnasium schicken würden, selbst wenn diese die Chance dazu hätten. Auf der anderen Seite darf man eben nicht die Fehler der Deutschen vergessen:
                In meinem Bekanntenkreis aus der 1. bzw. 2. Generation lodert es nur so von Erfahrungsberichten mit Deutschen, wie mies man behandelt wurde. „Kümmeltürke“ (und viele andere ausländerfeindliche Beschimpfungen) ist kein misszuverstehender Begriff… Dieser erste Eindruck hat die meisten dazu bewegt, dass man alle Schotten dicht gemacht hat, so auch bspw. mein Vater. Er hatte durchaus die Absicht, hier ein Haus zu bauen und sesshaft zu werden. Die ersten Jahre haben Ihn aber derart „überzeugt“, dass er nach einigen Jahren zurückkehren wollte. Die schulischen Chancen der Kinder in Deutschland waren aber besser. Daher blieb er immer „erst einmal“ hier.
                Ich kann diese Geschichte von vielen der früheren Generationen aus meiner Umgebung hören. Es ist auf jeden Fall sehr schwierig, die ausländerfeindlichen Witze und Beschimpfungen über sich ergehen zu lassen. Und wenn man Glück hat, dann kann man sich überwinden und denkt sich, dass es überall solche gibt.

                Ich möchte hiermit keine Anschuldigungen ansprechen, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es ein wechselseitiger Prozess ist, in dem beide aufeinander zugehen müssen.

                • Mehmet sagt:

                  Eine Empfindung von Türken ist also: Erst sollen wir uns beschimpfen lassen, dann sollen wir springen.

                  Wenn das Vertrauen in den deutschen Staat durch negative Erfahrungen erst einmal verschwunden ist, wird die Kritik also erst recht nicht wahrgenommen, abgesehen davon, ob Sie gerechtfertigt ist oder nicht.

                  Daher ist es wichtig hier an den richtigen Stellen anzuknüpfen. D.h. dass man versuchen muss, die Vereine dazu zu bewegen, an einem gemeinsamen Konzept zu arbeiten. Gegen mehrBildung wird kein türkischer Verein sein.

                  • Markus Hill sagt:

                    Da sind wir durchaus derselben Ansicht. Viele Deutsche würden so etwas begrüssen. Man hat nur das Gefühl, dass diese Verbände jahrelange alles mögliche gemacht haben, nur nicht das, was diese Probleme verhindert hätte. Im Gegenteil, deren Tätigkeit oder Nicht-Tätigkeit sieht man oft als einen Teil der aktuellen Misere.
                    Diese „Altlast“ steht als Urteil im Raum. Vielleicht wird die Situation anders, wenn Vertreter von Ihrer Generation mehr Einfluss in den Verbänden hätte. Deutsche und Türken würden hier doch an einem Strang ziehen.

                  • municipal sagt:

                    @ Mehmet

                    Ich hatte gestern an dieser Stelle eine Replik auf Ihren Beitrag geschrieben. Dieser Kommentar befasste sich mit den Leistungen und Integrationsverständnis der Verbände, und deren religiösen/politischen Backround.

                    Mein Kommentar wurde NICHT freigeschaltet. Die Gründe kann ich nur erahnen, sie liegen meiner Ansicht nach darin, das es auch um Kritik an einem bestimmten Verband ging.

                    Dies nur zur Feststellung.

                    • Mehmet sagt:

                      Vielleicht kann die Redaktion dies kommentieren?

                    • Markus Hill sagt:

                      Mich würde dazu ein Statement der Redaktion dazu interessieren. Könnten Sie, die Redaktion, einmal aktiv werden?
                      Würde mich freuen.

                • Mehmet sagt:

                  Und was noch schlimmer ist: Diese negativen Erzählungen werden an die Kinder weitererzählt (Fazit: „Du bist und bleibst ein Mensch zweiter Klasse in Deutschland“). Sobald es eigene Erfahrungen gibt, die Deckungsgleich mit denen der Eltern sind, nimmt man dies als gegebene Wahrheit hin und neigt mehr und zur Abkapselung von der deutschen Gesellschaft.

                  • municipal sagt:

                    @ Mehmet

                    Richtig. Und diese Dinge werden den Kindern weitererzählt. Förderlich für deren Bereitschaft zur Integration ? Eher nicht. Einfach verantwortungslos von Seiten der Eltern/Vorbilder.

                    • Markus Hill sagt:

                      Ich möchte Sie nicht missverstehen: Soll das Verhalten, wie es oben von Mehmet beschrieben wurde, besser verschwiegen werden?

                    • Mehmet sagt:

                      Municipal,

                      die Eltern denken sind sich nicht im Jahr 1980 dessen bewusst, dass in 20-30 Jahren eine Debatte über Integration geführt wird und sie sich noch diese Jahrzente beschimpfen lassen müssen. Entschuldigen Sie deren Eindruck über die Deutschen damals. Sie hätten es lieber in sich fressen sollen und die Deutschen als die Gastfreundschaftlichsten auf der ganzen Welt darstellen sollen. Manchmal stellen Sie fragen…

                • Markus Hill sagt:

                  Claro: Es gibt da keine Entschuldigung für das miese Verhalten von manchen meiner Landsleute!

    • Unbekannt sagt:

      Dieser Artikel ist für Leute bestimmt, die auch zwischen den Zeilen lesen können:-)

      Sorry, Jungs und Mädels aber ich glaube ihr versteht die eigentliche Message dahinter, vor lauter „hass“ gar nicht:-).
      Traurig aber leider wahr.

      @Senol
      schön, dass sich jemand die Mühe macht

      @Rest
      Traurig, dass man es als Angriff sehen muss

      In diesem Sinn – wenn ihr nicht diskutieren könnt ohne beleidigend und unpolitisch zu werden –

      dann lasst es doch einfach sein!

  5. ibo sagt:

    @Boli: Und wenn dann sind es die Türken selbst die ihre eigene Flagge ohne Zutun anderer verändert darstellen (siehe drei Halbmonde oder heulender Wolf)
    —————————————————————————

    Wenn Sie keine Ahnung haben, was Sie eigentlich schreiben, sollten Sie bestimmte Argumente nicht verwenden.
    Das ist eine typ. dt. Antwort. Ohne Kenntnisse drauflos wettern. schlecht….

    • Markus Hill sagt:

      „Das ist eine typ. dt. Antwort“: Was soll eingentlich dieser unsachliche Argumentationsstil? Hat Sie hier jemand in den Diskussionen ständig persönlich angegriffen?

    • municipal sagt:

      @ ibo

      Na dann klären Sie uns doch einmal (aus IHRER Sicht) auf über die Thematik „drei Halbmonde“ oder „heulender Wolf“. Danach werde ich dem gerne etwas dazu aus deutscher Sicht gegenüberstellen. Fasten seat belts !

  6. Boli sagt:

    @ibo

    Sie wissen aber schon das es eine türkische MHP gibt die schon 15 % und mehr der gültigen türkischen Wählerstimmen eingefahren hat und auch schon in der Regierung dringesessen waren. So und jetzt öffnen Sie bitte die Äuglein und schauen sich bitte die verfälschte Wolfsflagge bzw. wieder hervorgekramte Osmanenflagge mit den 3 Halbmonden an. Das was hier passiert bzw. passiert ist hat nichts mit typisch oder deutsch zu tun […].

  7. Mehmet sagt:

    Boli,
    wie beurteilen Sie die MHP? Gibt es für Sie eine Partei in Deutschland, die mit der MHP vergleichbar wäre?

    • municipal sagt:

      @Mehmet

      Wenn man sich die offiziellen Äußerungen und das Parteiprogramm der MHP zu Gemühte führt, kann man die MHP in der Nähe von NPD oder der PRO Bewegung sehen.WEIT rechts.

    • Mehmet sagt:

      @Boli,

      es ist schwierig, hier mit türkischen Seiten zu argumentieren, da Sie diese nicht verstehen werden. Ich bin kein MHP-Anhänger. Jedoch bin Ich mir einem bewusst: Die MHP gilt als Auffangbecken für die stark rechte Szene in der Türkei, würde solch eine Politik jedoch selbst nie in Betracht ziehen (Beispiele waren die Privatisierung und der Verkauf an nicht-türkische Firmen von Staatseigentum im Jahr 2001). Daher finde Ich es gut, dass es eine Partei gibt, die die rechten Stimmen aufsammelt, die eigene Politik jedoch eher Mitte-rechts ausführt. Ich hatte auch in der Türkei einige Unterhaltungen über die MHP mit univsersitären Mitglieder. Die haben da schon ganz anders, ja sehr fortschrittlich geredet. Sie würden sich sehr gut über politische Themen mit denen unterhalten können.

      Ich weiß, dass es schwierig ist, sich eine Meinung zu bilden, wenn man die türkische Seite nicht kennt und nur das Zeitungsgeplänkel und Deutsche Quellen zur Verfügung hat. Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Stück weit zu einem etwas weiteren Verständnis beitragen.

      • municipal sagt:

        @ Mehmet

        WER sagt Ihnen, das (ich z.B.) die „türkische Seite“ nicht kennt ?

        • Mehmet sagt:

          @municipal

          mein Kommentar war an erster Linie an Boli gedacht. Jedoch können Sie mir gern von Ihren Erfahrungen und ihrem Austausch mit MHP-Mitgliedern erzählen.

      • Markus Hill sagt:

        Sie schildern die Verein etwas „zahm“. Hätten wir solche Parteien in Deutschland, wüsste ich nicht, ob sich unser netter Schriftwechsel bzgl. Migratinsthemen nicht erübrigt hätte. Was Boli schreibt, klingt nicht gut. Die MHP wäre vielleicht einmal ein Thema wert im Zusammenhang mit Rechtsextremismus von türkischer Seite. Das wäre vielleicht einmal eine Anregung für die Redaktion von migazin.de. Es stimmt, deren auftreten als Partei verschlechtert zusätzlich das Image der Türken in Deutschland, ist nicht integrationsfördernd. Zumindest ist dieser Vorwurf oder diese Tatsache, je nachdem wer es betrachtet, prüfenswert.

        • Mehmet sagt:

          Die rechtsextremen gibt es. Nur freu Ich mich, dass deren Stimmen von der MHP eingesammelt werden. Die tun nämlich nichts anderes, als Statements abzugeben, die nationalistisch wirken. Wenn es um handeln in der Regierung geht, sind sie nicht anders wie die anderen Parteien.

  8. Boli sagt:

    @Mehmet

    Nun gut Sie sprechen jetzt hauptsächlich von den Anhängern der MHP in der Türkei. Den Umgang damit muß die türkische Gesellschaft drüben selbst regeln, auch im eigenen Interesse im Verhältnis mit anderen Staaten gesehen. Mir geht es viel mehr um das agressive Potential das von diesen oben aufgeführten „Idealistenvereinen“ in Deutschland (Europa) welche so gut wie immer im engen Kontakt mit der MHP stehen ausgeht bzw. ausgehen kann. Für mich ist das eben nicht besser wie eine NPD Zentrale. Kein Unterschied für mich. Und um eben den Bogen zurück zuspannen zur Gestaltung der obigen Flagge. Wie schon gesagt man kann vieles gestalten aber die obige Darstellung empfinde ich eben nicht geglückt und ich kann mir eben nur vorstellen, das nur Leute wie eben MHP Anhänger auf so eine Idee kommen dies wie oben zu gestalten, so zu sagen als bewusste Provokation. Man kann ruhig eine Veranstaltung machen und wenn dies in Deutschland stattfindet sollte auch ruhig die deutsche Flagge verwenden, nur wenn man türkische Symboliken bzw. Flaggenattribute mit rein bringt sollte dies eben nicht vermischt werden, sondern falls es so etwas wie einen Verband gibt, der diese Veranstaltung organisiert wäre es meiner Meinung nach sogar am besten ein komplett eigenes Emblem zu kreiren und komplett auf deutsche und türkische Nationalsymbole bzw. Farben zu verzichten und unter dem Enblem Verband türkischer Gewerbetreibende Deutschland zu schreiben, fertig. Dann hätte ich mich dazu überhaupt nicht geäußert. Nur dazu braucht es halt auch den Willen und die Kreativität.
    Ich meine in dem Deutsch-Griechischen Club in dem ich mich aktiv angagiere ist unser Emblem auch nichts vermischtes. In der Mitte eine vereinfachte Zeichnung von der Akropolis in Athen und diagonal dahinter links und rechts die deutsche und griechische Flagge, aus Äpfel. Die Leute die das Emblem oben gestaltet haben sollen halt bloß wissen, das sie damit nicht nur bei mir Unmut hervorrufen. Ich glaube wenn das medienmäßig bekannt werden würde wäre es ein politische Thema. Und das scheinen sich die Veranstalter nicht wirklich überlegt zu haben.

  9. Boli sagt:

    @ Mehmet

    Ich hatte auch in der Türkei einige Unterhaltungen über die MHP mit univsersitären Mitglieder. Die haben da schon ganz anders, ja sehr fortschrittlich geredet. Sie würden sich sehr gut über politische Themen mit denen unterhalten können.

    Vorsicht vor Nazis im Nadelstreifenanzug. Das sind die Gefährlichsten weil sie wissen wie man die Massen beeinflusst. Zuerst müssten sich diese Leute bezüglich der Morde an diversen linken, kurdischen und was weis ich noch für Gruppen öffentlich entschuldigen. Und die Parteiagenda müsste entideologisiert werden. Weg von Blut, Boden und stirb mit einem Lächeln für dein Vaterland. Wie Sie schon gesagt haben. Der rechte politische Flügel ist im Gegensatz zu Deutschland recht stark und mein Problem ist eben, das diese Dinge rüberschwappen nach Europa. Um viel mehr geht es mir eigentlich nicht, wobei dies schon schlimm genug ist. Und die Türken geraten hier eben vor allem dadurch so stark ins Blickfeld weil es meines Wissens nach kaum oder gar keine anderen Nationalitäten gibt in Deutschland die sich gleichermaßen und wie in diesem Falle sehr negativ präsentieren. Dadurch sticht man dann selbst aus der großen Menge voll heraus und das Positive hat gar keine Chance mehr.
    Ein weiteres Ereignis war auch die Fußballeuropameisterschaft wo immer wieder MHP Flaggen und Wolfs(hand)zeichen im Autokorso aufgetaucht sind. Und das waren keine vermeintlich zugenagelten Kopftuchträgerinnen, sondern Männer und Frauen mit eigentlich westlichem äußeren Erscheinungsbild. Diese Zeichen und Attribute werden mir persönlich zu Gedankenlos verwendet und sollten wie der Hitlergruß und das Hakenkreuz verboten werden. Das ist für mich so als wenn ein Deutscher Fan die Ganze Zeit den Hitlergruß vewendet. Damit kann ich mich nicht anfreunden. Ich empfinde auch dies als Provokation.
    Letztenendes ist dies ein Problem das die Türken unter sich regeln müssen und nicht länger zu einem Problem für andere Länder machen dürfen.

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Stück weit zu einem etwas weiteren Verständnis beitragen.

    Das spreche ich Ihnen durchaus nicht ab, zumindest was Ihre Person angeht.