Das Gebäude ist verriegelt, das Verfahren kommt kaum voran und die Nutzungsideen stapeln sich. Zwei Jahre nach dem Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg besteht die sichtbarste Lösung weiterhin darin, dass vor der Moschee gebetet und drinnen nichts entschieden wird.
Zohran Mamdanis Wahlerfolg und erste sozialpolitische Schritte inspirieren Elif Eralp. Die Probleme beider Metropolen ähneln sich, doch bei Mietrecht, Steuern und Regierungsführung unterscheiden sich ihre Handlungsmöglichkeiten deutlich. Von Anne Pollmann
Herkunftsbedingte Benachteiligung wirkt wie Gift für politische Bindung. Ein SVR-Befund zeigt besonders in der zweiten Generation deutlich: Wer Ungleichbehandlung erlebt, vertraut Bundestag und Bundesregierung seltener – ein Risiko für die demokratische Kultur.
Das Hotel berief sich auf Hygiene, konnte diese Begründung aber nicht stützen. Für das Gericht blieb ein anderes Motiv entscheidend: Die muslimischen Gäste wurden wegen ihrer religiös geprägten Kleidung diskriminiert. Für die Tourismusbranche hat der Fall Signalwirkung.
Die AfD Mecklenburg-Vorpommern stellt Migration in ihrem Programmentwurf zur Landtagswahl 2026 als Bedrohung für „Heimat“ und „Identität“ dar. Teilhabe wird dabei zur Frage von Herkunft, Nutzen und Anpassung. Von Sedat Dursun
Drei Männer wurden bei dem Angriff auf ein islamisches Zentrum in San Diego ermordet. Sie verhinderten, dass die Angreifer in die Moschee mit rund 140 Kindern gelangen konnten. Der Angriff hat Ähnlichkeiten zum rechtsextremen Anschlag in Christchurch.
Der Islamwissenschaftler Rüdiger Lohlker hält „Islamismus“ und „politischen Islam“ für unpräzise Schlagwörter. Sie dienten oft dazu, Muslime pauschal zu verdächtigen, statt konkrete Strömungen und Gefahren sauber zu unterscheiden. Von Claudia Mende
Ein Schweinekopf auf dem Halbmond, Tierabwehrspray im Gebetsraum: Zwei Vorfälle in Memmingen und Berlin stellen eine unbequeme Frage in den Raum: Wie sicher sind Muslime in Deutschland, wenn selbst ihre Gebetsräume zu Orten der Einschüchterung werden?
Der Dialog sollte Brücken bauen. Für viele Muslime fühlt er sich inzwischen wie eine endlose Prüfung an: Wer dazugehört, muss sich trotzdem erklären – bei jeder neuen Islamdebatte von vorn. Von Erdin Kadunic
Keine Moscheen, kein Gebetsruf, keine Sichtbarkeit – die AfD in Sachsen-Anhalt plant, islamische Religionsausübung deutlich einzuschränken. Der Erlanger Islamforscher Mathias Rohe sieht darin einen Angriff auf die Religionsfreiheit und mahnt Solidarität mit Muslimen an. Von Franziska Hein