Die Erinnerung an 9/11 ist unvollständig, wenn sie bei Heldentum und Zusammenhalt endet. Auf die Anschläge folgten Kriege, Gewalt und Argwohn gegen Muslime – und ein Sicherheitsapparat, der heute auch Trumps Abschiebepolitik trägt. Von Konrad Ege
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erlebten viele Muslime in Deutschland Misstrauen, Ausgrenzung und pauschale Verdächtigungen. Die Folgen reichten von Diskriminierung im Alltag bis zur staatlichen Rasterfahndung – und wirken gesellschaftlich bis heute nach. Von Karsten Packeiser
Seit Beginn des neuen Schuljahres dürfen muslimische Mädchen unter 14 an Österreichs Schulen kein Kopftuch mehr tragen. Zwei Schwestern und ihre Mutter beantragten die Aufhebung des Gesetzes. Wird die Regelung erneut kassiert?
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA haben Vorurteile gegenüber dem Islam in Deutschland verstärkt. Bis heute wirkt das Feindbild nach, das sich damals etablierte, sagt die Kommunikationswissenschaftlerin Carola Richter im Gespräch. Von Franziska Hein
Die AfD-Erfolge sorgen in Berliner Moscheegemeinden für erhebliche Beunruhigung. Scharjil Khalid fordert andere Parteien deshalb auf, Muslime nicht als gesellschaftliches Gegenüber zu behandeln, sondern um ihre Stimmen zu kämpfen und ihren Schutz ernst zu nehmen.
Nach politischer Gewalt wächst der Druck zu handeln - so auch nach dem Anschlag im Umfeld des Berliner Christopher Street Day. Doch aus einer Tat folgt nicht automatisch, welche politische Antwort angemessen ist. Von Özcan Karadeniz
Geflüchtete aus der Ukraine bringen im Schnitt höhere Bildungsabschlüsse mit als viele der 2015 eingereisten Schutzsuchenden. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt landen beide Gruppen dennoch in überraschend ähnlichen Branchen und Lohngruppen. Ein IAB-Bericht offenbart ein strukturelles Problem - und eine Gruppe hat es besonders schwer.
Die Islamische Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina bestimmt ein neues Oberhaupt. Der künftige Reis-ul-ulema könnte zu einer unabhängigen muslimischen Stimme Europas werden – und auch die Entwicklung bosniakischer Gemeinden in Deutschland prägen. Von Erdin Kadunic
Das Gebäude ist verriegelt, das Verfahren kommt kaum voran und die Nutzungsideen stapeln sich. Zwei Jahre nach dem Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg besteht die sichtbarste Lösung weiterhin darin, dass vor der Moschee gebetet und drinnen nichts entschieden wird.
Zohran Mamdanis Wahlerfolg und erste sozialpolitische Schritte inspirieren Elif Eralp. Die Probleme beider Metropolen ähneln sich, doch bei Mietrecht, Steuern und Regierungsführung unterscheiden sich ihre Handlungsmöglichkeiten deutlich. Von Anne Pollmann