Köln soll Abschiebungen von rund 500 Menschen verhindert haben. Der Vorwurf sorgt bundesweit für Empörung. Doch ein Blick ins Gesetz und auf die Fakten zeigt: Aus einem normalen Verwaltungsvorgang wurde eine weit größere - medial aufgebauschte - Geschichte. Von Birol Kocaman
In einem Papier der rechtskonservativen Fraktion im EU-Parlament präsentiert Berlin-Neukölln, Köln-Chorweiler und Duisburg-Marxloh als Belege für einen Zusammenhang zwischen Migration, Islam und Unsicherheit. Stadtforscher Kurtenbach widerspricht. Er sieht eine Kriminalisierung vielfältiger Quartiere. Von Katharina Kausche
Vor 60 Jahren rollten türkische „Gastarbeiter“ die Gebetsteppiche aus und feierten das Ende des Fastenmonats Ramadan – im Kölner Dom. Ein Tag, der Geschichte für den Dialog zwischen den Religionen schrieb. Von Nadia Gering
Mit Handylichtern, Taschenlampen, LED-Lichterketten und Kerzen haben Zehntausende Menschen am Brandenburger Tor in Berlin gegen Rechtsextremismus und Angriffe auf die Demokratie demonstriert. Auch in anderen Städten gab es Protest gegen Rechts.
Die Aufregung um den ersten öffentlichen Muezzin-Ruf in Köln war im Herbst 2022 groß – doch inzwischen ist bei dem Thema merklich Ruhe eingekehrt. Die Stadt stellt nun fest: So kann es weitergehen.
Zum 20. Jahrestag des Kölner NSU-Anschlags kamen Menschen zur Neuauflage des Birlikte-Festes auf der Keupstraße zusammen. Bundespräsident Steinmeier betont, dass Gewalt immer geächtet werden muss – egal von wo sie kommt.
Ein Jahr nach dem ersten öffentlichen Muezzin-Ruf in Köln hat es seither keine weiteren Anträge von anderen Moscheegemeinden gegeben. Die Moscheen wollten die Nachbarschaft „nicht stören“ und setzten daher auf Gebetsruf-Apps.
Zwischen Tankstelle und Schnellstraße - zentral und doch abseits liegt die Kölner „Zentralmoschee“. Aus den Lautsprechern des Kuppelbaus wird ab Freitag der Muezzin rufen. Das ist keinesfalls ein Novum in Deutschland. Dennoch ist das Projekt umstritten.
Kölner Muslime dürfen sich künftig auf den Muezzinruf freuen. Die Stadt Köln werde in Kürze einen Vertrag mit der Ditib schließen für eine zweijährige Projektphase. Der Muezzin darf nur freitags, maximal fünf Minuten und unter Einhaltung einer bestimmten Lautstärke zum Gebet rufen.
Eine Sonderausstellung zum NS-Völkermord an Sinti und Roma zeigt Video-Interviews von Überlebenden. Sie erzählen „Dinge, die sie vorher noch nie ausgesprochen haben“.