Der Fall einer 26-jährigen Rechtsreferendarin hatte eine neue Debatte über das Berliner Neutralitätsgesetz ausgelöst. Wie es scheint, ist sie kein Einzelfall. In Berlin kommt es offenbar öfter zur Ablehnungen von Kopftuch-Trägerinnen.
Ein CDU-Thesenpapier über den Islam in Deutschland sorgt für Aufregung. Darin fordern Unionspolitiker weitreichende Änderungen. Das stößt auf Seiten der islamischen Religionsgemeinschaften auf Kritik. Eine Partei mit einem "C" im Namen, solle sich nicht in die muslimische Selbstorganisation einmischen.
Die CSU ist überzeugt: Muslime und Flüchtlinge haben keinen Zugang zur deutschen NS-Zeit. Und soll offenbar auch so bleiben. Denn der Besuch von KZ-Gedenkstätten soll an Schulen mit vielen Muslimen und Flüchtlingskindern auch in Zukunft kein Pflicht sein.
Staatsverträge könnten Muslime enger an die deutsche Verfassung heranführen. Deshalb plädiert Bundesjustizminister Maas für einen Staatsvertrag mit Muslimen und warnt davor, den Islam pauschal abzuqualifizieren.
Etwa 8.000 muslimische Schüler besuchen in Nordrhein-Westfalen den islamischen Religionsunterricht - von 320.000 Schülern muslimischen Glaubens. Schulministerin Löhrmann: Das Angebot muss noch deutlich ausgebaut werden.
Muslimisches Forum Deutschland. Unter diesem Namen wollen "Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens" der "Mehrzahl der in Deutschland lebenden und bisher nicht vertretenen Muslime Gehör verschaffen". Initiiert wurde das Forum von der CDU nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Von Canan Topçu Von Canan Topçu
Erstmals sollen auf einem Gelände Friedhöfe der drei großen monotheistischen Weltreligionen zusammenkommen - Christentum, Judentum und Islam. Die ersten beiden sind bereits vorhanden, ein muslimisches Friedhof soll nun dazukommen. Von Michael Bosse
Berliner Muslimen stehen demnächst 3.000 Quadratmeter Fläche für neue 346 Grabstellen zur Verfügung. Ermöglicht hat das eine evangelische Kirchengemeinde. In der Hauptstadt werden die Grabflächen für muslimische Bestattungen immer knapper.
Die Bezeichnung des Kabarettisten Dieter Nuhr als "Hassprediger" ist von der Meinungsfreiheit gedeckt. Das entschied das Landgericht Stuttgart. Ein Muslim hatte Nuhr so bezeichnet, weil er unter dem Deckmantel der Satire den Islam diffamiere.
Canan Ulufer, musste nach der Grundschule wie viele Gastarbeiterkinder auf die Hauptschule. Die Lehrer trauten ihr nicht zu, auf das Gymnasium zu gehen. In der Kolumne "Manifest für Vielfalt" fordert sie eine weltoffene und vorurteilsfreie Gesellschaft. Von Canan Ulufer