Donald Trump verkündet das Ende des Iran-Krieges, die Straße von Hormus soll wieder öffnen. Doch in der Absichtserklärung fehlen 92 Millionen Menschen, politische Gefangene und jede menschenrechtliche Bedingung an Teheran. Von Nasim Ebert-Nabavi
In Teheran fehlen Medikamente, Behandlungen werden unbezahlbar. Der Krieg trifft Irans Wirtschaft dort, wo Menschen am verletzlichsten sind: in Krankenhäusern und Haushalten, deren Geld für Gesundheit nicht mehr reicht. Apotheker Siamak ist wütend und sucht nach einem Ausweg. Von Arne Bänsch und Mathis Richtmann
Merz hat mit seiner 80-Prozent-Ansage zur Rückkehr von Syrern nicht nur eine neue Migrationsdebatte entfacht. Er liefert der AfD wieder einmal Futter – und einen neuen Benchmark für die nächste Wahl. Von Sven Bensmann
Für Gegner der iranischen Regierung ist die Lage im Land schon lange heikel. Bei Protesten zu Jahresanfang gab es Tote, Verletzte und viele Festnahmen. Asylanträge werden dennoch oft abgelehnt – auch die von Frauen.
Für viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte bestätigt sich ein alter Eindruck: Deutschland misst Völkerrecht oft mit zweierlei Maß – zuletzt in Gaza und jetzt im Iran. Bundespräsident Steinmeier findet nun ungewöhnlich deutliche Worte.
Obwohl es bislang keine Hinweise auf eine größere Fluchtbewegung aus dem Iran gibt, wächst in Deutschland bereits die Skepsis gegenüber einer möglichen Aufnahme weiterer Geflüchteter. Die Debatte wird stärker von Befürchtungen als von der tatsächlichen Lage bestimmt.
Zwischen Bomben, Funkstille und zerbrochenen Hoffnungen erzählen Menschen aus dem Iran von Angst, Wut und Erschöpfung. Was als vorsichtige Hoffnung auf Öffnung begann, ist zu einem Albtraum geworden. Von Prof. Dr. Stefan Piasecki
Der Iran-Krieg entlarvt die USA nicht als Weltmacht, sondern als Brandstifter im Endstadium: militärisch planlos, politisch isoliert, wirtschaftlich verwundbar. Und Europa? Von Sven Bensmann
Noch bevor eine größere Fluchtbewegung sichtbar ist, zieht Europas Politik Grenzzäune im Kopf hoch: Statt Schutz zu organisieren, dominiert die alte Abschreckungslogik – mit 2015 als politischer Drohkulisse. Das Wort „Notbremse“ bekommt eine neue Bedeutung.
Explodierende Preise, Bomben aus Pakistan, eingeschränkte Einfuhren aus dem Iran: Immer mehr Menschen in Afghanistan wissen nicht, woher sie ihre nächste Mahlzeit nehmen sollen. Von Natalia Matter