Anlässlich der bevorstehenden Ministerpräsidentenkonferenz fordern Diakonie und das Deutsche Institut für Menschenrechte eine bessere gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland. Derzeit sei die Situation desolat.
Die Bundesregierung reformiert das umstrittene Asylbewerberleistungsgesetz. Entgegen den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts spielen migrationspolitische Motive aber immer noch eine zentrale Rolle - Johanna Boettcher kommentiert. Von Johanna Boettcher
Die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen soll erneuert werden. Das kündigt das Gesundheitsministerium an. Asylbewerber und Geduldete haben in Deutschland in der Regel nur im Notfall Anspruch auf medizinische Hilfe.
Ärzte aus dem Ausland sollen in Zukunft einem Sprachtest unterzogen werden, wenn sie nach Deutschland wollen. Das beschlossen Gesundheitsminister der Länder. Unklar ist, was gefordert wird. Ausländische Ärzte müssen bereits gute Deutsch- und Fachsprachenkenntnisse nachweisen.
Weltweit fehlen über sieben Millionen Gesundheitsfachkräfte. Die Auswirkungen sind vor allem in ärmeren Ländern dramatisch. Dennoch werben reiche Industriestaaten Fachkräfte aus diesen Ländern ab. Vor den Folgen warnt nun das Bündnis Kinderhilfswerk.
„Schenke Leben, spende Blut“ – mit diesem Slogan werben das Rote Kreuz und andere Blutspendedienste. Doch viele Menschen sind von dieser Teilhabe dauerhaft ausgeschlossen - vor allem Migranten. Eine Spurensuche. Von Thi Yenhan Truong
Die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen ist unzureichend. Mit dem Asylbewerberleistungsgesetz nimmt die Politik seit 1993 gesundheitliche Schäden von Menschen in Kauf. Hendrik Lammers kommentiert, warum das Gesetz abgeschafft werden muss. Von Hendrik Lammers
Lange Zeit ging man davon aus, das sich die Migration negativ auf die Psyche auswirkt. Eine aktuelle Längsschnittstudie der Ruhr-Universität Bochum hält dagegen: Bei türkeistämmigen Jugendlichen jedenfalls wurden keine Auffälligkeiten gefunden.
Oft können Migranten – auch Kinder - aus Angst vor einer Meldung bei der Ausländerbehörde nicht zum Arzt. Ärzte wiederum stehen vor ethnischen und rechtlichen Konflikten. Der Deutsche Ärztetag spricht systematischer Verhinderung und fordert die Politik auf, endlich zu handeln.
Rund 14,5 Prozent des Pflegepersonals in den Nordrhein-Westfälischen Krankenhäusern haben einen Migrationshintergrund; die Quote der Patienten beträgt 17,4 Prozent. Noch! Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass noch viel zu tun ist.