USA
„Roots“ veränderte vor 50 Jahren den Blick auf die Sklaverei
16.08.2026

Mit Kunta Kinte in Alex Haleys Besteller „Roots“ bekam die Geschichte der Sklaverei für ein Millionenpublikum ein Gesicht. Buch und Fernsehserie wurden zu kulturellen Ereignissen – trotz späterer Kritik an historischen Ungenauigkeiten und aneren Vorwürfen. Von Konrad Ege
Jüdisches Leben
Ein deutscher Pass als späte Anerkennung geraubter Zugehörigkeit
13.08.2026

Deutschland ermöglicht Nachkommen von Menschen, denen die Nazis die Staatsangehörigkeit entzogen, die Einbürgerung. In New York nahmen mehrere Juden ihre Urkunden entgegen – als späte Rückverbindung zu einer geraubten Zugehörigkeit. Von Anne Pollmann
Eigene Sprache und Kultur
Die Jenischen wollen fünfte nationale Minderheit Deutschlands werden
06.08.2026

Der Zentralrat der Jenischen hat dem Bundesinnenministerium ein Gutachten vorgelegt. Rund 200.000 Jenische leben nach eigenen Angaben in Deutschland. Nun verlangen ihre Vertretungen staatlichen Schutz für Sprache, Traditionen und gesellschaftliche Sichtbarkeit. Von Christiane Ried
Deutschland
Vom Schuldner zum Zuchtmeister
04.08.2026

Deutschland profitierte 1953 selbst von einem großzügigen Schuldenerlass. Heute gehört die Bundesrepublik zu den Staaten, die ein verbindliches UN-Verfahren für faire Staatenentschuldung ausbremsen. Von Kiflemariam Gebre Wold
Genfer Flüchtlingskonvention
Die Heuchelei einer Auswanderernation
28.07.2026

Wenn klamme deutsche Rentner in Thailand leben, heißt das „Selbstverwirklichung“. Wenn Arme nach Deutschland kommen, sind sie „Wirtschaftsflüchtlinge“. Deutschlands vergessene Auswanderungsgeschichte und Doppelmoral - zum 75. Jahr der Genfer Flüchtlingskonvention. Von Kiflemariam Gebre Wold
Umnutzung
Warum aus Hitlers Geburtshaus eine Polizeiwache wurde
27.07.2026

Für 20 Millionen Euro wurde Adolf Hitlers Geburtshaus im österreichischen Braunau zur Polizeistation umgebaut. Die neue Nutzung soll Neonazi-Pilger abschrecken und dem Gebäude seinen bisherigen Wiedererkennungswert nehmen. Die Debatte über den Umgang mit dem NS-Erbe bleibt. Von Matthias Röder
Schutzlücke
Die Genfer Konvention lässt Millionen Geflüchtete außen vor
27.07.2026

Die Genfer Flüchtlingskonvention gilt als Fundament des internationalen Schutzes. Doch sie erfasst Binnenvertriebene nicht – und selbst anerkannte Geflüchtete scheitern vielerorts an Armut, Sprachbarrieren und Behördenhürden. Von Jan Dirk Herbermann
Zum 150. Jubiläum
Bayreuth ringt mit Wagners Antisemitismus
23.07.2026

Zum 150. Jubiläum ringen die Bayreuther Festspiele um den Umgang mit Richard Wagners Antisemitismus, ihrer Nähe zum Nationalsozialismus und einer jahrzehntelang verdrängten Geschichte. Michel Friedmans Rede soll darauf eine Antwort versuchen. Von Kathrin Zeilmann und Britta Schultejans
Antiziganismus
Bund lässt Unrecht an Sinti und Roma nach 1945 aufarbeiten
07.07.2026

Die Bundesregierung setzt eine Kommission zur Aufarbeitung des Unrechts an Sinti und Roma nach 1945 ein. Das Gremium soll Diskriminierung und Kriminalisierung in Bundesrepublik und DDR wissenschaftlich dokumentieren.
Buchenwald
Fußball sollte im KZ den Massenmord verdecken
10.06.2026

In Buchenwald ließen die Nazis Häftlinge Fußball spielen und nutzten den Sportplatz als Kulisse vermeintlicher Normalität. Eine Online-Ausstellung erinnert an jüdische Spieler, verfolgte Profis und die tödliche Realität hinter der Inszenierung. Von Matthias Thüsing