„Nie wieder!“ – und wieder passiert nichts? Michel Friedman rechnet mit der deutschen Erinnerungskultur ab und nennt politische Solidaritätsbekundungen bloße Beruhigungsformeln.
Idylle mit weltpolitischer Bedeutung: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im Potsdamer Schloss Cecilienhof vor 80 Jahren Europa und die Welt neu geordnet. Die Ergebnisse der Verhandlungen der Alliierten waren tiefgreifend. Von Yvonne Jennerjahn
Vier Jahre Haft wegen Beihilfe zum Massenmord in Auschwitz: So lautete das Urteil gegen den früheren SS-Mann Gröning. Der Prozess vor zehn Jahren bewegte viele und brach mit der Nachkriegsjustiz. Von Britta Körber
Es war ein Musikevent der Superlative und sammelte Spendengelder für die Hungerhilfe in Äthiopien: Im Juli 1985 fand in London und Philadelphia zeitgleich das Konzert „Live Aid“ statt. Rund zwei Milliarden Menschen schauten vor dem Fernseher zu. Von Alexander Lang
In Gedenkstätten setzen sich hessenweit jährlich tausende Schüler mit der NS-Vergangenheit auseinander. Doch wie tief berührt sie das dort Gelernte? Jüngste Vorfälle lassen Zweifel aufkommen. Von Christine Schultze und Andrea Löbbecke
Erstmals wird in Namibia mit einem nationalen Gedenktag der Opfer des von Deutschen während der Kolonialzeit verübten Völkermords gedacht. Doch das Gedenken ist umstritten.
Der 8. Mai 1945 war der Tag der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands. Der Krieg war für die Deutschen vorbei, aber das Erbe des Nationalsozialismus lastete weiter auf ihnen – und schlug einen langen Schatten. Von Jürgen Prause
Das Wissen der Menschen in Deutschland über die NS-Verbrechen lässt nach, zeigt eine neue Studie. Und zum ersten Mal befürwortet eine knappe Mehrheit, einen „Schlussstrich“ unter die NS-Zeit zu ziehen. Gleichzeitig hält Mehrheit AfD wegen deutscher Geschichte für unwählbar.
Im April 1975 endet der Vietnamkrieg – die USA haben sich schon zwei Jahre zuvor zurückgezogen. Als Kommunisten das südvietnamesische Saigon stürmen, versuchen viele Vietnamesen verzweifelt, sich ausfliegen zu lassen. Die Bilder erinnern an Kabul. Von Nils Sandrisser
Vor 100 Jahren wurde der erste Gottesdienst in der Berliner Lahore-Ahmadiyya-Moschee abgehalten. Die älteste noch existierende Moschee Deutschlands bot in der NS-Zeit eine Zuflucht für Juden und wurde 20 Jahre lang von einer Frau verwaltet. Von Jonas Grimm