Der Angriff auf Iran bricht das Völkerrecht – und dennoch tanzen Menschen. Zwischen Erleichterung, Angst um Angehörige und der Sehnsucht nach Freiheit zeigt sich die ganze Zumutung dieses historischen Augenblicks. Von Nasim Ebert-Nabavi
Was als Härte gegen Geflüchtete verkauft wurde, wird zum Gesellschaftsmodell: erst Lager und Bezahlkarten – dann Arbeitspflicht und Sanktionen. Die Repression wandert von der Grenze in unseren Alltag. Von Joachim Glaubitz
Kundgebung der Superlative: Zigtausende demonstrierten in München gegen die iranische Führung. Es war nicht der einzige Protest. Insgesamt gingen rund eine Million Menschen auf die Straßen.
Für viele Menschen in Deutschland ist Iran weit weg, andere fühlen sich mit dem Land eng verbunden. Zahlreiche Organisationen und politische Persönlichkeiten versammeln sich in der Hauptstadt. Etliche bangen um Angehörige.
Das Regime im Iran hält sich mit Gewalt gegen die eigene Bevölkerung. Viele Staaten stellen sich auf die Seite des Volkes – sie floskeln. Die Menschen benötigen aber echte Solidarität – mit Konsequenzen. Von Nasim Ebert-Nabavi
Im Iran lodern wieder Proteste – das Regime antwortet mit Gewalt. Schweigen schützt niemanden mehr. Ein persönlicher Aufschrei – für das Recht, für das Volk. Von Sara Motebaheri
Über Tage hinweg hat Israel den Iran bombardiert, auch die USA griffen ein. Von den Angriffen seien viele Menschen in ihrer Heimat traumatisiert, sagt die iranische Künstlerin Parastou Forouhar, die in Deutschland im Exil lebt, im Gespräch. Die Hoffnung auf einen von außen herbeigeführten Sturz des iranischen Regimes hält sie für verfehlt. Von Elisa Rheinheimer
Ohne Angst seine Meinung sagen, demonstrieren, sich engagieren: Das kann nur ein kleiner Teil der Menschen auf der Welt. Auch in Europa ist die Lage nicht nur rosig, zeigt ein neuer Bericht. Deutschlands Haltung zu Gaza erntet deutliche Kritik.
Warum gibt es kein Tempolimit in Deutschland? Was verteidigen Bundeswehr und die EU-Grenzen? Und auf wessen Kosten geht das alles eigentlich? Es ist höchste Zeit, mehr über Freiheit zu sprechen. Von Lukas Geisler
Sophie Scholl war unangepasst und selbstbewusst. Mit der „Weißen Rose“ leistete sie Widerstand gegen das Unrecht im NS-Staat und wurde 1943 hingerichtet. Vor 100 Jahren kam sie zur Welt. Von Markus Springer