Trotz Fachkräftemangels arbeiten viele Zugewanderte unterhalb ihrer Qualifikation. Laut einer Bertelsmann-Studie verdienen ausländische Beschäftigte im Schnitt 19,6 Prozent weniger – auch wegen Sprachhürden, Bürokratie und Diskriminierung. Von Katrin Nordwald
Auf Lampedusa kommen im Schnitt rund 40.000 Schutzsuchende pro Jahr an. Doch viele bleiben nur 24 bis 48 Stunden, abgeschirmt von Inselbewohnern und Touristen, bevor sie nach Sizilien weitergebracht werden. Mit dem Besuch von Papst Leo XIV. rücken sie wieder in den Blick. Von Almut Siefert
Vor 50 Jahren erlaubte der Supreme Court die Todesstrafe unter neuen Regeln wieder. Seitdem wurden mehr als 1.600 Menschen hingerichtet. Tatort, Bundesstaat und Hautfarbe entschieden weiterhin mit darüber, wer im Todestrakt landet. Von Konrad Ege
Ein Gutachten hält den geplanten Umbau von Cosmo zur Hip-Hop-Welle „1Live Street“ für rechtswidrig. Medienrechtler Hubertus Gersdorf sieht den interkulturellen Auftrag im WDR-Gesetz verletzt und hält Klagen für möglich. Von Diemut Roether
Beleidigungen, Diskriminierungen und Gewalt gegen Muslime nehmen deutlich zu: Claim hat bundesweit 4.096 antimuslimische Vorfälle dokumentiert, ein Drittel mehr als im Vorjahr. Die Organisation fordert einen neuen Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus und eine effektivere Strafverfolgung von Hasskriminalität. Von Jonas Grimm
Im tschadischen Adré versorgen sudanesische Geflüchtete andere Geflüchtete in einer improvisierten Klinik, geben Unterricht und bieten Traumahilfe an. Weil UN-Hilfen gekürzt werden, wird Selbstorganisation zur Überlebensstrategie. Von Bettina Rühl
Psychotherapeutin Amira Sultan sieht wachsende Angst unter Geflüchteten. Neben Kriegen in den Herkunftsregionen belasten auch Asylverschärfungen, fehlende Therapieplätze und das Gefühl, in Deutschland nicht ankommen zu dürfen. Von Karen Miether
Ende 2025 lebten rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland, 110.000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Nettozuwanderung sank deutlich und konnte das wachsende Geburtendefizit nicht mehr ausgleichen. Von Susanne Rochholz
Die Gesellschaft für Freiheitsrechte will kommunale Amtsträger und zivilgesellschaftliche Initiativen stärker gegen rechtsextreme Einschüchterung unterstützen. Anzeigen, Abmahnungen und Klagen sollen demokratisches Engagement vor Ort nicht ausbremsen. Von Lukas Philippi
Nach westlichen Kürzungen fehlt vielen afrikanischen Gesundheitssystemen Geld. Die Trump-Regierung bietet nun Hilfen an, verlangt dafür aber Gesundheitsdaten, Einfluss auf Prioritäten und teils Zugeständnisse bei Rohstoffen. Von Helena Kreiensiek