Bunte Eier, Frühlingsbeginn, große Feiern – und zugleich die Angst vor Rückkehr in eine unsichere Heimat. Der Widerspruch zwischen Völkermord-Anerkennung und verweigertem Schutz prägt viele jesidische Familien bis heute. Von Uwe Pollmann
Mehr als jede vierte Person in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte. Die neuen Zahlen zeigen nicht nur Vielfalt, sondern auch, wie stark Zuwanderung Alterung und Schrumpfung der Gesellschaft abfedert. Von Thomas Krüger
Beleidigt wegen der Hautfarbe, geschmäht wegen der Herkunft: Auf deutschen Schulhöfen sind Jugendliche einer Vielzahl an Diskriminierungen ausgesetzt. Bildungsforscher Eric Angermann ruft die Lehrkräfte auf, konsequent dagegen einzuschreiten. Von Michael Grau
Die Industrieländer ziehen Milliarden aus der Entwicklungshilfe ab – so stark wie noch nie. Und Deutschland ist plötzlich größter Geber, nicht wegen neuer Großzügigkeit, sondern wegen der im Inland angerechneten Kosten für Geflüchtete – und wegen des amerikanischen Rückzugs. Von Maximilian Arnhold
Was wussten die Deutschen über Holocaust und andere NS-Verbrechen? Eine neue Ausstellung in Berlin zeigt, wie Propaganda, Gerüchte und Alltagswissen zusammenspielten – und warum viele nicht genauer hinsehen wollten. Von Linn Manegold
Nach Dürre und Vertreibung eröffnet Fadumo in Garowe ein kleines Restaurant. Während internationale Hilfe schrumpft, zeigt ihr Alltag, wie entscheidend Einkommen, Bildung und Starthilfen für Frauen in Somalia sind. Von Bettina Rühl
Afrika jenseits von Armut, staatenlose Menschen in Deutschland, Mikroplastik auf Ackerflächen: Die Liste der „vergessenen Nachrichten“ zeigt, wie eng viele Redaktionen auf Krisen, Konflikte und wenige Großthemen fokussiert bleiben. Von Frank Bretschneider
Der transatlantische Sklavenhandel hat bis heute gravierende Folgen. Die UN-Generalversammlung hat ihn nun als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eingestuft. Vornehmlich westliche Länder haben dagegen gestimmt oder sich enthalten – darunter Deutschland. Von Helena Kreiensiek
Deutschland klagt über Fachkräftemangel – und wollte ausgerechnet eine hochbegabte Maschinenbau-Studentin abschieben. Der Fall Sahar Nejad zeigt, wie absurd eine Politik ist, die Engagement belohnt, Integration fordert und beides dann aus dem Land wirft - beinahe. Von Stefanie Walter
Frauenfeindliche Sprüche in der Teeküche, AfD-Wahlwerbung an der Pinnwand: Wenn rechte Parolen, Menschenverachtung und Einschüchterung in den Arbeitsalltag einsickern, geht es nicht mehr um Meinung, sondern um Schutz, Würde und klare Grenzen. Von Christina Neuhaus