Aminata Touré will Schleswig-Holsteins Grüne in die Landtagswahl 2027 führen. Die Sozialministerin verbindet ihre Kandidatur mit einer Kritik an männlich geprägter Spitzenpolitik, an geringer Repräsentanz von Migranten in Spitzenämtern – und an der Migrationspolitik der Bundesregierung.
In Sachsen-Anhalt haben Beratungsstellen 2025 insgesamt 322 Diskriminierungsfälle registriert, rund 50 mehr als im Vorjahr. Besonders häufig ging es um rassistische Zuschreibungen – für Migranten wird das Bleiben zunehmend zur Frage.
Hamburg hat den NSU-Mord an Süleyman Taşköprü nie per Untersuchungsausschuss aufgearbeitet. Zum 25. Jahrestag der Ermordung scheitert nun auch das zentrale Gedenken: Die Familie Taşköprü fühlt sich von der Politik instrumentalisiert.
Das Bundeskabinett hat eine Reform gegen Menschenhandel beschlossen. Täter sollen künftig leichter verfolgt und härter bestraft werden. Künftig sollen auch Kunden haften, die wissentlich Leistungen von Opfern nutzen – etwa im Nagelstudio oder auf dem Bau. Von Anne-Béatrice Clasmann
In Sachsen wurden im vergangenen Jahr 144 Angriffe auf Geflüchtete und sechs Attacken auf Asylunterkünfte registriert. Linken-Abgeordnete Nagel warnt vor Entwarnung und fordert eine schlagkräftigere Strafverfolgung. Besonders Attacken auf Asylunterkünfte blieben oft ungeklärt.
Niedersachsen führt das neue Fach Christliche Religion ein. Evangelischer und katholischer Religionsunterricht werden zusammengelegt, weil Schulklassen vielfältiger werden. Das Modell soll stärker auf andere Religionen, Weltanschauungen und Lebensfragen der Schüler eingehen.
Mehr als 1,1 Millionen Menschen haben am Pfingstwochenende den Karneval der Kulturen in Berlin besucht. Zum 30-jährigen Jubiläum warnen die Veranstalter aber vor Bürokratie, Auflagen und einer Finanzierungslücke.
Menschenverachtende Sprüche, neue Freundeskreise oder szenetypische Symbole können Hinweise auf rechtsextreme Einflüsse sein. Nach der Razzia gegen junge Neonazi-Gruppen betonen Fachleute: Entscheidend ist frühes Hinschauen ohne Panik. Von Monika Wendel
Wie weit Rassismus im Alltag gehen kann, zeigt ein Fall aus Berlin: Dort hat eine 63-Jährige einen Handwerker mit Schwarzer Hautfarbe rassistisch beschimpft, in der Wohnung eingeschlossen und bedroht – auch in Anwesenheit der Polizei.
Die Union reagiert auf hohe Einbürgerungszahlen mit Forderungen nach Verschärfungen. Doch zentrale Argumente gegen Doppelpass und angeblich „eingebürgerten Antisemitismus“ halten einer Prüfung kaum stand.