Brandenburg setzt bereits indische Pflegekräfte ein, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern planen Kooperationen in Indien und Zentralasien. Der Fachkräftemangel trifft aber auf eine politische und gesellschaftliche Stimmung, die internationale Arbeitskräfte abschrecken kann. Minister wirbt um Akzeptanz.
Seit 2020 haben rund 765.000 Menschen aus Nicht-EU-Ländern eine Aufenthaltserlaubnis zur Arbeits- und Fachkräftezuwanderung erhalten. Die Zahlen steigen seit den Regel-Erleichterungen deutlich. Aus welchen Ländern kommen die meisten?
Großbritannien will Asylsuchende bis zu 10.000 Pfund für Unterkunft und Unterstützung zurückzahlen lassen. Ein dauerhafter Aufenthaltsstatus soll erst möglich sein, wenn die Summe vollständig beglichen ist. Bei Menschenrechtsorganisationen sorgt das Vorhaben für Kritik.
Eine Ehe aus der deutschen Kolonialzeit in Togo wirkt bis heute nach. Weil Gerichte die damalige Verbindung nicht anerkannten, verloren die Familien ihre deutschen Papiere – und sollten Deutschland verlassen. Nach öffentlichem Wirbel ist das abgewendet.
Das Saarland soll erstmals ein eigenes Integrations- und Teilhabegesetz bekommen. Die Landesregierung will damit bessere Chancen für Migranten in Bildung, Arbeit, Gesundheit und Verwaltung schaffen. Fachleute begrüßen den Vorstoß, kritisieren aber fehlende Rechtsansprüche und keine feste Finanzierung.
Die EU-Kommission will den Schutz für ukrainische Kriegsgeflüchtete bis März 2028 verlängern. Männer zwischen 23 und 60 Jahren ohne ukrainische Ausreiseerlaubnis sollen davon künftig ausgenommen werden - die sollen kämpfen für ihr Land. Von Niklas Treppner, Andreas Stein und Anne-Béatrice Clasmann
Nach einem versuchten Brandanschlag auf eine Unterkunft für Asylsuchende in Schmölln sitzen zwei Jugendliche in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen versuchten Mord und Unterstützung der rechtsextremen Gruppe „Letzte Verteidigungswelle“ vor.
Grünpflege statt Deutschkurs? Die CDU in Niedersachsen will die Arbeitspflicht für Geflüchtete flächendeckend umsetzen. Kommunen warnen vor hohem bürokratischem Aufwand, der Flüchtlingsrat sieht Symbolpolitik statt echter Wege in Arbeit und Integration. Von Christopher Weckwerth und Christian Brahmann
Das umstrittene Abschiebezentrum „Alligator Alcatraz“ in den Sümpfen Floridas wird geschlossen. Nach Kritik an käfigartigen Zellen und Hygieneproblemen könnten Medienberichten zufolge auch horrende Betriebskosten zum Ende der Trump-Haftanstalt beigetragen haben. Erst im Sommer 2025 eröffnete Donald Trump das Gefängnis in den Everglades persönlich.
Bayern richtet in einer früheren JVA in Ingolstadt einen Standort für die neuen GEAS-Grenzverfahren ein. Der Flüchtlingsrat spricht von einer menschenrechtlichen Bankrotterklärung und kritisiert die Unterbringung Schutzsuchender in einem ehemaligen Gefängnis.