Pflegekräfte fehlen, Fahrer werden gesucht, Gastronomie und Bau klagen über Personalengpässe. Gleichzeitig zeigen die neuen Zahlen: Gerade in vielen dieser Berufe arbeiten besonders viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte – und tragen ganze Berufsgruppen.
Bundesinnenminister Dobrindt hat 17 Amtskollegen aus Europa eingeladen. Er will den Kurs in der Flüchtlingspolitik weiter verschärfen. Zentrale Themen sind der Schutz der EU-Außengrenzen sowie Abschiebungen – auch in Drittstaaten. Menschenrechtler warnen vor Grundrechtsrisiken.
2025 gingen deutlich mehr Asylverfahren an den Verwaltungsgerichten in Schwerin und Greifswald ein. Bundesdaten zeigen: In Tausenden Fällen kassierten Richter Asyl-Bescheide des Bamf. Das Land reagiert mit zusätzlichen Richterstellen.
Eine Obergrenze für bestimmte Schüler, verpflichtende Sprachkurse für Eltern und ein Verbot von Gesichtsverschleierung: Italiens Regierung greift tief in den Schulalltag ein. Gewerkschaften und Schulleitungen äußern Zweifel an der praktischen Umsetzung.
Sachsens Innenminister Schuster dringt auf mehr Härte bei Abschiebungen und eine Kontingentlösung anstelle des individuellen Rechts auf Asyl. Daran entzündet sich die politische Kritik: Grüne, Linke und BSW äußern deutlichen Widerspruch.
Seit fünf Jahren dürfen Mädchen nach der sechsten Klasse keine reguläre Schule mehr besuchen. Einige lernen dennoch weiter – in versteckten Einrichtungen oder online, oft unter schwierigen Bedingungen. Wie läuft das ab? Von Mathis Richtmann
Fast jedes achte Unternehmen verzichtet trotz Bedarfs auf ausländische Fachkräfte. Viele Firmen beklagen lange Verfahren für Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnisse. Die KfW fordert weniger Hürden.
Nach dem Wahlerfolg der Linken erheben jüdische Vertreter schwere Vorwürfe gegen die Partei. Diese weist sie zurück. Im Zentrum steht eine schwierige Frage: Wo verläuft die Grenze zwischen Israelkritik und Antisemitismus? Von Verena Schmitt-Roschmann
Jahrzehntelang sank der Anteil der Menschen in Familien. Jetzt hat sich die Entwicklung gedreht. Ein entscheidender Faktor: Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind jünger, leben häufiger mit Kindern und stellen einen wachsenden Teil der Familien. Von Sandra Trauner
Ein Jugendlicher klammert sich mehr als 100 Kilometer unter einen fahrenden Bus, um von Ceuta aufs spanische Festland zu gelangen. Seine Flucht wirft eine unbequeme Frage über die Migrationsdebatte auf, die menschliche Not allzu schnell für erledigt erklärt.