Der Verband der Familienunternehmer hat mit einer AfD-Einladung Kritik auf sich gezogen – und ist zurückgerudert. Die Debatte geht aber weiter. Manche Unternehmer sagen, man müsse schon aus Neutralitätsgründen mit allen Parteien ins Gespräch kommen, andere sehen darin einen Vorwand.
Was würde passieren, wenn die AfD in einem Bundesland in die Regierung käme – und von ihr eingesetzte Beamte plötzlich Zugriff auf sensible Polizeidaten hätten? Politiker und Behörden sehen Risiken. Von Anne-Béatrice Clasmann
Vor sechs Jahren tötete ein Rechtsextremist den CDU-Politiker Walter Lübcke. Aktivisten haben nun eine Lübcke-Statue vor die CDU-Parteizentrale in Berlin gestellt – als Mahnung vor einer Zusammenarbeit mit der AfD. Die Reaktionen sind teils heftig.
Der Verband der Familienunternehmer bekennt: Seine Einladung an AfD-Vertreter zu Gesprächen im Oktober sei ein Fehler gewesen. Dabei war lange davor bereits klar, welche Folgen das Erstarken des rechten Populismus hat – gerade für Firmen. Forschung sieht Probleme beim Anwerben von Fachkräften im Ausland. Von Dirk Baas
Für ein Portal, das seit Jahren als Echokammer der AfD dient, öffnet Studio Hamburg die Türen – und der NDR nennt es Zufall. Wie viel Naivität darf sich der ÖRR sich noch leisten? Von Sven Bensmann
Die AfD organisiert ihren Nachwuchs – Gießen erlebt den Ausnahmezustand. Zehntausende haben sich nach Mittelhessen aufgemacht, um die Gründung der Generation Deutschland zu verhindern.
Wenn sich Unternehmen der AfD öffnen, sind die Kunden gefragt: Denn die Brandmauer verteidigt sich nicht nur in Parlamenten, sondern auch beim Einkaufen – mit jedem Kassenbon. Von Birol Kocaman
Die Öffnung des Verbands der Familienunternehmer in Richtung AfD löst breite Kritik aus. Experten warnen vor dem Einfluss der AfD auf die Wirtschaftspolitik; Gewerkschaften vor historischen Parallelen. Mehrere Unternehmen treten aus dem Verband aus, manche verteidigen die Öffnung.
Wer gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung verstößt, darf kein Rechtsreferendar werden. Das hat der Thüringer Verfassungsgerichtshof bestätigt. Was plausibel klingt, stört die AfD. Sie hatte gegen diese Regelung geklagt.
In öffentlichen Debatten wird Antisemitismus häufig als „importiertes“ Problem aus muslimisch geprägten Ländern ausgemacht. Einer Studie zufolge ist diese These nicht haltbar. Sie diene eher dazu, den eigenen Antisemitismus zu verdecken.