In Debatten um Migration, Gender oder Bürgergeldempfänger kommen auch vorurteilsbeladene Töne vor. Sozialpsychologe Roland Imhoff forscht zu Stereotypen. Im Gespräch erklärt er, wie sie entstehen und wann sie problematisch werden. Von Nils Sandrisser
Dass der syrische Übergangspräsident jetzt nach Berlin kommt, bewegt die große syrische Exil-Gemeinde. Eine Rückkehr in die alte Heimat konnten sich bislang nur wenige vorstellen – viele stellen lieber einen Einbürgerungsantrag.
Ein 21-jähriger Schwarzer stirbt durch Polizeischüsse, die Bodycams sind aus – und am Ende geht es oft nur darum, wem das Gericht mehr glaubt. Der Fall Lorenz zeigt, warum Ermittlungen gegen Polizisten oft scheitern: an Deutungsmacht, Korpsgeist und zu wenig unabhängiger Kontrolle. Dieser Prozess könnte dennoch etwas bewegen. Von Mirjam Uhrich
Viele Geflüchtete sind traumatisiert – doch fallen sie oft durchs Raster. Hilfe gibt es oft erst nach Monaten oder gar nicht. Eine neue Studie zeigt, wie groß die Lücken sind.
Inder verdienen in Deutschland besonders gut – sogar besser als Deutsche –, Bulgaren und Rumänen hingegen sehr wenig. Das geht aus einer aktuellen IW-Auswertung hervor. Für die Lohnunterschiede gibt es mehrere Gründe.
Weniger Asylbewerber, mehr Abschiebungen – in der Flüchtlingspolitik zeigt sich zum Jahresstart die härtere Gangart der Politik. In der Diskussion sind weitere Verschärfungen. Von Basil Wegener
Deutschland benötigt Einwanderung. Gleichzeitig kann sich mehr als jede fünfte Person eine Auswanderung vorstellen. Besonders unter Menschen mit Migrationsgeschichte erwägen erstaunlich viele, das Land zu verlassen. Das zeigt eine neue Studie. Konkrete Pläne haben aber nur wenige.
Ein Jahr im Dauerfeuer: 2025 wurde Migration zur politischen Währung – und für viele zur täglichen Zumutung. Zwischen Wahlkampf, Grenzdebatten und EU-Härte, Polizeischüssen und Rassismus im Alltag, zerrissenen Familien und brüchigen Zusagen blieb vor allem ein Gefühl: Zugehörigkeit steht wieder zur Disposition.
Das EU-Parlament hat einer Asylrechtsverschärfung zugestimmt. Sie soll die Verlagerung von Asylverfahren in Drittstaaten ermöglichen – ein Ansatz, der als Ruanda-Modell bekannt ist. Abgeordnete der AfD stimmten mit. Von Marlene Brey
Mehr und mehr ausreisepflichtige Menschen landen in Abschiebehaft. Sie sind teilweise bis zu einem Jahr untergebracht, sagen Kritiker. Nur ein kleiner Teil seien Straftäter. Die Haftanstalten suchen händeringend Bedienstete. Von Uwe Pollmann