Vorurteile sind in jedem Menschen angelegt. Auch die hasserfüllte Fremdenfeindlichkeit im Netz ist keine neue Einstellung, sagt Psychologin Juliane Degner. Aber: "Es ist kein Tabu mehr, sie offen zu zeigen." Von Miriam Bunjes
Muslime und Juden wollen ihre Toten schnell bestatten, Buddhisten wünschen sich kleine Häuschen auf ihren Gräbern, und Afrikaner würden auf dem Friedhof gerne tanzen: Mit den Einwanderern verändern sich deutsche Friedhöfe und gesetzliche Regeln. Von Dieter Sell
Die rechtsextremen Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte reißen nicht ab: 319 rechtsmotivierte Anschläge, Sachbeschädigungen und Angriffe auf Unterkünfte von Schutzsuchenden wurden im ersten Quartal dieses Jahres registriert.
Mit deutschen Universitäten verbindet man Aufklärung - und nicht Diskriminierung. Ein Blick hinter die Fassaden offenbart ein anderes Bild. Über Rassismus, blinde Flecken und institutionelle Ausschlüsse in der hochschulpolitischen Debatte. Von Kien Nghi Ha Von Kien Nghi Ha
Enttäuschte Erwartungen und Sehnsucht nach der Familie - viele Flüchtlinge aus dem Irak treten die Heimkehr an, weil sie in Deutschland keine Perspektive sehen. In ihrer Heimat versuchen sie einen Neustart. Von Sebastian Drescher Von Sebastian Drescher
Die EU-Kommission hat empfohlen, die Visumpflicht für türkische Staatsbürger aufzuheben. Das stößt auf unterschiedliches Echo. Union- und SPD-Politiker äußern sich skeptisch, Grünen-Politiker sind dafür, die Bevölkerung mehrheitlich dagegen.
Imame aus der Türkei müssen ein Studium und Berufserfahrung vorweisen sowie Tests bestehen und Deutschkurse besuchen, ehe sie nach Deutschalnd entsandt werden. Dennoch stehen sie in der Kritik, integrationsfeindlich zu sein. Das weist die Ditib zurück. "Die Imame machen gute Arbeit." Von Andreas Gorzewski
Über syrische Flüchtlinge kursieren in den Medien und Sozialen Netzwerken viele Gerüchte: Die meisten seien Analphabeten und kaum ausgebildet. Einer aktuellen Studie zufolge stimmt das gar nciht. Danach sind viele Syrer für Berufsausbildung gut vorbereitet.
Einwanderer sind einer Studie zufolge besonders stark von Armut betroffen. Erwerbsarbeit könne das Armutsrisiko senken, es reiche aber nicht, irgendeinen Job zu finden. Ungleiche rechtliche Rahmenbedingungen erschwerten die Arbeitsmarktintegration zusätzlich.
Im Streit über Sozialleistungen für EU-Bürger in Deutschland hat Arbeitsministerin Nahles ihren Vorschlag auf den Tisch gelegt. Sie will Migranten frühestens nach fünf Jahren einen Anspruch auf Hartz IV zugestehen.