Rund jeder dritte Geflüchtete in Deutschland benötigt psychologische Unterstützung, doch die allerwenigsten erhalten einen Therapieplatz. Ein Afghane in Frankfurt am Main hat Glück gehabt. Von Christian Spangenberg
Mehr als die Hälfte der Geflüchteten sorgt sich vor Fremdenfeindlichkeit – deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig wollen fast alle dauerhaft in Deutschland bleiben und eine deutsche Staatsbürgerschaft, wie eine Studie zeigt.
Nach zahlreichen Gerichtsbeschlüssen zugunsten von Menschen aus Afghanistan, die eine Aufnahmezusage aus Deutschland haben, lenkt die Bundesregierung ein. Zumindest ein Teil der in Pakistan wartenden Menschen soll bald einreisen dürfen.
Ein EU-finanziertes Boot der libyschen Küstenwache hat das Rettungsschiff „Ocean Viking“ mit 87 Geretteten an Bord unter Dauerfeuer gesetzt. Zahlreiche Einschusslöcher auf Kopfhöhe, zerstörte Ausrüstung und Scheiben. Seenotretter werfen Europa Mitverantwortung vor – und fordern umfassende Aufarbeitung.
Bis zum Schluss wurde mit juristischen Mitteln um die Umbenennung gestritten. Seit dem späten Freitagabend ist klar: Berlin hat künftig eine Anton-Wilhelm-Amo-Straße. Der Name „Mohrenstraße“ ist Geschichte.
Die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe haben es immer öfter mit Menschen mit Migrationserfahrung zu tun – und erwerbstätigen Menschen sowie Familien. Der Verband warnt vor einer Verarmung größerer Bevölkerungsteile.
2015 kamen innerhalb weniger Monate Hunderttausende Flüchtlinge nach Deutschland. Angela Merkel gab die Parole aus „Wir schaffen das“. Heute sind die meisten gut integriert – wie Familie Ghnim aus Syrien und Ismael Abdulkarim aus dem Sudan. Von Martina Schwager
Der Anschlag auf das Solinger Stadtfest vor einem Jahr war eine Zäsur: Auf Trauer und Entsetzen über das Verbrechen folgten eine hitzige Asyldebatte und Maßnahmenpakete von Bund und Land. Von Nora Frerichmann
Rassistische Beleidigungen am Pokal-Wochenende gegen Spieler von Schalke und Kaiserslautern sorgen für Bestürzung. FIFA-Boss Infantino fordert lückenlose Aufklärung. Der DFB steht nun unter Zugzwang – und in der Kritik. Von Arne Richter, Frank Kastner, Ulrike John und Niklas Graeber
Amnesty wirft der Bundesregierung vor, Rhetorik und Handeln stünden in „zynischem Widerspruch“. Die Grünen mahnen: „Wir stehen im Wort.“ Pro Asyl stellt Strafanzeige gegen zwei Minister. In einem Fall muss Deutschland Einreisepapiere auszustellen.