Beim Integrationsgipfel im Kanzleramt ging es dieses Jahr um Gesundheit und Pflege. Im Schatten der Anschläge von Paris beschworen Regierung und Migranten die Gemeinsamkeiten. Das Gesundheitswesen muss mehr auf Einwanderer und Flüchtlinge eingehen.
Die UN warnt, nach den Anschlägen von Paris die Flüchtlinge zu Sündenböcken zu machen. Zeitgleich kritisiert Amnesty die EU-Abschottungspolitik. Unionspolitiker hingegen zeigen sich unbeeindruckt. Sie fordern Verstärkung der Grenzsicherung durch die Bundeswehr.
Die Flüchltingsdebatte ist durchsät mit Begriffen aus dem Bereich der Naturkatastrophen. Sprachwissenschaftler warnen vor einem Bedrohungszenario. Flüchtlinge würden so mit Gefahr verbunden. Von Matthias Klein
Beim Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz bahnt sich eine überraschende Personalie an. Stephan J. Kramer, früherer Generalsekretär des Zentralrats der Juden, soll Medienberichten zufolge den Posten des Präsidenten übernehmen.
"Die Welt" hat sich von Matthias Matussek getrennt. Ausschlaggebend war ein Satz von ihm auf Facebook. Die Anschläge in Paris würde die Flüchtlingsdebatte in eine "frische" Richtung bewegen, hatte Matussek geschrieben. Seinen Eintrag hatte er mit einem Smiley abgeschlossen.
Islamwissenschaftler Bülent Uçar fordert eine Auseinandersetzung mit dem islamistischen Terrorismus - theologisch, politisch, kulturell und ökonomisch. Bei solchen Anschlägen werde die Religion pervertiert auf die übelste Art.
Ein afghanischer Jugendlicher hat bei einer deutschen Familie ein neues Zuhause gefunden. Vorübergehend, denn jetzt haben es auch seine Eltern nach Deutschland geschafft. Immer mehr minderjährige Flüchtlinge kommen ins Land und brauchen Hilfe. Von Leonore Kratz
Nicht die Flüchtlinge, sondern die rechtsextremistische Gewalt ist nach Überzeugung des früheren Regierungssprechers Uwe-Karsten Heye die größte innenpolitische Herausforderung für Deutschland.
Aus gegebenem Anlass heute ein exordium: Es gibt Tage, da steht einem nicht der Sinn danach, zu schreiben. Zumal Texte, wie sie sonst hier erscheinen. Doch ich habe heute auch keine Lust, mich den Attentätern zu ergeben. Und so steh ich hier; ich will nicht schweigen und kann doch nicht schreiben. Von Sven Bensmann
Menschen, die verbittert über die eigene Lebenssituaion sind, sorgen sich stärker vor Zuwanderung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Sonderauswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.