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Amtliche Bilanz

Mehr ausländische Abschlüsse anerkannt – doch Dynamik lässt nach

Die Zahl der Anerkennungen ausländischer Qualifikationen steigt weiter, aber deutlich langsamer als zuvor. Mehr als die Hälfte der 2025 anerkannten ausländischen Berufsqualifikationen entfiel auf Pflegefachkräfte, Ärzte sowie Ingenieurberufe. Eine Herkunftsgruppe sticht hervor.

Mittwoch, 19.08.2026, 14:06 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 19.08.2026, 14:06 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Zahl der im Ausland erworbenen und in Deutschland anerkannten Berufsabschlüsse ist im vergangenen Jahr um knapp zehn Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, wurden 2025 rund 86.600 Anerkennungsanträge positiv beschieden.

Ein Jahr zuvor waren noch 79.100 Berufsabschlüsse anerkannt worden. Damit zeigt sich laut der Statistikbehörde eine Verlangsamung des Wachstums, das in den beiden vorherigen Jahren mit plus 21 Prozent (2024) und plus 25 Prozent (2023) wesentlich höher gelegen habe.

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Schwächerer Zuwachs auch bei Neuanträgen

Insgesamt seien 2025 rund 102.900 Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen bearbeitet worden, darunter 76 200 Anträge, die im Laufe des vergangenen Jahres eingereicht wurden. Dies entspreche einem Zuwachs von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Damit steigt auch diese Zahl deutlich langsamer als in den Vorjahren“, hieß es von den Statistikern.

Am stärksten profitierte das Gesundheitswesen von der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen: Mit Abstand am häufigsten war das bei Pflegefachkräften der Fall. Der zweithäufigste anerkannte Beruf war Arzt und Ärztin, gefolgt von Ingenieuren und Ingenieurinnen. Diese drei Berufe machten den Angaben zufolge zusammen deutlich mehr als die Hälfte (58 Prozent) der anerkannten Berufe aus.

Syrer öfter erfolgreich in Anerkennungsverfahren

Die häufigsten Herkunftsländer waren die Türkei, die Ukraine, Syrien, Indien und Tunesien. Die Zahl der in Syrien erworbenen Berufsqualifikationen sei mit einem Zuwachs von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr am stärksten unter diesen fünf Staaten gestiegen.

Deutlich rückläufig waren demnach der Anteil positiv beschiedener Anerkennungsverfahren aus Bosnien und Herzegowina und auch die Zahl der Anträge von Menschen aus dem Land auf dem Westbalkan, das von 2016 bis 2023 noch die meisten oder zweitmeisten anerkannten Berufsqualifikationen aufgewiesen habe. (epd/mig) Aktuell Panorama

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