Bundestag, Reichstag, Berlin, Politik, Parlament
Der Bundestag (Archiv) © kschneider2991 @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

11. März

Deutschland gedenkt offiziell der Opfer von Terroranschlägen

Deutschland gedenkt mit Trauerbeflaggung künftig an jedem 11. März offiziell der Opfer von Terroranschlägen. Das Datum erinnert an Anschläge in Zügen in Madrid mit fast 200 Toten im Jahr 2004.

Mittwoch, 16.02.2022, 17:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 16.02.2022, 16:53 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Der 11. März soll künftig auch in Deutschland dem Gedenken an die Opfer von Terroranschlägen gewidmet werden. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch die Einrichtung eines Nationalen Gedenktags. Das Datum erinnert an die verheerenden Anschläge in Zügen in Madrid mit fast 200 Toten im Jahr 2004. Der 11. März ist bereits europäischer Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt. Ihn auch national zu begehen, hatten SPD, Grüne und FDP im Koalitionsvertrag vereinbart.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) erklärte, dass der Nationale Gedenktag ab diesem Jahr begangen werde. Das Innenministerium wird dann den Angaben nach regelmäßig bundesweit eine Trauerbeflaggung an den Dienstgebäuden des Bundes anordnen. „Dieser Tag wird ein Tag der Erinnerung, des Mitgefühls, aber auch der Mahnung sein, mit aller Entschlossenheit gegen terroristische Bedrohungen vorzugehen“, betonte Faeser.

___STEADY_PAYWALL___

Betroffene sollen in den Mittelpunkt

Auch in den vergangenen Jahren hätten „furchtbare terroristische Taten“ wie das Attentat am Berliner Breitscheidplatz und die rechtsterroristischen Anschläge in Halle und Hanau Deutschland erschüttert. „Islamistische, rechtsextremistische und linksextremistische Anschläge haben in der Nachkriegsgeschichte großes Leid verursacht.“ Faeser fügte hinzu: „Wir wollen, dass die Opfer nie vergessen werden.“

Aus Sicht der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan (SPD), sollte der geplante Gedenktag die betroffenen Menschen in den Mittelpunkt stellen. „Es ist beschämend, wenn den Tätern oftmals mehr Aufmerksamkeit zukommt als den Toten und Verletzten. Ihrer muss gedacht werden, darum soll es an dem neuen Feiertag gehen“, sagte sie der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Ich freue mich, dass wir diese Würdigung mit der Bundesregierung nun schnell angehen.“ (epd/mig)

Aktuell Panorama
Auch interessant
UNTERSTÜTZE MiGAZIN! (mehr Informationen)

Wir informieren täglich über Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Um diese Qualität beizubehalten und den steigenden Ansprüchen an die Themen gerecht zu werden bitten wir dich um Unterstützung: Werde jetzt Mitglied!

MiGGLIED WERDEN
MiGLETTER (mehr Informationen)

Bestelle jetzt den kostenlosen MiGAZIN-Newsletter:

MiGDISKUTIEREN (Bitte die Netiquette beachten.)