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Kundgebung

Bundeskanzlerin Merkel wird Rede gegen Antisemitismus halten

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird bei einer Kundgebung vom Zentralrat der Juden eine Rede gegen Antisemitismus halten. Derweil beklagen Muslime die fehlende Anteilnahme nach drei Brandanschlägen auf Moscheen innerhalb von nur acht Tagen.

Donnerstag, 21.08.2014, 8:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 24.08.2014, 15:24 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Der Zentralrat der Juden in Deutschland will mit einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor in Berlin gegen Antisemitismus protestieren. Bei der Aktion am 14. September werde auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Rede halten, teilte der Zentralrat am Dienstag mit. Zudem sollen den Angaben zufolge der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und der Vorsitzende der katholischen deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, Reden halten. Die Veranstaltung steht unter dem Titel „Steh auf! Nie wieder Judenhass!“.

„In den vergangenen Wochen wurden wir Zeuge, wie blanker Judenhass sich offen Bahn gebrochen hat“, sagte Zentralratspräsident Dieter Graumann. Anschläge auf jüdische Bürger und Synagogen sowie „unfassbare und schockierende Hass-Parolen“ auf deutschen Straßen hätten in der jüdischen Gemeinschaft große Sorgen ausgelöst. „Dennoch lässt sich die jüdische Gemeinschaft nicht einschüchtern, sondern setzt weiter auf die Gestaltung eines selbstbewussten jüdischen Lebens in Deutschland“, betonte Graumann.

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Bei Protesten in Deutschland gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen hatten Demonstranten in den vergangenen Wochen antisemitische Parolen gerufen. Darüber hinaus verübten anti-israelische Aktivisten Angriffe auf jüdische Einrichtungen und bedrohten jüdische Bürger. Ende Juli wurde auf die Synagoge in Wuppertal ein Brandanschlag verübt.

Derweil macht sich auch unter Muslimen zunehmend Besorgnis breit, nachdem innerhalb von acht Tagen drei Moscheen Ziel von Brandanschlägen wurden. Eine im Bau befindliche Moschee in Berlin wurde erheblich beschädigt, in zwei weiteren in Bielefeld haben Unbekannte Exemplare des Korans angezündet und damit Brand im Gebetsraum gelegt. Die Polizei schließt inzwischen einen politischen Hintergrund nicht aus. In Berlin wurden Spuren von Brandbeschleunigern im Schutt gefunden. Muslime kritisieren das Ausbleiben der öffentlichen Empörung und die fehlende Anteilnahme von Seiten der Politik. (epd/mig)

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