MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.

Bundespräsident Christian Wulff, Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010

Kundgebung gegen Antisemitismus

Nach Merkel sagt auch Gauck zu

Zu der Kundgebung des Zentralrats der Juden gegen Antisemitismus wird auch Bundespräsident Joachim Gauck kommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bereits zugesagt. Thema der Kundgebung ist: Steh auf! Nie wieder Judenhass.

Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auch Bundespräsident Joachim Gauck seine Teilnahme an einer Kundgebung gegen Antisemitismus in Berlin zugesagt. Dies sei ein ganz „besonderes und bewegendes Zeichen der Solidarität und der Verbundenheit“, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, am Dienstag in Berlin.

Nach Angaben des Zentralrats wird Merkel die Hauptrede halten. Als weitere Redner werden der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sowie der Präsident des World Jewish Congress, Ronald S. Lauder, erwartet.

Zu den Unterstützern gehören zudem der Deutsche Fußball-Bund, der Deutsche Olympische Sportbund, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Aktion Sühnezeichen, hieß es. Das Motto der Kundgebung am Brandenburger Tor lautet „Steh auf! Nie wieder Judenhass!“ und findet am 14. September statt.

In den vergangenen Wochen sei in vielen deutschen Städten Hass auf Juden wieder offen ausgebrochen, sagte Graumann weiter. Antisemitische Hetzparolen, tätliche Angriffe und Bedrohungen sowie Anschläge auf Synagogen hätten nicht nur in der jüdischen Gemeinschaft, sondern in großen Teilen der Gesellschaft tiefe Besorgnis und Entsetzen ausgelöst. Dennoch lasse sich die jüdische Gemeinschaft nicht einschüchtern, sondern setze weiter auf die Gestaltung eines selbstbewussten jüdischen Lebens in Deutschland. (epd/MiG)

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...