Studie

Der Teufel an der Wand hat einen türkischen Migrationshintergrund!

Am 2. April 2009 hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die sozialwissenschaftliche Studie von Sinus Sociovision „Diskriminierung im Alltag - Wahrnehmung von Diskriminierung und Antidiskriminierungspolitik in unserer Gesellschaft“, vorgestellt. Die Untersuchung zeigt erhebliche Defizite und verzerrte Wahrnehmungen in der Gesellschaft auf. Kapitel für Kapitel lesen sich die Ergebnisse der Erhebungen so, als lebten viele der Befragten nicht im Europa des 21. Jahrhunderts.

Von Montag, 20.04.2009, 7:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 29.08.2010, 12:31 Uhr Lesedauer: 11 Minuten  |   Drucken

Besonders die Befunde in den Kapiteln über Benachteiligte „wegen der Religion oder Weltanschauung“ und „wegen der ethnischen Herkunft oder der Hautfarbe“ sind nicht nur besorgniserregend, sondern auch ein Armutszeugnis für das von der Bundeskanzlerin Angela Merkel ernannte Integrationsland Deutschland, zu dessen wesentlichen Bestandteilen nicht nur das Staatsgebiet, die Staatsgewalt sondern auch das Staatsvolk – die Gesellschaft – zählen. Im Folgenden eine Zusammenfassung der Ergebnisse, die aus der Befragung des letzteren gewonnen wurden:

Mit dem Stichwort „Religion“ assoziieren die Befragten Gruppen zunächst Begriffe wie „Islam, Moslems, Türken, Rückständigkeit, Intoleranz oder Fundamentalismus“, um im nächsten Schritt an „Unterwanderung, Bedrohung, Terror, Zwangsheirat und Ehrenmord“ zu denken. Ausgehend von diesen Assoziationsmustern überraschen auch die folgenden Ergebnisse nicht. So haben beispielsweise 45 Prozent nichts dagegen, dass nach jedem Terroranschlag als Erstes die Muslime verdächtigt werden. Der Ansicht, dass die meisten Muslime intolerant und gewalttätig seien, stimmten sogar fast 40 Prozent zu. Jeder zweite Befragte gibt zu dem an, dass er nicht mit einem Türken in einem Haus wohnen möchte und jeder vierte ist der Ansicht, dass Menschen mit schwarzer Hautfarbe nicht nach Deutschland passen.

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Ungenutzte Potenziale vs. Diskriminierung im Alltag
Eine der Ursachen für die desolaten Ergebnisse reißt die Studie lediglich in einem Nebensatz auf, „wie man es aus einschlägigen Medienberichten gelernt hat.“, ohne Näheres auszuführen. Um die „einschlägigen Medienberichte“ zu analysieren, reicht es bereits aus, die Zeit um nur zweieinhalb Monate zurückzudrehen und ein Vergleich anzustellen:

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung stellte gegen Ende Januar 2009 in einem Exklusivbericht im als seriös geltenden Politmagazin „Der Spiegel“ eine sogenannte Studie unter dem Namen „Ungenutzte Potenziale“ vor. Diese Studie kommt nach augenscheinlich verzerrten Vergleichen zu dem unhaltbaren Ergebnis, dass Türken mit Abstand die am schlechtesten integrierte Migrantengruppe in Deutschland sind, was dann auch vom Spiegel so verbreitet wurde. Print- wie Rundfunkmedien hoben in den Folgetagen und Wochen das schlechte Abschneiden der Türken hervor und vermittelten den Eindruck, als sei die Herkunft ursächlich für das Abschneiden der Migranten. Zahlreiche Politiker wie Personen des öffentlichen Lebens lobpreisten die Befunde als erkenntnisreich, interessant oder lehrreich.

Drehen wir die Zeit wieder um knapp zweieinhalb Monate vor bis zum 2. April 2009, der Tag an dem die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die Sinus-Milieu-Studie vorstellte und die Tage danach. Wie viele Medien haben über die Studie von Sinus Sociovision „Diskriminierung im Alltag“ berichtet? Wer sich die Mühe gemacht und gezählt hat, hatte nicht viel zu tun. Vier Zeitungen mit insgesamt vier Artikeln brachten die Befunde der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unters Staatsvolk.

Die Zeit, die am ausführlichsten berichtete, titelte „Bürger fürchten Überregulierung“ und machte auf alles andere aufmerksam, als auf die Befunde unter den oben aufgeführten zwei Kapiteln. „Gleichberechtigung ist den meisten Deutschen wichtig. Die konkrete Antidiskriminierungspolitik stößt jedoch auf Skepsis.“ War der Grundtenor des Artikels.

Die „Kölnische Rundschau“ legte den Schwerpunkt auf ältere Menschen. „Rund jeder Fünfte in Deutschland ist der Ansicht, dass Ältere in der Gesellschaft diskriminiert werden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Berlin.“ Nicht das einzige Ergebnis, wie wir wissen.

Unter dem Titel: „Diskriminierung – na und?“ scheint es die Frankfurter Rundschau auf den Punkt zu bringen. Beim Durchlesen des Artikels wird man allerdings enttäuscht, möchte man etwas über „Religion > Moslems > Türken > Ausländer > Bedrohung“ erfahren.

Der letzte und vierte auffindbare Artikel über die Studie ist aus der TAZ. Unter „Hierarchie der Schwachen“ wird der Artikel mit „Gerade Menschen mit wenig Geld und Konservative halten einen gesetzlichen Diskriminierungsschutz von Homosexuellen, Ausländern und Andersgläubigen für nicht notwendig.“ eingeleitet. Im Artikel selbst werden einzelne Punkte erwähnt, wobei penibel darauf geachtet wurde, Muslime, Islam oder Türken nicht zu nennen.

Wie kam es, dass die Berliner Studie „Ungenutzte Potenziale“ so großen Anklang fand und die Studie „Diskriminierung im Alltag“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes derart unbeachtet blieb? Waren die oben erwähnten Ergebnisse oder die Assoziationsketten für bunte, hübsch aufgearbeitete 3D-Charts oder für reißerische Schlagzeilen ungeeignet? Ganz sicher nicht; ganz im Gegenteil!

Möglicherweise lag es daran, dass die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Martina Köppen, bei der Präsentation der Studie auf keines der „brisanten“ Befunde in Bezug auf Türken bzw. Muslime aufmerksam machte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass weder Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble noch die für Integration zuständige Staatsministerin Maria Böhmer oder Familienministerin Ursula von der Leyen bei der Präsentation anwesend waren, wie es bei Vorstellungen von bedeutenden bzw. „Bedeutung zugemessenen“ Forschungsergebnissen oftmals der Fall ist.

Türken/Muslime in der medialen Berichterstattung
Möglicherweise lag es aber auch daran, dass Medien – die so genannten vierte Staatsgewalt – mitverantwortlich für diese Ergebnisse sind. Wissend um diesen Umstand, duckt man sich lieber und macht sich möglichst klein, um sich selbst nicht zu outen.

Denn eine Auswertung aus über einem Dutzend quantitativen und qualitativen Presseuntersuchungen ergibt, dass Ausländer deutlich häufiger mit Kriminalität und insbesondere mit Gewaltdelikten in Verbindung gebracht werden als Deutsche. Sie erscheinen als Bedrohung. Weiterhin werden Ausländer häufiger im Zusammenhang mit Kosten genannt, die sie den Deutschen aufbürden oder als Fremdkörper dargestellt, deren Anwesenheit aufgrund ihres Daseins die deutsche Lebensart beeinträchtigt. 1 Hinzu kommen konstruierte Bedrohungsszenarien im Zusammenhang mit dem internationalen Terrorismus, die in erster Linie auf Muslime fokussiert behandelt werden und jährlich sowohl vom Bund als auch von den Ländern in den Verfassungsschutzberichten von den jeweiligen Innenministern vor einer Schaar von Journalisten präsentiert und entsprechend abgedruckt werden.

Ein weiterer interessanter Befund der Auswertung zeigt, dass von der negativen bzw. verzerrten Berichterstattung insbesondere Migranten aus der Türkei betroffen sind 2 , die von den Rezipienten sowohl in ihrer Eigenschaft als Türke als auch in ihrer Eigenschaft als Muslim wahrgenommen werden.

Berichte in den Massenmedien über Kindergärten und Schulen, in denen der Ausländeranteil zu groß sei, über gestiegene Kriminalität in den Ghettos und über Ehrenmorde, über Sprachprobleme von Ausländern und über die arbeitslosen Gastarbeiter, die den Sozialstaat ausnehmen, über Moscheebauten in Parallelgesellschaften und über unterdrückte Frauen mit Kopftuch und Zwangsheirat, über so genannte fundamentalistisch-islamistische Terroristen oder Schläfer, die unter uns leben mit möglichen Anschlagszielen in unserer näheren Umgebung und über Sicherheitspakete sowie Rasterfahndung, über neue, noch sicherere Personalausweise und über die Verschärfung des Ausländerrechts mit Datenspeicherung und Rasterfahndung, über Lehrerinnen mit Kopftüchern, die das Neutralitätsgebot des Staates gefährden und über unkontrollierbare, unheimliche Hinterhofmoscheen, wo Hassprediger am Werk sind, über das brutale Schächten im Islam und über den Jihad, der inzwischen entstellt nur noch als heiliger Krieg wiedergegeben wird.

Diese Aufzählung ist sicherlich nicht einmal abschließend. Dennoch hinterlässt bereits die Erwähnung einiger dieser Schlagwörter beim Leser ein unbehagliches Gefühl zurück. Die Gesellschaft wird diesen Themen täglich ausgesetzt.

Es darf hier nicht der Eindruck entstehen, als sollten Medien beschönigen und Politiker schweigen oder umgekehrt. Probleme gehören an die Tagesordnung, wie es das Ausmaß der Problematik es gebietet. Es ist aber fatal, beispielsweise ein aus einem Eifersuchtsmord – der in Deutschland in aller Regel als Familiendrama bezeichnet wird – einen Ehrenmord zu konstruieren, wie es die Staatsministerin für Integration, Maria Böhmer, getan hat, nur weil der Täter einen türkischen Migrationshintergrund hat. Ebenso sind Äußerungen folgender Art fatal: „Wenn wir nach Schätzungen der Kriminalpolizei zwischen 20 000 und 30 000 Zwangsverheiratungen von jungen muslimischen Frauen in Deutschland pro Jahr haben …“ Diese Worte gehören dem Bayerischen Innenminister Joachim Hermann. Weder Bundes- noch Landeskriminalamt konnten diese Zahlen trotz ausdrücklicher Nachfrage bestätigen. Wie denn auch? Im Jahre 2007 wurden in Deutschland insgesamt 368 329 Ehen geschlossen. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge leben in Deutschland ca. 3,2 bis 3,5 Millionen Muslime (ca. 4 Prozent der Gesamtbevölkerung). Selbst wenn man 5 Prozent aller Eheschließungen aus dem Jahre 2007 Muslimen zuordnet, kommt man gerade einmal auf ca. 18 500 Eheschließungen. Auf Roland Kochs ausufernden und an Undifferenziertheit kaum mehr zu überbietenden Hessischen Wahlkampf im Jahre 2008 über „zu viele ausländische kriminelle Jugendliche“ wollen wir nicht einmal näher eingehen. Und nicht minder problematisch ist es, wenn Herr Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die Deutsche Islamkonferenz im Zusammenhang mit Terrorprävention erörtert.

Auswirkungen der medialen Darstellung auf die Integration
Die Folgen? Eine Zusammenfassung aus mehreren Einzelstudien über die Wirkung medialer Präsentation kommt zu dem Ergebnis, dass eine über längere Zeit in einer Vielzahl von Medien nahezu einstimmig verbreitetes Negativbild von ethnischen Minderheiten, in dem vielfach der „bedrohliche und kriminelle Ausländer“ thematisiert wird, einen maßgeblichen Einfluss darauf hat, welches Bild sich die Rezipienten solcher Medienbotschaften von ethnischen Minderheiten in Deutschland machen. 3 Die größtenteils negativ verzerrte Darstellung der ethnischen Minderheiten in den Medien wirken nicht nur verstärkend auf bereits bestehende negative ethnozentrische oder ausländerfeindliche Einstellungen, sondern führen auch zur Entstehung eines Negativbildes, von Ressentiments, Misstrauen und mangelnder Akzeptanz, diskriminierendem oder gar feindlichem Verhalten. 4

Medien wie Politiker haben Tag für Tag maßgeblich mit dazu beigetragen, dass der Teufel, den sie gemeinsam über viele Jahre an die Wand gemalt haben, einen türkischen Migrationshintergrund bekommen hat. Dies hat sich in der Vorstellung der Mehrheitsgesellschaft derart festgesetzt, dass wir an dem Punkt angekommen sind, den uns die Studie anschaulich vor Augen führt. Daher dürfte das große Schweigen sowohl der Medien als auch der Politiker über die Ergebnisse der Sociovision-Studie nicht überraschen. Schließlich ist es das Produkt ihrer eigenen täglichen Arbeit.

Allein schon die Fülle bedrohlicher Nachrichten der oben genannten Art suggerieren dem Rezipienten, dass man Angst haben muss, was sich eben auf die Ergebnisse der Untersuchung niedergeschlagen hat. Daher verwundern auch die Feststellungen in der Sinus-Milieustudie nicht, dass die Befragten eben Angst haben. 5

Für ein Integrationsland wahrlich keine guten Voraussetzungen. Insbesondere deshalb nicht, weil die Darstellung von Migranten in deutschen Massenmedien eine doppelte Bedeutung für den Integrationsprozess hat. Massenmedien liefern nicht nur einen Beitrag zur Integration der Migranten in die deutsche Gesellschaft, sie beeinflussen auch die Akzeptanz der Migranten durch die Aufnahmegesellschaft. 6

Angesichts dessen ist es keinem deutschen Vermieter zu verdenken, wenn er seine Wohnung in guter Lage lieber einem Deutschen vermietet als einem Türken. Ebenso kann man es einem Unternehmer nicht verübeln, wenn er bei der Einstellung eines Arbeiters oder eines Azubis dem Deutschen – unabhängig von den Qualifikationen der Bewerber – den Vorzug vor dem Muslim gibt. Schließlich kann man auch die Grundschullehrerin nicht anprangern, wenn sie die Eltern der Ayse meidet, weil die Mutter ein Kopftuch trägt oder sogar die kleine Ayse in eine Hauptschule verweist, obwohl ihre Leistungen für eine Realschule reichen. Benachteiligungen dieser Art sind hier zwar kurz exemplarisch genannt, sind aber in zahlreichen Studien belegt, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann.

Unter Berücksichtigung dessen haben jegliche Integrationsbemühungen von Migranten und allen voran Türken, die gleichzeitig Muslime sind, in Deutschland einen schweren Stand, da sie täglich gegen den Strom schwimmen. Sämtliche Bemühungen werden durch negative und verzerrte Darstellung regelrecht torpediert. Ein noch so vorbildliches Auftreten während eines Bewerbungsgesprächs wird beispielsweise einem Ahmet Öztürk nicht helfen, wenn der Entscheider vor ihm die Tageszeitung gelesen hat und nach einem Blick auf die Bewerbung denkt, der Bewerber wohnt in einer Parallelgesellschaft und ist höchstwahrscheinlich zwangsweise verheiratet. Ehen, die aus Liebe geschlossen werden, kann es bei 20 000 bis 30 000 Zwangsverheiratungen pro Jahr schließlich kaum geben.

Die Integration wird daher im Wesentlichen mit davon abhängen, ob die öffentliche Diskussion in Deutschland über ethnische Minderheiten von Verzerrungsfaktoren befreit und sachlicher geführt wird. Aber weder der Nationale Integrationsplan von der für die Integration zuständige Staatsministerin Maria Böhmer enthalt einen Passus in diese Richtung noch der von Innenminister Wolfgang Schäuble initiierte Islamkonferenz, was nicht hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt. Bleibt zu hoffen, dass die aktuellen Studienergebnisse – allem Schweigen zum trotzt – zumindest einen Denkanstoß in diese Richtung geben.

  1. Daniel Müller, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 100 f.
  2. Daniel Müller, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 101f.
  3. Sonja Weber-Menges, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 174 f.
  4. Sonja Weber-Menges, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 139 f.
  5. Sinus Sociovision-Studie: „Diskriminierung im Alltag – Wahrnehmung von Diskriminierung und Antidiskriminierungspolitik in unserer Gesellschaft“ [pdf], S. 57, 60, 70
  6. Sonja Weber-Menges, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 176 f.
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  1. Gökhan sagt:

    ABİCİM HELAL OLSUN! [übers.: Bravo!]

    Endlich mal Jemand der der den Finger in die Wunde legt!
    Jahrelang habe ich mich aufgeregt warum denn mal kein Kontra von unserer Seite kommt!
    Artikel über Istanbul : Foto mit vershcleierten Frauen!
    Niemand kann mir erzaehlen dass dies alles nicht mit Absicht getan wird.Als ob es keine anderen Fotos von Istanbul gaebe!

    Heuchlerei Doppelmoral Selbstgefaelligkeit Arroganz Überheblichkeit.
    Deswegen lebe ich seit 2 1/2 Jahren in der Türkei, obwohl ich in D aufgewachsen bin und dort 26 Jahre gelebt habe, vermisse ich D-Land keineswegs.Im Gegenteil.Und falls es jemanden in D interessieren sollte, Ihr habt mit mir keinen Fürsprecher hier in der Türkei.

    • Roi Danton sagt:

      @Gökhan

      Das Kompliment gebe ich gerne vollinhaltlich zurück.
      Wenigstens sind wir beide jetzt da, wo wir hingehören.

      • Gökhan sagt:

        Hallo Danton,

        wo ich hingehöre, bestimme ich selbst, is ja nicht so als ob ich bei diesem Thema irgendwas auf die Meinung anderer geben würde.
        In der Türkei ist’s nunmal besser für mich.
        Komme aber ab und zu noch nach D-Land, bin deutscher Staatsbürger, der Vorteile wegen ;-)

        • Roi Danton sagt:

          @Gökhan

          `…vermisse ich D-Land keineswegs.´
          `…ihr habt mit mir keinen Fürsprecher in der Türkei.´
          `…bin deutscher Staatsbürger, der Vorteile wegen.´

          Und Sie, Herr, reden von Heuchelei, Doppelmoral, Selbstgefälligkeit, Arroganz und Überheblichkeit?
          Ausgerechnet Sie?

          Ich befinde mich in dem Land, in dem meine Vorfahren und deren Vorfahren geboren wurden. Eine andere als die deutsche Staatsbürgerschaft brauche ich nicht, weil mein Vaterland mir genügend Vorteile bieten kann.
          Ich muss nicht die eines anderen ausnutzen.
          Ihre Macke, D-Land anstatt Deutschland zu schreiben, ist eine exorbitante Respektlosigkeit, Herr deutscher Staatsbürger.
          Schreibe ich ,wenn ich die Türkei meine, etwa T oder T-Land?

  2. THE TURK sagt:

    Ich kann nur bestätigen was hier steht. Obwohl ich drei Diplome, einen Gesellenbrief und mehrere Zertifkate und Urkunden mit sehr guten Noten besitze, finde ich keine angemessene Arbeit in Deutschland für mich. Alles was sie einem ,,Türken“ anbieten ist unterbezahlte Leiharbeit. Mir zum Beispiel kann keiner behaupten ich hätte mich nicht weiterbegildet oder ich wäre kriminell. Die Weiterbildungen habe ich zu 100% selbst ruinös finanziert. Wie dem auch sei, dabei kann man sehr viel verzweifeln. Und auch wo man denkt, dass der oder der Job zu 100% nun klappt, wird man am Ende doch wieder abserviert. Man bleibt auf der Strecke und wenn man dann auch noch verschuldet ist bleibt nur noch eins über > Mit dem Wagen gegen ein Baum fahren und dann die ganze […] hinter sich lassen.

    • Gökhan sagt:

      Komm in die Türkei.Hier wird man sich um Dich reissen.Weiss ich aus eigener Erfahrung.
      Es gibt sehr viele Führungspositionen zu vergeben und das Land befindet sich im Aufbruch, vielsprachliches Personal mit interkulturellen Kompetenzen ist heissbegehrt!

      Bin jetzt seit 2 1/2 Jahren hier und arbeite als Export Sales Manager in einer grossen Firma.
      Mein Leben oder bzw. mein Blick aufs Leben hat sich hier in der Türkei komplett zum besseren bewegt.
      Besonders auch auslaendische Firmen die sich in der Türkei ansiedeln, suchen haenderingend nach Menschen wie Dir.

      Almanya’da değerimizi bilmiyorlar. [übers.: In Deutschland schätzen die uns nicht] Na und?!Onlar kim! [übers.: Wer sind die?]

    • Roi Danton sagt:

      @THE TURK

      Es tut mir leid, aber ich glaube, Ihre vergebliche Stellensuche liegt weniger am Rassismus, sondern an den kühlen 5 (Fünf) Millionen Arbeitssuchenden in Deutschland.
      Seien sie sich selbst gegenüber ehrlich; wenn Sie eine Firma hätten und von zwei Bewerbern wäre einer Türke und einer Deutscher, bei gleicher Qualfikation.
      Wen würden Sie einstellen?
      Seien Sie ehrlich.

      Na?

      Eben!

      • delice sagt:

        Kommisch nur, dass man noch nicht den Blick dafür hat, Menschen wie uns zu fördern.

        Nichts dagegen, aber, wenn man ein Herz für Kinder, Behinderte und Frauen hat, warum spricht dann alles gegen uns?

        Ich würde ehrlich gesagt, den Türken nehmen. Ich habe meine erste Ausbildung nur einem deutschen Unternehmer zu verdanken, der bewußt sich für mich als Ausländerkind eingesetzt hatte. Leider verstarb er kurze Zeit später, und mein Leben während der ganzen Zeit (fast drei Jahre) in meiner Ausbildung wurde mir zur Hölle gemacht! Gerade von einem, der Deutscher war als Deutsch, einem typischen Vertriebenen aus dem Sudetenland, der zudem blöderweise auch noch sehr türkisch aussah, also leicht dunkel wurde, wenn die Sonne schien! Ich denke, der müsste schon lüängst in der Hölle sein, so bösartig wie der war!

      • Gökhan sagt:

        Hallo Roi Danton,

        ein Firmenchef der halbwegs professionell denken kann und nicht gerade ein Gas Wasser Heizung Unternehmen sein Eigen nennt, wird sich immer für den türkischen Bewerber entscheiden müssen.
        Wenn beide Bewerber, der Deutsche und der Türke genau gleich qualifiziert sind, ist der Türke seinem deutschen Mitbewerber immernoch in einigen Punkten Voraus:
        Interkulturelle Kompetenz, Sprache.

        Wichtige Eigenschaften in einem Multikulti-Land wie Deutschland.
        Auch sehr wichtig wenn man als Firma gerne in einem Boom-Land wie der Türkei mitmischen möchte.
        Aber wie gesagt nich so wichtig wenn man GAsWasserHeizungs Installateure sucht, stimmt schon.

        • Roi Danton sagt:

          Jetzt war ich mal an der Reihe mt Denkfehler.
          Natürlich würde Kommentator `THE TURK´ den türkischen Bewerber vorziehen.
          Aber wenn ich Kartoffel vor dem Personalchef von sagen wir mal Egetürk, Efes oder Öger-Tours sitzen würde, und meine Mitbewerber wären Türken, wie sähen da wohl meine Chancen aus?

          Eben.

          PS: `Interkulturelle Kompetenz´ ist ein Soziologen blabla wischiwaschi Quatsch. Das ist dasselbe, als würde ich einn Hausmeister `Consultant supervising chief engineer´ nennen. Hohles Gerede.
          Sie halten die Türkei für ein Boom-Land, in dem irgendwer mitmischen will?
          Ich frage mich nur wer?

          • Sie halten die Türkei für ein Boom-Land, in dem irgendwer mitmischen will? Ich frage mich nur wer?

            Siemens eröffnet in der Türkei eine der modernsten Fabriken weltweit

            Siemens hat in der Nähe von Istanbul eines seiner modernsten Werke weltweit eröffnet und somit die Voraussetzung für eine weitere Expansion in der Wachstumsregion Türkei geschaffen. Quelle

  3. delice sagt:

    Schön, dass man hier die Rolle der deutschen Medien zur Sprache bringt, die niemand bisher erkennen wollte. Dass sie nämlich ob links oder rechts sehr schädlich auf die Integration und die deutsche Gesetzgebung sich ausgewirkt hatte. Ein Teufelskreis!

    Aber bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, dass die türkische Dogan-Gruppe in einer Parnerschaft mit dem Springer-Verlag ist! Einer Verlagsgruppe, die die Sperspitze dastellt.

    Außerdem denke ich, dass man sich vor Konkurrenz sich fürchtet! Vor allem will man keinen türkischen Wettbewerber! Deutsche akzeptieren Arbeits-Kollegen,Mitarbeiter und Vorgesetzte aus der ganzen westlichen Welt, aber eienen Türken, den wollen sie nicht haben.

    Ausländer. mit christlichem Glauben, bestärken Deutsche, auch darin. Manchmal hetzen auch sie die Deutschen auf uns. Sie sind oft sehr schwer auszumachen. Sie dann deutscher als deutsch! Ihr Name ist Deutsch und ihre Religion ist christlich, und auch sie sind Unternehmer, Nachbar und Kollege oder Mitarbeiter. Aber ihr Hass ist umso unbändiger! Auch sie provozieren, man kann Sie nicht gleich betimmen! Denn auch sie sitzen in der Redationen, auch sie wettern gegen uns, ohne dabei ihre wahre Intention offen zu legen! Nur, wenn man richtig sich erkundigen würde, würde man erkennen, dass sie auch einen Emigrationshintergrund haben!

    Ein Zeichen dieser Provokateuere, auch als ehemalige Ausländern ist ihr Hinweis eines Kreuzes über der Brust, umgehängt baumelt über dem Auto-Rückspiegel, so als müssten sie es besonders betonen, dass sie, auch wenn sie als Ausländer zu erkennen sind, wirklich keine Muslime sind. Überrtirebenes Schweinefleisch essen gehört dazu! Hinzu kommt, dann die extreme (vorgetäuschte und heuchlerische) Gläubigkeit, die gegenüber den Einheimischen, wie den regelmäßigen Kirchgang an jedem Sonntag, vorgzeigt wird!

    Daswird zu wenig beachtete!

  4. sonat sagt:

    […] wenn ich sehe was für einen negativen einfluss die medien auf das volk haben bin ich gegen pressefreiheit!!!!!!!!
    ich hoffe diese problematik wird erkannt und es wird was dagegen getan, und das möglichst schnell…

    • Gegen die Pressefreiheit zu sein, ist definitiv falsch. Schreibe lieber Lesermails an die Redaktionen und mache auf verzerrte Darstellungen aufmerksam. So wenig man das auch mitbekommt, werden Reaktionen und Lesermails von den Journalisten gerne gelesen. Dann haben alle was davon ;)

      • delice sagt:

        Zum einen gibt es diese so genannte „Pressefreiheit“ in Wirklichkeit auch nicht!

        Der Kuchen ist bereits aufgeteilt. Große Unternehmer-Familien stehen dahinter, z.B. Bertelsmann-Mohn-Gruppe, Burda, Axel Springer-Verlagsgruppe usw.!

        Deutschen Redakteueren wird sogar eine Selbstverpflichtung vor einemArbeitsvertag vorgelegt, der ihnen soagr verboetet gegen bestimmte Themen und Länder zu schreiben, die Schere im Kopf. Dann gibt es auch wirtschaftliche interessen, wie auch diepolitische Ausrichtung. Im Ganzen lässst sich sagen, dass eine wirkliche Pressefreihaeit auch nicht so gibt!

        Hinzu kommt, dass viele Journalisten wenig Ahnung von so vilem haben, dass ist die Rache für eine gewisse Verweigerungshaltung, dem sich zu viele freiwillig unterzogen haben, weil das Bildungssystem aber diese geistige Haltung zusätzlich fördert! Die Bereitschaft den eigenen Horizont zu öffnen kann man von deutschen Schreiberlingen nicht erwarten. Siehaben immer nur einen bestimmten Blickwinkel im Hirn, und den wiederholen sie nur in immer einer anderen Brühe!

        Es sind wirklich nur wenige, die etwas zu bieten haben, fie meisten sind akademische Halb- bis Unwissende! Trotzdem schaffen sie es aus einem Nichtwissen eine vermeintlich Meinung zu reproduzieren, ist zwar irgendwie zwar bemerkenswert, aber dennoch inhaltsleer!

        Die meisten haben keine Ahnung von dem, was wirklich passiert, selbst in ihrer unmittelbaren Nähe! Es wäre sicherlich auch enorm kräfteaufreibend, sich doch wenigsten einmal allumfänglich zu einem bestimmten, damit zu beschäftigen! Das Leben ist aber nicht aus einer Perspektive zu betrachten, es vielschichtig und in sich auch mehrfach verwoben. Denn ein Thema kann so viele Sichtweisen offenbaren, dass ein geistig einfach gestrickter Medienmensch nie durchsteigen kann, was aber schade ist. Denn sie sollten uns die Welt besser erkläreren!

        […]

    • Ohne Pressefreiheit würde es diese Seite auch nicht geben.

      • Roi Danton sagt:

        Bravo!

      • Mehmet sagt:

        Dann warten wir mal ab, bis Sie genügend Leser im Millionenbereich haben und die ersten Mediengeier sich auf Sie schmeißen. Mal sehen, wie unabhängig dann die Berichterstattung wird ;-))

        • Markus Hill sagt:

          Gute Anmerkung von Ihnen!!!
          Man weiss jetzt schon nicht, ob diese Seite etwas ein Messer im Kopf haben muss bei bestimmten Themen. Nicht aus Boshaftigkeit, sondern auch immer den schmalen Pfad der Aktzeptanz bei allen Gruppen zu finden. Es gehört Mut dazu, auch kritische Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Wollen wir einmal hoffen, dass es so bleibt. (Natürlich hat die Redaktion eine „Mission“, man muss ja nicht inhaltlich in allen Punkten übereinstimmen).:-)

    • THE TURK sagt:

      leider kann dann die stelle, die die pressefreiheit einschränkt, genauso das volk manipulieren. normalerweise ist ja schon die pressefreiheit durch die einseitige berichterstattung manipuliert, also ist dann auch die pressefreiheit schon eingeschränkt mit wenigen ausnahmen.

  5. TÜRKİYE sagt:

    Deutschland ist halt das Land der Doppelmoral. Ein Land, das unserer Türkei bei jeder Gelegenheit vorwirft seine Minderheiten zu unterdrücken, bei den Diskriminierungen im eigenen Land aber wegschaut.
    Sowohl ich als auch mein Vater haben Diskriminierungen erlebt. Wir sind zwar glaeubige, dennoch aber saekulaere Menschen, die die Gesellschaftordnung und Gesetze ın Deutschland akzeptiert haben. Aber klar, dass man dann trotzdem in das von den Medien und Politikern aufgebaute Feindmuster gedraengt wird.
    Die deutschen Medien scheinen verrückt geworden zu sein auf das Thema ‚RELİGİON‘. Fast jeden Tag kommt ein Artikel, das etwas mit der Religion zu tun hat, und die Bevölkerungsgruppen gegeinander befremdet und nahezu aufhetzt. Jetzt bin ich grad in der Westtürkei, hıer ist einfach nur Idylle und man kann sich von dem Mediengedöns in D entspannen. Es gibt hier religiöse und weniger religiöse Menschen aber keiner mischt sich – trotz der gegenwaertigen Spinnereien der AKP- in die Angelegenheiten des anderen ein -wie es in einem saekulaeren Land auch der Fall sein sollte. In Deutschland liess man hingegen früher Extremisten wie Kaplancı zu und heute hetyt man gegen den İslam als Ganzes, als ob die Muslime EİNE homogene Gruppe darstellen würden.

    Armes Deutschland, bei uns wurde Turgut Özal, ein Kurde Staatspraesident und auch bei anderen Berufen haben wir Kurden nicht diskriminiert. Seid ihr soweit, dass ihr einen türkischen Kanzler akzeptieren würdet….wohl kaum!
    Wahrscheinlich würden konservative Zeitungen, wie die WELT etc. Sturm laufen und von türkisch-islamischer Unterwanderung sprechen! […]

    • Umut sagt:

      Turgut Özal hat niemals behauptet, dass er Kurde sei. Also ist er auch kein Kurde, aber er war ein Präsident, der das Kurdenproblem friedlich lösen wollte. Aber komischerweise ist er kurze Zeit später gestorben , da war wohl jeman gegen die friedliche Lösung des Kurdenproblems ? Wenn einer wie Ahmet Türk, Selahattin Demirtas, Osman Baydemir.. in der Türkei Präsident wird, dann kann man erst sagen, dass ein Kurde in der Türkei Präsident geworden ist, aber nicht einen, der sich selber gar nicht als Kurden bezeichnet. Trotzdem mag ich Turgut Özal, weil er das Kurdenproblem friedlich lösen wollte, aber er war kein Kurde sondern Türke ! Die Kurden, die sich auch als Kurden bezeichnen, sind bei der DTP ! Da bin ich mal gespannt, ob einer von denen irgend wann in der Türkei Präsident werden kann, wenn sie nicht alle ins Gefängnis landen !

      • Zitat: „Die Kurden, die sich auch als Kurden bezeichnen, sind bei der DTP ! “

        Das scheint mir dann doch ein sehr verengter Blick auf die ethnische Zusammensetzung in der Türkei zu sein. Auf die Idee ethnische Zugehörigkeiten über Parteigrenzen zu definieren ist ja wohl mehr als abstrus.

        Darüberhinaus, schon Ismet Inönü war ein kurdisch-stämmiger Politiker (http://de.wikipedia.org/wiki/%C4%B0smet_%C4%B0n%C3%B6n%C3%BC). Und der Mann war letztendlich Atatürks Weggefährte, zweiter Staatspräsident der Türkei und oft genug Ministerpräsident. Und Inönü ist bei weitem kein Einzelschicksal.

        • Umut sagt:

          @Engin Karahan:
          Es gibt auch Türkische Politiker bei der DTP, und die DTP arbeitet auch mit vielen türkischen sozialistischen Parteien wie SDP,ÖDP,Emep..zusammen. Ich meinte nur, dass die Kurden, die sich auch als Kurden bezeichnen bei der DTP sind. Das ist kein verengter Blick. Ein verengter Blick wäre,wenn die kurdische Partei DTP gar keinen Kontakt zu den Türken suchen würde, aber sie suchen immer wieder Kontakt zu den Türken und zu den demokratischen,türkischen Parteien,solch eine Politik unterstützen wir Kurden.Das ist das Gegenteil vom verengten Blick !! Das ist das Zeichen, dass man zusammen etwas erreichen kann.
          Dann zeig uns mal bitte Belege, wo Ismet Inönü selber in einem Video oder sonst wo anders sagt, dass er Kurde sei.

        • delice sagt:

          Ismet Inönü wird aber unter die Anhänger des Sabbatai Zevi (Sevi), eine Sektierung des Judentums, der einmal viele europäische Juden auch beeinflusste, eingeordnet zu dieser Machtgruppe, wrd auch z.B. die Frau von Ecevit, Yilmaz (Krim Tatarische Juden der Kabbela) u.v.a. türkische Politiker, wie auch einen großteil der türkischen Macht-Elite! Gegründet, wurde sie nach der Erleuchtung des Sabbatai Sevi, aus Izmir, der aber auch in Selanik beheimatet war. Heute gint ers drei Strömungen dieser Elite-Gruppe, die sich auch schon mal gegenseitig aufhängen, siehe Menderes.

          Turgut Özal war mütterlicherseits, soweit ich weiß kurdisch-alewitisch, wenn ich nicht da irre.

          Eigentlich kann man erst recht nicht in der Türkei nicht richtig zu etwas bekennen, weil auch die Durchmischung der Bevölkerungsgruppen einen sehr hohen Grad haben. Es gibt angeblich auch über 4 Millionen Menschen aus dem Balkan, die heute hohe Stellung und Einfluss in Milltär, Wirtschaft und der Bürokratie haben.

          Wie auch in der osmanischen Zeit auch, hatten insbesondere Gruppen und Völker, die ausgeprägt eine hellere Haut hatten, besonders günstige Startchancen. Denn diese Bevölkerungsgruppen, hatten etwas was man immer schon geschätzt hatte, Odalisken, also hellhäutige Frauen, was bei den Kurden nicht ganz zutraf. Der Einfluß auf den Entscheider über Land und fruchtbare Böden konnten so über diesen Dreh, der Verheiratungen mit ihren hellhäutigen und auch blonden Töchter, bedeutend gefördert werden. Anwesende, bereits schon angesiedelte Gruppen, wurden so leicht auch ausgesiedelt (Sürün). Das Pech der Kurden, war auch, dass sie wenige Töchter hatten. die der Padischah begehrte, sie wurden so immer mehr in höhere und kahlere Landstriche und Berge verdrängt! Diese Sicht der Dinge wird z.B. nie berücksichtigt!

          Als, dann in den späten 60er Jahren immer mehr wieder von den Bergen abstiegen, ihr Hab und Gut also verkauften und sich in die Städte mehr und mehr ansiedelten, und nicht nur Häuser dort kauften, sondern auch Geschäfte eröffneten, wurde die Konkurrenz plötzlich deutlich spürbarer für die Platzhirsche. Und so kam es schnell auch zu sunnitisch-alewitischen Misstönen, und Links-rechts ideologien, die in kleinen Massakern schließlich endeten, wie z.B. in K. Maras und anders wo!

          Die PKK, hat dann noch dasSahnhäuptchen draufgesetzt, und hunderttausende Menschen Heimatlos gemacht!

          Rückblickend kann man nur sagen, dass irgendwie Opfer waren. Opfer von falsch ausgelegter und falschverstandener Religiösität und Patriotismus. Heute wissen viele in der Türkei, dass man große Fehler gemacht hat, und man ist auf Versöhnung aus. Viel Blut und Dreck am Stecken hat hier aber auch der so genannte „Westen“!

          Man muss sich doch einmal das ganze so vorstellen:

          Die Türkei, als treuer Verbündeter des NATO-Bündnisses“ unterstützt in jeder Form die Basken, die Korsen, die Lothringer, die Elsäßer, die Franken in Bayern, gegen ihre vermeintliche Unterdrückung auch mit den Waffen zu kämpfen! Aber wie sähe das nun aus? Und genau das hat der Westen bei uns angerichtet! Und wir bringen das immer noch nicht zur Aussprache und verlangen nicht einmal Rechenschaft von denen, dass ihr soweit gebracht habt uns gegenseitig zu Massakrieren!

  6. Memo sagt:

    Selamlar,
    was sollen wir machen?
    ich habe schon an so vielen Diskussionen im Internet usw. teilgenommen.
    Ich habe wie Ihr konstruktive, den Tatsachen entsprechende Argumente und Kritik gebracht.
    Es hilft alles nichts, mich schockieren immer wieder die Beiträge vieler Deutscher auf irgendwelchen internet Seiten.
    Vorallem wenn die Zeitungen wie Welt oder Bild etwas veröffentlichen. Das Bild über die Türken ist in D so extrem verzerrt und einfach falsch….
    Aber was wollen wir machen?
    Mir persönlich stinkt es langsam…
    Ich bin angehender Akademiker, bin 24 und es ist absolut untragbar!!!! Ich habe keine Lust mehr auf irgendwelchen Rechtfertigungen, Bemühungen usw um das türk. Bild bei den D zu verbessern..
    … viele dieser Engagements kommen ja von unserer Seite, ich persönliche denke, dass das Ganze einfach nur noch zu einem Hass / Ablehnung (gegenseitig) eskaliert ist.

    • Das Problem ist nicht einfach nur die Berichterstattung. Das ist ja das erschütternde Ergebnis der Studie. Die Medien liefern letzendlich nur das, was ihre Konsumenten von ihnen wollen. Man kann es als Teufelskreis ansehen und hinnehmen, oder doch versuchen, diesen Kreis irgendwie aufzubrechen. Und da braucht es einfach Mut auf Seiten der Medien, wieder einmal gegen den Strom zu schwimmen. (siehe Eberhard Seidels Beitrag in der taz: http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/verfall-der-oeffentlichkeit/)

    • Lautstarke Resignation ist der erste Weg zur Besserung.“ Erhard Blanck (*1942) und
      Hoffnung schadet der Resignation.“ Walter Ludin, (*1945)

      Man kommt nicht selten an den Punkt der Resignation. Gib aber die Hoffnung nicht auf, auch wenn es nicht einfach ist. Schicke Lesermails direkt an die Journalisten statt Kommentare in Internetforen zu posten. Konzentriere Dich auf die, die Gehör finden, die Schreiben und verbreiten und Dich zu Unrecht in ein schlechtes Licht rücken.

      Der gesamte Prozess, den die Gesamtgesellschaft durchläuft, steckt noch in den Kinderschuhen. Wir alle – Medien, Gesellschaft, Minder- und Mehrheiten – müssen gemeinsam wachsen. Unterstelle nicht, dass alle Journalisten mit Absicht verzerren oder Unwahrheiten verbreiten. Für viele gilt: „Denn Sie wissen nicht, was sie tun„. Belehre sie eines Besseren! Für andere gilt das Prinzip des Untertans von Heinrich Mann. Sie sind eben Arbeitnehmer und erledigen Aufträge. Und für die, die boshaft schreiben, gilt: Wir können nicht dafür sorgen, dass Sie die Wahrheit schreiben. Wir können aber dafür sorgen, dass Sie unverschämt lügen, indem wir Unwahrheiten, Verzerrungsfaktoren etc. entlarven und anprangern. Und zum Glück gibt es auch viele, die gut, sachlich und ehrlich schreiben.

      Eine positive Grundhaltung ist grundsätzlich immer von Vorteil. Die MiGAZIN-Redaktion kann Verstärkung gut gebrauchen ;) http://www.migazin.de/migmachen/

  7. elimu sagt:

    eins hab ich gefunden….
    nach langem suchen natürlich ……..

    http://www.sueddeutsche.de/immobilien/29/465617/text/#top

  8. MNK sagt:

    Ich fand den Beitrag sehr gelungen und sagt viel darüber aus, wie betroffene, in dem Fall eine vielzahl der Türken, fühlen und mitmachen müssen.
    Sicherlich müssen Türken auch selber zu Integration in Deutschland einiges beitragen und können sich nicht komplett rausreden. Aber, wie man aus der Studie sieht, sind viele Hindernisse vorprogrammiert. Eine Ghettoisierung oder Parallelgesellschaften ist daher ein Folgeprodukt dieser Haltung und Meinungsmacherrei der Medien und Politik.
    Die Motivation der Politiker ist aber zu durchschauen. Der G.W. Bush hat es sehr gut vorgemacht, wie das geht.
    In dem man Ängste schürt und einen Schuldigen findet, können regierende die Menschen oder Massen von wesentlichen Problemen ablenken und eigene Interessen besser lenken. Auch Gestze zu Kontrolle der Bevölkerung und Eingrenzung der Freiheiten Einzelner lassen sich einfacher durchsetzen, wenn man künstlich eine Bedrohung schafft.
    Wie man aus dere Studie sieht, ist dieses Gefühl schon bei der Bevölkerung latent vorhanden.

    Wenn Spiegel oder andere Verlage bzw. Medien eine Meinung unter die Leute verbereiten, muss man sich nur mal informieren, welchen Parteien oder Geldgebern Sie unterliegen.
    Die Redakteure sind deshalb in der Pflicht, die Berichterstattung entsprechend zu steuern.

    Leider ist das so.

    Aber ich sehe das trotzdem gelassen Gegenüber.
    Den die Türken brauchen nicht die Deutschen, sondern die Deutschen die Türken in Zukunft.
    Siehe Demographie in Deutschland.

  9. Pia sagt:

    Ich bin Deutsche und jedem Menschen in erster Linie unvoreingenommen. Es ist gleich, welche Hautfarbe jemand hat oder welcher Religion er angehört. Es ist wichtig, wie er mit anderen Menschen umgeht, ob er sozial handelt und tolerant ist. Arroganz, Neid und Missgunst treibt die Menschen auseinander und die Medien schüren das Ganze noch. Doch wir haben in Deutschland eine neue Plage….die Angstmacherei….sei es die Angst vor Ausländern, vor anderen Religionen oder vor Krankheiten. Schüren die Medien ordentlich das Feuer der Angst, wird sich keiner mehr um die wirklich wichtigen Themen der Menschheit kümmern, um das Tierartensterben, den Klimaschutz, die Aufrüstung. Angst ist ein Thema, dass auch gut im Sommerloch läuft…Vielleicht ist das einem schon mal aufgefallen ! Dabei wäre es eine so große Aufgabe, sich zu verbrüdern und die Probleme der Welt gemeinsam anzugehen. Es existiert ein gewaltiges Potential an Wissen unter allen Menschen, doch WIE nutzen wir das ?? Was für eine Verschwendung. Wir diskutieren über gute und böse Menschen und die Zeit verstreicht. Jeden Tag sterben Menschen auf dieser Welt durch Hunger…und keiner nimmt das wahr vor lauter Diskutiererei. Ich ärgere mich auch über solche unwahren, oberflächlich recherchierten Informationen, die meinungsmäßig in eine Richtung drängen, weil das schlecht ist für jede Art von Verbrüderung. Wenn wir nicht an einem Strang ziehen, werden wir keine positiven Veränderungen in diesem Land erreichen. Ich selbst fühle mich mehr europäisch als deutsch, weil mir die deutsche Art nicht wirklich liegt, dieses Jammern auf hohem Niveau. Die Religion eines Menschen wird viel zu hoch geschätzt. Auch in unterschiedlichen Staatssystemen gab es immer sowohl gute als auch schlechte Menschen. Religion kann Einfluß auf unsere Lebensweise haben, sollte immer akzeptiert sein, sollte aber nicht das Wichtigste im Leben eines Menschen darstellen. Jeder Mensch sollte eigenverantwortlich handeln, also sein Tun immer bedenken und ob es anderen Menschen schadet oder hilft. Ein guter Christ, Buddhist, Moslem wird immer auch ein sozial handelnder Mensch sein. Öffnet Eure Herzen und denkt über die Grenzen hinaus auch an andere.

    • Umut sagt:

      Hey Pia, bin von deiner Meinung beeindruckt, solche Menschen braucht Deutschland !

      • Pia sagt:

        Hallo, Umut,
        ..ich hoffe doch nicht, daß ich hier die Einzige bin, die so denkt. Ich habe übrigens sehr nette türkische Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen, auf die ich nicht verzichten möchte. Wir führen offene Gespräche über alle interessanten Themen und akzeptieren auch unterschiedliche Meinungen. Ich bin aber der Meinung, daß man voneinander lernen kann. Jeder Mensch hat besondere Lebenserfahrungen gemacht, die anderen helfen können, Dinge zu überdenken, die eigene Meinung zu revidieren. Objektiv und sachlich kann man über fast alles diskutieren, ohne verletzende Äußerungen zu machen. Ich lach auch oft über die eigenartige deutsche Natur. Letzendlich führt die Menschen aus verschiedenen Kulturen doch die menschliche Wärme und das gegenseitige Verstehen zusammen. Danke für Dein Kompliment ;o)

  10. Roi Danton sagt:

    @TÜRKIYE

    Soso, Turgut Özal war also ein Kurde.
    Der Mann hat Kurden wie Menschen behandelt und lediglich BEHAUPTET, seine Grossmutter sei Kurdin gewesen.
    Und wir Deutschen sollen einen Türken, nicht einen Deutschen mit türkischer Oma, als Kanzler akzeptieren.
    Sonst gehts aber noch?

    • Umut sagt:

      Hey, hätte nichtz gedacht, dass du dich im Kurdenproblem so gut auskennst. Respekt, nur deine rechte Seite stört mich manchmal, wenn du etwas sozialer und menschlicher denken würdest, dann wäre es sehr gut für die Menschheit. Denn gebildete Menschen dürfen nicht auf der rechten Seite sein, sondern sollten für das “ Miteinander“ etwas tun !

      LG

      • Roi Danton sagt:

        @Umut

        An meiner rechten Gesinnung kann ich nichts ändern, die ist nun mal so wie sie ist.
        Ich kann ja auch meine braune Augenfarbe nicht ändern.
        Aber historische Ungerechtigkeiten stören mich. Für mich haben die Kurden das gleiche Recht auf einen eigenen Staat wie die Basken.
        Und so wie die Franzosen sich aus Korsika verrollen sollten, haben die Engländer nichts in Irland verloren.
        Ich bin nicht so unsozial und unmenschlich, wie Du denkst.

      • Markus Hill sagt:

        Gewagte Behauptung. Es heisst nicht umsonst National-SOZIALISMUS! Da tun sich beide Lager nicht viel. Wobei auch noch rechts von rechts-extrem zu unterscheiden ist Man unterstellt auch nicht jedem von DIE LINKE, dass dieser für „Völkermord“ (Stalin/Mao) ist. Die Linken sind da mitnichten intelligenter, es kaum nicht auf die Partei, sondern auf den einzelnen Kopf an.