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Er [ein Paß] kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.

Bertolt Brecht, Flüchtlingsgespräche, 1940

Beiträge zum Stichwort‘ NSU-Prozess’


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Geschichte hat erst begonnen!

Zum NSU-Prozess und was er nicht leisten konnte

9. August 2017 | Von Oliver Harry Gerson | Ein Kommentar

Die Nebenkläger und ihre Vertreter sind mit dem bisherigen NSU-Prozessverlauf unzufrieden. Das ist nachvollziehbar, sie erwarten lückenlose Aufklärung. Doch das würde das Strafverfahren überfordern. Der Prozess ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einem großen Komplex. Von Dr. iur. Oliver Harry Gerson

Demonstration, NSU, Staat, Nationalsozialistischer Untergrund, Demo, Rechtsextremismus
Staatlicher Selbstschutz

Die Verhinderung von Aufklärung im NSU-Prozess durch die Bundesanwaltschaft

7. August 2017 | Von Isabella Greif, Fiona Schmidt |Von Isabella Greif, Fiona Schmidt | 3 Kommentare

Die Bundesanwaltschaft hält stoisch an ihrer Anklageschrift fest, der NSU sei ein isoliertes Trio. Dabei wurde sie vielfach widerlegt. Die Beschlüsse der Bundesanwaltschaft sind politische Entscheidungen und der staatliche Selbstschutz hat Vorrang. Von Isabella Greif, Fiona Schmidt.

Die Drei-Täter-Theorie wird zunehmend unglaubwürdiger © MiG
Brief an die Öffentlichkeit

NSU-Opferanwälte werfen Generalbundesanwalt Irreführung vor

1. August 2017 | 7 Kommentare

In einem Brief an die Öffentlichkeit melden sich die Anwälte der NSU-Opfer zu Wort. Darin kritisieren sie das Plädoyer der Bundesanwaltschaft scharf. Sie werfen ihm Irreführung durch verzweifeltes Festhalten an der „Drei“-Täter-These vor. MiGAZIN veröffentlicht den Brief im Wortlaut:

Beate Zschäpe, NSU, Beate, Zschäpe, Nazi, Rechtsradikal
Lehren aus dem NSU-Prozess

Kabinett beschließt TV-Übertragungen aus dem Gerichtssaal

1. September 2016 | Keine Kommentare

Noch bevor der NSU-Prozess in München begann, war die Aufregung groß. Denn nur wenige Medien sollten den Prozess direkt aus dem Verhandlungssaal verfolgen können. Ein neuer Gesetzentwurf der Regierung will das ändern.

Beate Zschäpe, NSU, Beate, Zschäpe, Nazi, Rechtsradikal
Beate Zschäpe

Ich bin’s nicht, Adolf Hitler ist’s gewesen

10. Dezember 2015 | Von Nasreen Ahmadi | 2 Kommentare

Nein, die kleine, unschuldige Zschäpe hatte nichts mit den NSU-Morden zu tun. Sie sei selbst Opfer. Das versuchte sie mit ihrer Einlassung jedenfalls zu erklären. Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Von Nasreen Ahmadi

Zeuge beim NSU-Prozess

Beamte drängten mich, in dem Radfahrer einen Ausländer zu sehen

28. Januar 2015 | Keine Kommentare

Am Tatort des Kölner Nagelbombenanschlags wollen Zeugen einen der NSU-Terroristen erkannt haben. Mit ihren Aussagen im NSU-Prozess verstärkten sie die Zweifel an der damaligen Ermittlungsarbeit der Polizei.

Die Keupstraße im NSU-Prozess

Bundesweite Aktion soll an Rolle der Sicherheitsbehörden erinnern

13. Oktober 2014 | Von Simon Tement | Keine Kommentare

Zum ersten Tag, an dem der Bombenanschlag auf die Keupstraße im NSU-Prozess verhandelt wird, mobilisiert die Intiative „Keupstraße ist überall“ zu einem bundesweiten Aktionstag und einer Demonstration vor dem Münchner Oberlandesgericht.

NSU-Opferanwalt Daimagüler

„Wir brauchen eine stärkere Auseinandersetzung mit institutionellem Rassismus“

12. September 2014 | Von Ellen Kollender | 3 Kommentare

Der Anwalt Mehmet Gürcan Daimagüler vertritt im NSU-Prozess die Angehörigen von zwei Mordopfern. Mehr als ein Jahr nach Prozessbeginn zieht er ein gemischtes Zwischenfazit und fordert eine verstärkte Auseinandersetzung mit institutionell verankertem Rassismus.

Ein Jahr NSU Prozess

Die Debatte um Rassismus bleibt aus

6. Mai 2014 | Von Mehmet G. Daimagüler | 3 Kommentare

Ein Jahr NSU Prozess: Die Bilanz fällt gemischt aus – je nach Erwartungshaltung. Was definitiv zu kurz kommt, ist eine Debatte über Rassismus. Diese blieb aber auch nach Mölln aus, sie blieb nach Solingen aus, sie kam nicht nach Rostock-Lichtenhagen und auch nicht nach Hoyerswerda. Warum hätte sie nach Zwickau kommen sollen? – von Mehmet Gürcan Daimagüler

NSU Prozess

100 Verhandlungstage im Schatten höherer Ziele

1. April 2014 | Von Wolf Wetzel | 5 Kommentare

Dreizehn Jahre gekonntes Versagen im Fall der neonazistischen Terror- und Mordserie des NSU. Zwei Jahre geballter Unwille, diese aufzuklären. 100 Tage NSU Prozess mit einem sehr verdächtigen Kurs – von Wolf Wetzel.

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