Pünktlich, zuverlässig, leistungsfähig: Zugewanderte bemühen sich mitunter besonders, deutschen Erwartungen zu entsprechen. Dennoch wird ihre Zugehörigkeit infrage gestellt. Eine Untersuchung zeigt, warum Integration nicht allein eine Aufgabe der Zugewanderten ist.
Ihre Arbeit soll unseren Wohlstand sichern. Doch ihre Anwesenheit stößt auf Ablehnung. Sachsen-Anhalt muss sich diesem Widerspruch stellen. Von Esther Malhotra
Es ist ein Vertrag, der Deutschland verändert hat wie kaum ein anderer: Vor 65 Jahren wurde das deutsch-türkische Anwerbeabkommen geschlossen. Was daraus entstehen würde, ahnte anfangs keiner. Von Christoph Driessen
Mit dem Brexit wollte Großbritannien die Einwanderung stärker kontrollieren. Er veränderte Migration aber anders als erwartet. Zehn Jahre nach dem Referendum stellt Premierminister Burnham nun eine zentrale Brexit-Entscheidung zur Diskussion.
Europa verschärft seine Grenzkontrollen. Laut IOM-Chefin Amy Pope weichen Menschen deshalb auf gefährlichere Routen aus. Die Politik senkt damit zwar irreguläre Einreisen, löst aber nicht die Ursachen von Migration. Pope fordert im Gespräch einen grundlegenden Kurswechsel. Von Gundula Haage
Ein neuer WHO-Bericht zeigt, wie ungleich Gesundheitsrisiken und Behandlungschancen weltweit verteilt sind. Auch der Migrationsstatus kann eine Rolle spielen. Eine deutsche Untersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung liefert dazu einen überraschenden Befund.
Schon 2005 warnte CSU-Innenminister Beckstein vor französischen Verhältnissen in Deutschland. Nach den Protesten von 2023 griff die AfD das Thema auf. Nun äußern sich Dobrindt und Herrmann ähnlich. Eine historische Spurensuche. Von Birol Kocaman
Die sogenannte Westbalkanregelung ist ein Erfolgsmodell – und von Unternehmen stark gefragt. Ab 2027 sollen das Kontingent von 50.000 auf 25.000 Arbeitskräfte halbiert werden. Das sieht ein Regierungsentwurf vor. Arbeitsagentur, Wirtschaft und Sachverständigenrat warnen vor negativen Folgen für Betriebe.
Mehr als 4.400 Kinder sind IOM-Angaben zufolge in den vergangenen zwölf Jahren auf Migrationsrouten ums Leben gekommen. Wegen einer hohen Dunkelziffer dürfte die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen. Besonders groß sind die Datenlücken bei Todesfällen auf See.
Unser Land, unsere Kultur? In globalisierten Migrationsgesellschaften lohnt sich eine andere Perspektive. Zum 80. Geburtstag von Wolfgang Welsch lohnt ein Blick auf seine Idee der Transkulturalität. Von Tobias Gehring