Viele Jahre konnten Menschen, die Diskriminierung erlebt haben, sich an eine landeseigene Beratung wenden. Das Angebot fällt nun weg, weil es kein Geld mehr gibt. Die Landesregierung begegnet der Kritik.
Tragödie vor Chios: Nach einer Kollision mit der griechischen Küstenwache bergen Retter Tote und schwer verletzte Geflüchtete – darunter mehrere Kinder. Was über die Ursachen bislang bekannt ist – und was nicht. Klar ist: Mit der griechischen Küstenwache ist es nicht der erste Vorfall dieser Art. EU-Abgeordnete fordern unabhängige Untersuchung.
Als Deutschland zur Jahrtausendwende noch über Verschärfungen in der Ausländerpolitik diskutierte, überraschte Rita Süssmuth die Republik mit einer banalen Feststellung: „Deutschland ist ein Einwanderungsland“ – und Integration die Zukunft. Jetzt ist sie gestorben, eine der größten Vordenkerinnen deutscher Migrationspolitik.
Visa gegen Wohlverhalten: EU-Kommissar Magnus Brunner will Drittstaaten mit Sanktionen abstrafen, wenn sie Menschen nicht konsequent von der Flucht nach Europa abhalten. Was als „Migrationsdiplomatie“ verkauft wird, wirkt wie politische Erpressung. Von Niklas Treppner
Der Bundesgerichtshof stärkt den Diskriminierungsschutz auf dem Wohnungsmarkt: Die Ablehnung von Bewerbern aufgrund eines ausländisch klingenden Namens ist Immobilienmaklern verboten. Einer Betroffenen steht demnach eine Entschädigung zu. Von Frank Leth und Christina Neuhaus
Eine Kita-Studie stellt Lücken in der Personaldecke fest: Kinder mit körperlicher oder geistiger Behinderung stehen Integrationshelfer zur Seite, Sprachförderung in Deutsch gibt es in den Kindertagesstätten dagegen selten. Von Katrin Nordwald
In vielen Branchen und Betrieben geht es längst nicht mehr ohne ausländische Fachkräfte. Auch Schutzsuchende werden immer wichtiger für den Arbeitsmarkt. Die Zahlen zeigen klare Trends.
Die Zahl rechtsextremer Vorfälle an Sachsens Schulen hat 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Sie nahm um knapp 60 Prozent zu. Von einer Schärfung der Strafverfolgung hält die Justizministerin nichts. Sie setzt auf Erziehung – irgendwie.
Ministerin Alabali Radovan richtet die deutsche Entwicklungspolitik neu aus. Eine Folge: Für das Bekämpfen von Fluchtursachen in Asien und in Lateinamerika fließt kein deutsches Geld mehr.
Fünf EU-Länder wollen Abschiebezentren außerhalb der EU einrichten. Eine Arbeitsgruppe soll noch in diesem Jahr Vereinbarungen mit Drittstaaten auf den Weg bringen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Pläne. Von Marlene Brey