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Migration und Integration in Deutschland

Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

Nordrhein-Westfalen

Jedes fünfte Kindergartenkind spricht zu Hause überwiegend ausländisch

Laut Statistisches Landesamt NRW hat im März des vergangenen Jahres unter den rund 570 000 Kindern unter 14 Jahren, die eine Kindertageseinrichtung in Nordrhein-Westfalen besuchen, jedes dritte Kind mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland auf die Welt kam.

Teilt man diese Gesamtbilanz in Regionen auf, so ist Duisburg der Spitzenreiter: 50 Prozent aller relevanten Kinder entstammen einer Familie, in der mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft ist. Während die Städte Bielefeld, Hagen, Köln und Gelsenkirchen den Duisburgern auf den Fersen sind, weisen die Kreise Höxter (19,3 Prozent), Borken (18,8 Prozent) und Coesfeld (14,5 Prozent) die niedrigsten Anteile auf.

Ähnlich sieht es bei den Quoten zur Verwendung einer Fremdsprache bzw. der jeweiligen Muttersprache im Elternhaus aus. Während im Gesamtergebnis nur jedes fünfte Kind zu Hause überwiegend eine andere Sprache als Deutsch verwendet, scheinen die Duisburger Kinder mit 37,7 Prozent den größten Wert auf ihre Muttersprache zu legen. Ihnen folgen wie schon zuvor die Städte Gelsenkirchen und Köln mit 31 bis 34 Prozent, wogegen die Kreise Höxter (7,5 Prozent) und Coesfeld (8,3 Prozent) erneut die Schlusslichter sind.

Weitere Informationen sowie die genauen Ergebnisse zu den einzelnen kreisfreien Städten und Kreisen sind der Publikation „Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen am 15. März 2008“ des IT.NRW zu entnehmen. (MiGAZIN)

Jungautor Burak Altas

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