Die Wirtschaft entschied über die Anzahl der angeworbenen Gastarbeiter wie über deren Verteilung innerhalb der Bundesrepublik. Ursula Mehrländer Ausländerpolitik im Konflikt, 1978

Studie

Der Teufel an der Wand hat einen türkischen Migrationshintergrund!

Ekrem Senol | 20. April 2009 | Gesellschaft, Kommentar Drucken | Weiterempfehlen |

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Besonders die Befunde in den Kapiteln über Benachteiligte „wegen der Religion oder Weltanschauung“ und „wegen der ethnischen Herkunft oder der Hautfarbe“ sind nicht nur besorgniserregend, sondern auch ein Armutszeugnis für das von der Bundeskanzlerin Angela Merkel ernannte Integrationsland Deutschland, zu dessen wesentlichen Bestandteilen nicht nur das Staatsgebiet, die Staatsgewalt sondern auch das Staatsvolk – die Gesellschaft – zählen. Im Folgenden eine Zusammenfassung der Ergebnisse, die aus der Befragung des letzteren gewonnen wurden:

Content Test 1

Mit dem Stichwort „Religion“ assoziieren die Befragten Gruppen zunächst Begriffe wie „Islam, Moslems, Türken, Rückständigkeit, Intoleranz oder Fundamentalismus“, um im nächsten Schritt an „Unterwanderung, Bedrohung, Terror, Zwangsheirat und Ehrenmord“ zu denken. Ausgehend von diesen Assoziationsmustern überraschen auch die folgenden Ergebnisse nicht. So haben beispielsweise 45 Prozent nichts dagegen, dass nach jedem Terroranschlag als Erstes die Muslime verdächtigt werden. Der Ansicht, dass die meisten Muslime intolerant und gewalttätig seien, stimmten sogar fast 40 Prozent zu. Jeder zweite Befragte gibt zu dem an, dass er nicht mit einem Türken in einem Haus wohnen möchte und jeder vierte ist der Ansicht, dass Menschen mit schwarzer Hautfarbe nicht nach Deutschland passen.

Ungenutzte Potenziale vs. Diskriminierung im Alltag
Eine der Ursachen für die desolaten Ergebnisse reißt die Studie lediglich in einem Nebensatz auf, „wie man es aus einschlägigen Medienberichten gelernt hat.“, ohne Näheres auszuführen. Um die „einschlägigen Medienberichte“ zu analysieren, reicht es bereits aus, die Zeit um nur zweieinhalb Monate zurückzudrehen und ein Vergleich anzustellen:

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung stellte gegen Ende Januar 2009 in einem Exklusivbericht im als seriös geltenden Politmagazin „Der Spiegel“ eine sogenannte Studie unter dem Namen „Ungenutzte Potenziale“ vor. Diese Studie kommt nach augenscheinlich verzerrten Vergleichen zu dem unhaltbaren Ergebnis, dass Türken mit Abstand die am schlechtesten integrierte Migrantengruppe in Deutschland sind, was dann auch vom Spiegel so verbreitet wurde. Print- wie Rundfunkmedien hoben in den Folgetagen und Wochen das schlechte Abschneiden der Türken hervor und vermittelten den Eindruck, als sei die Herkunft ursächlich für das Abschneiden der Migranten. Zahlreiche Politiker wie Personen des öffentlichen Lebens lobpreisten die Befunde als erkenntnisreich, interessant oder lehrreich.

Drehen wir die Zeit wieder um knapp zweieinhalb Monate vor bis zum 2. April 2009, der Tag an dem die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die Sinus-Milieu-Studie vorstellte und die Tage danach. Wie viele Medien haben über die Studie von Sinus Sociovision „Diskriminierung im Alltag“ berichtet? Wer sich die Mühe gemacht und gezählt hat, hatte nicht viel zu tun. Vier Zeitungen mit insgesamt vier Artikeln brachten die Befunde der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unters Staatsvolk.

Content Test 2

Die Zeit, die am ausführlichsten berichtete, titelte „Bürger fürchten Überregulierung“ und machte auf alles andere aufmerksam, als auf die Befunde unter den oben aufgeführten zwei Kapiteln. „Gleichberechtigung ist den meisten Deutschen wichtig. Die konkrete Antidiskriminierungspolitik stößt jedoch auf Skepsis.“ War der Grundtenor des Artikels.

Die „Kölnische Rundschau“ legte den Schwerpunkt auf ältere Menschen. „Rund jeder Fünfte in Deutschland ist der Ansicht, dass Ältere in der Gesellschaft diskriminiert werden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Berlin.“ Nicht das einzige Ergebnis, wie wir wissen.

Unter dem Titel: „Diskriminierung – na und?“ scheint es die Frankfurter Rundschau auf den Punkt zu bringen. Beim Durchlesen des Artikels wird man allerdings enttäuscht, möchte man etwas über „Religion > Moslems > Türken > Ausländer > Bedrohung“ erfahren.

Der letzte und vierte auffindbare Artikel über die Studie ist aus der TAZ. Unter „Hierarchie der Schwachen“ wird der Artikel mit „Gerade Menschen mit wenig Geld und Konservative halten einen gesetzlichen Diskriminierungsschutz von Homosexuellen, Ausländern und Andersgläubigen für nicht notwendig.“ eingeleitet. Im Artikel selbst werden einzelne Punkte erwähnt, wobei penibel darauf geachtet wurde, Muslime, Islam oder Türken nicht zu nennen.

Wie kam es, dass die Berliner Studie „Ungenutzte Potenziale“ so großen Anklang fand und die Studie „Diskriminierung im Alltag“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes derart unbeachtet blieb? Waren die oben erwähnten Ergebnisse oder die Assoziationsketten für bunte, hübsch aufgearbeitete 3D-Charts oder für reißerische Schlagzeilen ungeeignet? Ganz sicher nicht; ganz im Gegenteil!

Möglicherweise lag es daran, dass die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Martina Köppen, bei der Präsentation der Studie auf keines der „brisanten“ Befunde in Bezug auf Türken bzw. Muslime aufmerksam machte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass weder Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble noch die für Integration zuständige Staatsministerin Maria Böhmer oder Familienministerin Ursula von der Leyen bei der Präsentation anwesend waren, wie es bei Vorstellungen von bedeutenden bzw. „Bedeutung zugemessenen“ Forschungsergebnissen oftmals der Fall ist.

Türken/Muslime in der medialen Berichterstattung
Möglicherweise lag es aber auch daran, dass Medien – die so genannten vierte Staatsgewalt – mitverantwortlich für diese Ergebnisse sind. Wissend um diesen Umstand, duckt man sich lieber und macht sich möglichst klein, um sich selbst nicht zu outen.

Denn eine Auswertung aus über einem Dutzend quantitativen und qualitativen Presseuntersuchungen ergibt, dass Ausländer deutlich häufiger mit Kriminalität und insbesondere mit Gewaltdelikten in Verbindung gebracht werden als Deutsche. Sie erscheinen als Bedrohung. Weiterhin werden Ausländer häufiger im Zusammenhang mit Kosten genannt, die sie den Deutschen aufbürden oder als Fremdkörper dargestellt, deren Anwesenheit aufgrund ihres Daseins die deutsche Lebensart beeinträchtigt.1 Hinzu kommen konstruierte Bedrohungsszenarien im Zusammenhang mit dem internationalen Terrorismus, die in erster Linie auf Muslime fokussiert behandelt werden und jährlich sowohl vom Bund als auch von den Ländern in den Verfassungsschutzberichten von den jeweiligen Innenministern vor einer Schaar von Journalisten präsentiert und entsprechend abgedruckt werden.

Ein weiterer interessanter Befund der Auswertung zeigt, dass von der negativen bzw. verzerrten Berichterstattung insbesondere Migranten aus der Türkei betroffen sind2 , die von den Rezipienten sowohl in ihrer Eigenschaft als Türke als auch in ihrer Eigenschaft als Muslim wahrgenommen werden.

Berichte in den Massenmedien über Kindergärten und Schulen, in denen der Ausländeranteil zu groß sei, über gestiegene Kriminalität in den Ghettos und über Ehrenmorde, über Sprachprobleme von Ausländern und über die arbeitslosen Gastarbeiter, die den Sozialstaat ausnehmen, über Moscheebauten in Parallelgesellschaften und über unterdrückte Frauen mit Kopftuch und Zwangsheirat, über so genannte fundamentalistisch-islamistische Terroristen oder Schläfer, die unter uns leben mit möglichen Anschlagszielen in unserer näheren Umgebung und über Sicherheitspakete sowie Rasterfahndung, über neue, noch sicherere Personalausweise und über die Verschärfung des Ausländerrechts mit Datenspeicherung und Rasterfahndung, über Lehrerinnen mit Kopftüchern, die das Neutralitätsgebot des Staates gefährden und über unkontrollierbare, unheimliche Hinterhofmoscheen, wo Hassprediger am Werk sind, über das brutale Schächten im Islam und über den Jihad, der inzwischen entstellt nur noch als heiliger Krieg wiedergegeben wird.

Diese Aufzählung ist sicherlich nicht einmal abschließend. Dennoch hinterlässt bereits die Erwähnung einiger dieser Schlagwörter beim Leser ein unbehagliches Gefühl zurück. Die Gesellschaft wird diesen Themen täglich ausgesetzt.

Es darf hier nicht der Eindruck entstehen, als sollten Medien beschönigen und Politiker schweigen oder umgekehrt. Probleme gehören an die Tagesordnung, wie es das Ausmaß der Problematik es gebietet. Es ist aber fatal, beispielsweise ein aus einem Eifersuchtsmord – der in Deutschland in aller Regel als Familiendrama bezeichnet wird – einen Ehrenmord zu konstruieren, wie es die Staatsministerin für Integration, Maria Böhmer, getan hat, nur weil der Täter einen türkischen Migrationshintergrund hat. Ebenso sind Äußerungen folgender Art fatal: „Wenn wir nach Schätzungen der Kriminalpolizei zwischen 20 000 und 30 000 Zwangsverheiratungen von jungen muslimischen Frauen in Deutschland pro Jahr haben …“ Diese Worte gehören dem Bayerischen Innenminister Joachim Hermann. Weder Bundes- noch Landeskriminalamt konnten diese Zahlen trotz ausdrücklicher Nachfrage bestätigen. Wie denn auch? Im Jahre 2007 wurden in Deutschland insgesamt 368 329 Ehen geschlossen. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge leben in Deutschland ca. 3,2 bis 3,5 Millionen Muslime (ca. 4 Prozent der Gesamtbevölkerung). Selbst wenn man 5 Prozent aller Eheschließungen aus dem Jahre 2007 Muslimen zuordnet, kommt man gerade einmal auf ca. 18 500 Eheschließungen. Auf Roland Kochs ausufernden und an Undifferenziertheit kaum mehr zu überbietenden Hessischen Wahlkampf im Jahre 2008 über „zu viele ausländische kriminelle Jugendliche“ wollen wir nicht einmal näher eingehen. Und nicht minder problematisch ist es, wenn Herr Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die Deutsche Islamkonferenz im Zusammenhang mit Terrorprävention erörtert.

Auswirkungen der medialen Darstellung auf die Integration
Die Folgen? Eine Zusammenfassung aus mehreren Einzelstudien über die Wirkung medialer Präsentation kommt zu dem Ergebnis, dass eine über längere Zeit in einer Vielzahl von Medien nahezu einstimmig verbreitetes Negativbild von ethnischen Minderheiten, in dem vielfach der „bedrohliche und kriminelle Ausländer“ thematisiert wird, einen maßgeblichen Einfluss darauf hat, welches Bild sich die Rezipienten solcher Medienbotschaften von ethnischen Minderheiten in Deutschland machen.3 Die größtenteils negativ verzerrte Darstellung der ethnischen Minderheiten in den Medien wirken nicht nur verstärkend auf bereits bestehende negative ethnozentrische oder ausländerfeindliche Einstellungen, sondern führen auch zur Entstehung eines Negativbildes, von Ressentiments, Misstrauen und mangelnder Akzeptanz, diskriminierendem oder gar feindlichem Verhalten.4

Medien wie Politiker haben Tag für Tag maßgeblich mit dazu beigetragen, dass der Teufel, den sie gemeinsam über viele Jahre an die Wand gemalt haben, einen türkischen Migrationshintergrund bekommen hat. Dies hat sich in der Vorstellung der Mehrheitsgesellschaft derart festgesetzt, dass wir an dem Punkt angekommen sind, den uns die Studie anschaulich vor Augen führt. Daher dürfte das große Schweigen sowohl der Medien als auch der Politiker über die Ergebnisse der Sociovision-Studie nicht überraschen. Schließlich ist es das Produkt ihrer eigenen täglichen Arbeit.

Allein schon die Fülle bedrohlicher Nachrichten der oben genannten Art suggerieren dem Rezipienten, dass man Angst haben muss, was sich eben auf die Ergebnisse der Untersuchung niedergeschlagen hat. Daher verwundern auch die Feststellungen in der Sinus-Milieustudie nicht, dass die Befragten eben Angst haben.5

Für ein Integrationsland wahrlich keine guten Voraussetzungen. Insbesondere deshalb nicht, weil die Darstellung von Migranten in deutschen Massenmedien eine doppelte Bedeutung für den Integrationsprozess hat. Massenmedien liefern nicht nur einen Beitrag zur Integration der Migranten in die deutsche Gesellschaft, sie beeinflussen auch die Akzeptanz der Migranten durch die Aufnahmegesellschaft.6

Angesichts dessen ist es keinem deutschen Vermieter zu verdenken, wenn er seine Wohnung in guter Lage lieber einem Deutschen vermietet als einem Türken. Ebenso kann man es einem Unternehmer nicht verübeln, wenn er bei der Einstellung eines Arbeiters oder eines Azubis dem Deutschen – unabhängig von den Qualifikationen der Bewerber – den Vorzug vor dem Muslim gibt. Schließlich kann man auch die Grundschullehrerin nicht anprangern, wenn sie die Eltern der Ayse meidet, weil die Mutter ein Kopftuch trägt oder sogar die kleine Ayse in eine Hauptschule verweist, obwohl ihre Leistungen für eine Realschule reichen. Benachteiligungen dieser Art sind hier zwar kurz exemplarisch genannt, sind aber in zahlreichen Studien belegt, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann.

Unter Berücksichtigung dessen haben jegliche Integrationsbemühungen von Migranten und allen voran Türken, die gleichzeitig Muslime sind, in Deutschland einen schweren Stand, da sie täglich gegen den Strom schwimmen. Sämtliche Bemühungen werden durch negative und verzerrte Darstellung regelrecht torpediert. Ein noch so vorbildliches Auftreten während eines Bewerbungsgesprächs wird beispielsweise einem Ahmet Öztürk nicht helfen, wenn der Entscheider vor ihm die Tageszeitung gelesen hat und nach einem Blick auf die Bewerbung denkt, der Bewerber wohnt in einer Parallelgesellschaft und ist höchstwahrscheinlich zwangsweise verheiratet. Ehen, die aus Liebe geschlossen werden, kann es bei 20 000 bis 30 000 Zwangsverheiratungen pro Jahr schließlich kaum geben.

Die Integration wird daher im Wesentlichen mit davon abhängen, ob die öffentliche Diskussion in Deutschland über ethnische Minderheiten von Verzerrungsfaktoren befreit und sachlicher geführt wird. Aber weder der Nationale Integrationsplan von der für die Integration zuständige Staatsministerin Maria Böhmer enthalt einen Passus in diese Richtung noch der von Innenminister Wolfgang Schäuble initiierte Islamkonferenz, was nicht hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt. Bleibt zu hoffen, dass die aktuellen Studienergebnisse – allem Schweigen zum trotzt – zumindest einen Denkanstoß in diese Richtung geben.

Der Teufel an der Wand hat einen türkischen Migrationshintergrund!, 4.3 out of 5 based on 40 ratings
:____________________________________________
  1. Daniel Müller, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 100 f. []
  2. Daniel Müller, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 101f. []
  3. Sonja Weber-Menges, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 174 f. []
  4. Sonja Weber-Menges, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 139 f. []
  5. Sinus Sociovision-Studie: „Diskriminierung im Alltag – Wahrnehmung von Diskriminierung und Antidiskriminierungspolitik in unserer Gesellschaft“ [pdf], S. 57, 60, 70 []
  6. Sonja Weber-Menges, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 176 f. []

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Autor: Ekrem Senol

Ekrem Senol ist Mitgründer und Vorsitzender von "MiG - Migration in Germany" e.V. sowie Chefredaktuer des MiGAZIN.

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93 Kommentare
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  1. Gökhan sagt:

    ABİCİM HELAL OLSUN! [übers.: Bravo!]

    Endlich mal Jemand der der den Finger in die Wunde legt!
    Jahrelang habe ich mich aufgeregt warum denn mal kein Kontra von unserer Seite kommt!
    Artikel über Istanbul : Foto mit vershcleierten Frauen!
    Niemand kann mir erzaehlen dass dies alles nicht mit Absicht getan wird.Als ob es keine anderen Fotos von Istanbul gaebe!

    Heuchlerei Doppelmoral Selbstgefaelligkeit Arroganz Überheblichkeit.
    Deswegen lebe ich seit 2 1/2 Jahren in der Türkei, obwohl ich in D aufgewachsen bin und dort 26 Jahre gelebt habe, vermisse ich D-Land keineswegs.Im Gegenteil.Und falls es jemanden in D interessieren sollte, Ihr habt mit mir keinen Fürsprecher hier in der Türkei.

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    • Roi Danton sagt:

      @Gökhan

      Das Kompliment gebe ich gerne vollinhaltlich zurück.
      Wenigstens sind wir beide jetzt da, wo wir hingehören.

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      • Gökhan sagt:

        Hallo Danton,

        wo ich hingehöre, bestimme ich selbst, is ja nicht so als ob ich bei diesem Thema irgendwas auf die Meinung anderer geben würde.
        In der Türkei ist’s nunmal besser für mich.
        Komme aber ab und zu noch nach D-Land, bin deutscher Staatsbürger, der Vorteile wegen ;-)

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        • Roi Danton sagt:

          @Gökhan

          `…vermisse ich D-Land keineswegs.´
          `…ihr habt mit mir keinen Fürsprecher in der Türkei.´
          `…bin deutscher Staatsbürger, der Vorteile wegen.´

          Und Sie, Herr, reden von Heuchelei, Doppelmoral, Selbstgefälligkeit, Arroganz und Überheblichkeit?
          Ausgerechnet Sie?

          Ich befinde mich in dem Land, in dem meine Vorfahren und deren Vorfahren geboren wurden. Eine andere als die deutsche Staatsbürgerschaft brauche ich nicht, weil mein Vaterland mir genügend Vorteile bieten kann.
          Ich muss nicht die eines anderen ausnutzen.
          Ihre Macke, D-Land anstatt Deutschland zu schreiben, ist eine exorbitante Respektlosigkeit, Herr deutscher Staatsbürger.
          Schreibe ich ,wenn ich die Türkei meine, etwa T oder T-Land?

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  2. THE TURK sagt:

    Ich kann nur bestätigen was hier steht. Obwohl ich drei Diplome, einen Gesellenbrief und mehrere Zertifkate und Urkunden mit sehr guten Noten besitze, finde ich keine angemessene Arbeit in Deutschland für mich. Alles was sie einem ,,Türken” anbieten ist unterbezahlte Leiharbeit. Mir zum Beispiel kann keiner behaupten ich hätte mich nicht weiterbegildet oder ich wäre kriminell. Die Weiterbildungen habe ich zu 100% selbst ruinös finanziert. Wie dem auch sei, dabei kann man sehr viel verzweifeln. Und auch wo man denkt, dass der oder der Job zu 100% nun klappt, wird man am Ende doch wieder abserviert. Man bleibt auf der Strecke und wenn man dann auch noch verschuldet ist bleibt nur noch eins über > Mit dem Wagen gegen ein Baum fahren und dann die ganze [...] hinter sich lassen.

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    • Gökhan sagt:

      Komm in die Türkei.Hier wird man sich um Dich reissen.Weiss ich aus eigener Erfahrung.
      Es gibt sehr viele Führungspositionen zu vergeben und das Land befindet sich im Aufbruch, vielsprachliches Personal mit interkulturellen Kompetenzen ist heissbegehrt!

      Bin jetzt seit 2 1/2 Jahren hier und arbeite als Export Sales Manager in einer grossen Firma.
      Mein Leben oder bzw. mein Blick aufs Leben hat sich hier in der Türkei komplett zum besseren bewegt.
      Besonders auch auslaendische Firmen die sich in der Türkei ansiedeln, suchen haenderingend nach Menschen wie Dir.

      Almanya’da değerimizi bilmiyorlar. [übers.: In Deutschland schätzen die uns nicht] Na und?!Onlar kim! [übers.: Wer sind die?]

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    • Roi Danton sagt:

      @THE TURK

      Es tut mir leid, aber ich glaube, Ihre vergebliche Stellensuche liegt weniger am Rassismus, sondern an den kühlen 5 (Fünf) Millionen Arbeitssuchenden in Deutschland.
      Seien sie sich selbst gegenüber ehrlich; wenn Sie eine Firma hätten und von zwei Bewerbern wäre einer Türke und einer Deutscher, bei gleicher Qualfikation.
      Wen würden Sie einstellen?
      Seien Sie ehrlich.

      Na?

      Eben!

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      • delice sagt:

        Kommisch nur, dass man noch nicht den Blick dafür hat, Menschen wie uns zu fördern.

        Nichts dagegen, aber, wenn man ein Herz für Kinder, Behinderte und Frauen hat, warum spricht dann alles gegen uns?

        Ich würde ehrlich gesagt, den Türken nehmen. Ich habe meine erste Ausbildung nur einem deutschen Unternehmer zu verdanken, der bewußt sich für mich als Ausländerkind eingesetzt hatte. Leider verstarb er kurze Zeit später, und mein Leben während der ganzen Zeit (fast drei Jahre) in meiner Ausbildung wurde mir zur Hölle gemacht! Gerade von einem, der Deutscher war als Deutsch, einem typischen Vertriebenen aus dem Sudetenland, der zudem blöderweise auch noch sehr türkisch aussah, also leicht dunkel wurde, wenn die Sonne schien! Ich denke, der müsste schon lüängst in der Hölle sein, so bösartig wie der war!

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      • Gökhan sagt:

        Hallo Roi Danton,

        ein Firmenchef der halbwegs professionell denken kann und nicht gerade ein Gas Wasser Heizung Unternehmen sein Eigen nennt, wird sich immer für den türkischen Bewerber entscheiden müssen.
        Wenn beide Bewerber, der Deutsche und der Türke genau gleich qualifiziert sind, ist der Türke seinem deutschen Mitbewerber immernoch in einigen Punkten Voraus:
        Interkulturelle Kompetenz, Sprache.

        Wichtige Eigenschaften in einem Multikulti-Land wie Deutschland.
        Auch sehr wichtig wenn man als Firma gerne in einem Boom-Land wie der Türkei mitmischen möchte.
        Aber wie gesagt nich so wichtig wenn man GAsWasserHeizungs Installateure sucht, stimmt schon.

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        • Roi Danton sagt:

          Jetzt war ich mal an der Reihe mt Denkfehler.
          Natürlich würde Kommentator `THE TURK´ den türkischen Bewerber vorziehen.
          Aber wenn ich Kartoffel vor dem Personalchef von sagen wir mal Egetürk, Efes oder Öger-Tours sitzen würde, und meine Mitbewerber wären Türken, wie sähen da wohl meine Chancen aus?

          Eben.

          PS: `Interkulturelle Kompetenz´ ist ein Soziologen blabla wischiwaschi Quatsch. Das ist dasselbe, als würde ich einn Hausmeister `Consultant supervising chief engineer´ nennen. Hohles Gerede.
          Sie halten die Türkei für ein Boom-Land, in dem irgendwer mitmischen will?
          Ich frage mich nur wer?

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          • Ekrem Senol sagt:

            Sie halten die Türkei für ein Boom-Land, in dem irgendwer mitmischen will? Ich frage mich nur wer?

            Siemens eröffnet in der Türkei eine der modernsten Fabriken weltweit

            Siemens hat in der Nähe von Istanbul eines seiner modernsten Werke weltweit eröffnet und somit die Voraussetzung für eine weitere Expansion in der Wachstumsregion Türkei geschaffen. Quelle

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  3. delice sagt:

    Schön, dass man hier die Rolle der deutschen Medien zur Sprache bringt, die niemand bisher erkennen wollte. Dass sie nämlich ob links oder rechts sehr schädlich auf die Integration und die deutsche Gesetzgebung sich ausgewirkt hatte. Ein Teufelskreis!

    Aber bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, dass die türkische Dogan-Gruppe in einer Parnerschaft mit dem Springer-Verlag ist! Einer Verlagsgruppe, die die Sperspitze dastellt.

    Außerdem denke ich, dass man sich vor Konkurrenz sich fürchtet! Vor allem will man keinen türkischen Wettbewerber! Deutsche akzeptieren Arbeits-Kollegen,Mitarbeiter und Vorgesetzte aus der ganzen westlichen Welt, aber eienen Türken, den wollen sie nicht haben.

    Ausländer. mit christlichem Glauben, bestärken Deutsche, auch darin. Manchmal hetzen auch sie die Deutschen auf uns. Sie sind oft sehr schwer auszumachen. Sie dann deutscher als deutsch! Ihr Name ist Deutsch und ihre Religion ist christlich, und auch sie sind Unternehmer, Nachbar und Kollege oder Mitarbeiter. Aber ihr Hass ist umso unbändiger! Auch sie provozieren, man kann Sie nicht gleich betimmen! Denn auch sie sitzen in der Redationen, auch sie wettern gegen uns, ohne dabei ihre wahre Intention offen zu legen! Nur, wenn man richtig sich erkundigen würde, würde man erkennen, dass sie auch einen Emigrationshintergrund haben!

    Ein Zeichen dieser Provokateuere, auch als ehemalige Ausländern ist ihr Hinweis eines Kreuzes über der Brust, umgehängt baumelt über dem Auto-Rückspiegel, so als müssten sie es besonders betonen, dass sie, auch wenn sie als Ausländer zu erkennen sind, wirklich keine Muslime sind. Überrtirebenes Schweinefleisch essen gehört dazu! Hinzu kommt, dann die extreme (vorgetäuschte und heuchlerische) Gläubigkeit, die gegenüber den Einheimischen, wie den regelmäßigen Kirchgang an jedem Sonntag, vorgzeigt wird!

    Daswird zu wenig beachtete!

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  4. sonat sagt:

    [...] wenn ich sehe was für einen negativen einfluss die medien auf das volk haben bin ich gegen pressefreiheit!!!!!!!!
    ich hoffe diese problematik wird erkannt und es wird was dagegen getan, und das möglichst schnell…

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    • Ekrem Senol sagt:

      Gegen die Pressefreiheit zu sein, ist definitiv falsch. Schreibe lieber Lesermails an die Redaktionen und mache auf verzerrte Darstellungen aufmerksam. So wenig man das auch mitbekommt, werden Reaktionen und Lesermails von den Journalisten gerne gelesen. Dann haben alle was davon ;)

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      • delice sagt:

        Zum einen gibt es diese so genannte “Pressefreiheit” in Wirklichkeit auch nicht!

        Der Kuchen ist bereits aufgeteilt. Große Unternehmer-Familien stehen dahinter, z.B. Bertelsmann-Mohn-Gruppe, Burda, Axel Springer-Verlagsgruppe usw.!

        Deutschen Redakteueren wird sogar eine Selbstverpflichtung vor einemArbeitsvertag vorgelegt, der ihnen soagr verboetet gegen bestimmte Themen und Länder zu schreiben, die Schere im Kopf. Dann gibt es auch wirtschaftliche interessen, wie auch diepolitische Ausrichtung. Im Ganzen lässst sich sagen, dass eine wirkliche Pressefreihaeit auch nicht so gibt!

        Hinzu kommt, dass viele Journalisten wenig Ahnung von so vilem haben, dass ist die Rache für eine gewisse Verweigerungshaltung, dem sich zu viele freiwillig unterzogen haben, weil das Bildungssystem aber diese geistige Haltung zusätzlich fördert! Die Bereitschaft den eigenen Horizont zu öffnen kann man von deutschen Schreiberlingen nicht erwarten. Siehaben immer nur einen bestimmten Blickwinkel im Hirn, und den wiederholen sie nur in immer einer anderen Brühe!

        Es sind wirklich nur wenige, die etwas zu bieten haben, fie meisten sind akademische Halb- bis Unwissende! Trotzdem schaffen sie es aus einem Nichtwissen eine vermeintlich Meinung zu reproduzieren, ist zwar irgendwie zwar bemerkenswert, aber dennoch inhaltsleer!

        Die meisten haben keine Ahnung von dem, was wirklich passiert, selbst in ihrer unmittelbaren Nähe! Es wäre sicherlich auch enorm kräfteaufreibend, sich doch wenigsten einmal allumfänglich zu einem bestimmten, damit zu beschäftigen! Das Leben ist aber nicht aus einer Perspektive zu betrachten, es vielschichtig und in sich auch mehrfach verwoben. Denn ein Thema kann so viele Sichtweisen offenbaren, dass ein geistig einfach gestrickter Medienmensch nie durchsteigen kann, was aber schade ist. Denn sie sollten uns die Welt besser erkläreren!

        [...]

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    • Ohne Pressefreiheit würde es diese Seite auch nicht geben.

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      • Roi Danton sagt:

        Bravo!

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      • Mehmet sagt:

        Dann warten wir mal ab, bis Sie genügend Leser im Millionenbereich haben und die ersten Mediengeier sich auf Sie schmeißen. Mal sehen, wie unabhängig dann die Berichterstattung wird ;-) )

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        • Markus Hill sagt:

          Gute Anmerkung von Ihnen!!!
          Man weiss jetzt schon nicht, ob diese Seite etwas ein Messer im Kopf haben muss bei bestimmten Themen. Nicht aus Boshaftigkeit, sondern auch immer den schmalen Pfad der Aktzeptanz bei allen Gruppen zu finden. Es gehört Mut dazu, auch kritische Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Wollen wir einmal hoffen, dass es so bleibt. (Natürlich hat die Redaktion eine “Mission”, man muss ja nicht inhaltlich in allen Punkten übereinstimmen).:-)

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    • THE TURK sagt:

      leider kann dann die stelle, die die pressefreiheit einschränkt, genauso das volk manipulieren. normalerweise ist ja schon die pressefreiheit durch die einseitige berichterstattung manipuliert, also ist dann auch die pressefreiheit schon eingeschränkt mit wenigen ausnahmen.

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  5. TÜRKİYE sagt:

    Deutschland ist halt das Land der Doppelmoral. Ein Land, das unserer Türkei bei jeder Gelegenheit vorwirft seine Minderheiten zu unterdrücken, bei den Diskriminierungen im eigenen Land aber wegschaut.
    Sowohl ich als auch mein Vater haben Diskriminierungen erlebt. Wir sind zwar glaeubige, dennoch aber saekulaere Menschen, die die Gesellschaftordnung und Gesetze ın Deutschland akzeptiert haben. Aber klar, dass man dann trotzdem in das von den Medien und Politikern aufgebaute Feindmuster gedraengt wird.
    Die deutschen Medien scheinen verrückt geworden zu sein auf das Thema ‘RELİGİON’. Fast jeden Tag kommt ein Artikel, das etwas mit der Religion zu tun hat, und die Bevölkerungsgruppen gegeinander befremdet und nahezu aufhetzt. Jetzt bin ich grad in der Westtürkei, hıer ist einfach nur Idylle und man kann sich von dem Mediengedöns in D entspannen. Es gibt hier religiöse und weniger religiöse Menschen aber keiner mischt sich – trotz der gegenwaertigen Spinnereien der AKP- in die Angelegenheiten des anderen ein -wie es in einem saekulaeren Land auch der Fall sein sollte. In Deutschland liess man hingegen früher Extremisten wie Kaplancı zu und heute hetyt man gegen den İslam als Ganzes, als ob die Muslime EİNE homogene Gruppe darstellen würden.

    Armes Deutschland, bei uns wurde Turgut Özal, ein Kurde Staatspraesident und auch bei anderen Berufen haben wir Kurden nicht diskriminiert. Seid ihr soweit, dass ihr einen türkischen Kanzler akzeptieren würdet….wohl kaum!
    Wahrscheinlich würden konservative Zeitungen, wie die WELT etc. Sturm laufen und von türkisch-islamischer Unterwanderung sprechen! [...]

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    • Umut sagt:

      Turgut Özal hat niemals behauptet, dass er Kurde sei. Also ist er auch kein Kurde, aber er war ein Präsident, der das Kurdenproblem friedlich lösen wollte. Aber komischerweise ist er kurze Zeit später gestorben , da war wohl jeman gegen die friedliche Lösung des Kurdenproblems ? Wenn einer wie Ahmet Türk, Selahattin Demirtas, Osman Baydemir.. in der Türkei Präsident wird, dann kann man erst sagen, dass ein Kurde in der Türkei Präsident geworden ist, aber nicht einen, der sich selber gar nicht als Kurden bezeichnet. Trotzdem mag ich Turgut Özal, weil er das Kurdenproblem friedlich lösen wollte, aber er war kein Kurde sondern Türke ! Die Kurden, die sich auch als Kurden bezeichnen, sind bei der DTP ! Da bin ich mal gespannt, ob einer von denen irgend wann in der Türkei Präsident werden kann, wenn sie nicht alle ins Gefängnis landen !

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      • Zitat: “Die Kurden, die sich auch als Kurden bezeichnen, sind bei der DTP ! ”

        Das scheint mir dann doch ein sehr verengter Blick auf die ethnische Zusammensetzung in der Türkei zu sein. Auf die Idee ethnische Zugehörigkeiten über Parteigrenzen zu definieren ist ja wohl mehr als abstrus.

        Darüberhinaus, schon Ismet Inönü war ein kurdisch-stämmiger Politiker (http://de.wikipedia.org/wiki/%C4%B0smet_%C4%B0n%C3%B6n%C3%BC). Und der Mann war letztendlich Atatürks Weggefährte, zweiter Staatspräsident der Türkei und oft genug Ministerpräsident. Und Inönü ist bei weitem kein Einzelschicksal.

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        • Umut sagt:

          @Engin Karahan:
          Es gibt auch Türkische Politiker bei der DTP, und die DTP arbeitet auch mit vielen türkischen sozialistischen Parteien wie SDP,ÖDP,Emep..zusammen. Ich meinte nur, dass die Kurden, die sich auch als Kurden bezeichnen bei der DTP sind. Das ist kein verengter Blick. Ein verengter Blick wäre,wenn die kurdische Partei DTP gar keinen Kontakt zu den Türken suchen würde, aber sie suchen immer wieder Kontakt zu den Türken und zu den demokratischen,türkischen Parteien,solch eine Politik unterstützen wir Kurden.Das ist das Gegenteil vom verengten Blick !! Das ist das Zeichen, dass man zusammen etwas erreichen kann.
          Dann zeig uns mal bitte Belege, wo Ismet Inönü selber in einem Video oder sonst wo anders sagt, dass er Kurde sei.

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        • delice sagt:

          Ismet Inönü wird aber unter die Anhänger des Sabbatai Zevi (Sevi), eine Sektierung des Judentums, der einmal viele europäische Juden auch beeinflusste, eingeordnet zu dieser Machtgruppe, wrd auch z.B. die Frau von Ecevit, Yilmaz (Krim Tatarische Juden der Kabbela) u.v.a. türkische Politiker, wie auch einen großteil der türkischen Macht-Elite! Gegründet, wurde sie nach der Erleuchtung des Sabbatai Sevi, aus Izmir, der aber auch in Selanik beheimatet war. Heute gint ers drei Strömungen dieser Elite-Gruppe, die sich auch schon mal gegenseitig aufhängen, siehe Menderes.

          Turgut Özal war mütterlicherseits, soweit ich weiß kurdisch-alewitisch, wenn ich nicht da irre.

          Eigentlich kann man erst recht nicht in der Türkei nicht richtig zu etwas bekennen, weil auch die Durchmischung der Bevölkerungsgruppen einen sehr hohen Grad haben. Es gibt angeblich auch über 4 Millionen Menschen aus dem Balkan, die heute hohe Stellung und Einfluss in Milltär, Wirtschaft und der Bürokratie haben.

          Wie auch in der osmanischen Zeit auch, hatten insbesondere Gruppen und Völker, die ausgeprägt eine hellere Haut hatten, besonders günstige Startchancen. Denn diese Bevölkerungsgruppen, hatten etwas was man immer schon geschätzt hatte, Odalisken, also hellhäutige Frauen, was bei den Kurden nicht ganz zutraf. Der Einfluß auf den Entscheider über Land und fruchtbare Böden konnten so über diesen Dreh, der Verheiratungen mit ihren hellhäutigen und auch blonden Töchter, bedeutend gefördert werden. Anwesende, bereits schon angesiedelte Gruppen, wurden so leicht auch ausgesiedelt (Sürün). Das Pech der Kurden, war auch, dass sie wenige Töchter hatten. die der Padischah begehrte, sie wurden so immer mehr in höhere und kahlere Landstriche und Berge verdrängt! Diese Sicht der Dinge wird z.B. nie berücksichtigt!

          Als, dann in den späten 60er Jahren immer mehr wieder von den Bergen abstiegen, ihr Hab und Gut also verkauften und sich in die Städte mehr und mehr ansiedelten, und nicht nur Häuser dort kauften, sondern auch Geschäfte eröffneten, wurde die Konkurrenz plötzlich deutlich spürbarer für die Platzhirsche. Und so kam es schnell auch zu sunnitisch-alewitischen Misstönen, und Links-rechts ideologien, die in kleinen Massakern schließlich endeten, wie z.B. in K. Maras und anders wo!

          Die PKK, hat dann noch dasSahnhäuptchen draufgesetzt, und hunderttausende Menschen Heimatlos gemacht!

          Rückblickend kann man nur sagen, dass irgendwie Opfer waren. Opfer von falsch ausgelegter und falschverstandener Religiösität und Patriotismus. Heute wissen viele in der Türkei, dass man große Fehler gemacht hat, und man ist auf Versöhnung aus. Viel Blut und Dreck am Stecken hat hier aber auch der so genannte “Westen”!

          Man muss sich doch einmal das ganze so vorstellen:

          Die Türkei, als treuer Verbündeter des NATO-Bündnisses” unterstützt in jeder Form die Basken, die Korsen, die Lothringer, die Elsäßer, die Franken in Bayern, gegen ihre vermeintliche Unterdrückung auch mit den Waffen zu kämpfen! Aber wie sähe das nun aus? Und genau das hat der Westen bei uns angerichtet! Und wir bringen das immer noch nicht zur Aussprache und verlangen nicht einmal Rechenschaft von denen, dass ihr soweit gebracht habt uns gegenseitig zu Massakrieren!

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  6. Memo sagt:

    Selamlar,
    was sollen wir machen?
    ich habe schon an so vielen Diskussionen im Internet usw. teilgenommen.
    Ich habe wie Ihr konstruktive, den Tatsachen entsprechende Argumente und Kritik gebracht.
    Es hilft alles nichts, mich schockieren immer wieder die Beiträge vieler Deutscher auf irgendwelchen internet Seiten.
    Vorallem wenn die Zeitungen wie Welt oder Bild etwas veröffentlichen. Das Bild über die Türken ist in D so extrem verzerrt und einfach falsch….
    Aber was wollen wir machen?
    Mir persönlich stinkt es langsam…
    Ich bin angehender Akademiker, bin 24 und es ist absolut untragbar!!!! Ich habe keine Lust mehr auf irgendwelchen Rechtfertigungen, Bemühungen usw um das türk. Bild bei den D zu verbessern..
    … viele dieser Engagements kommen ja von unserer Seite, ich persönliche denke, dass das Ganze einfach nur noch zu einem Hass / Ablehnung (gegenseitig) eskaliert ist.

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    • Das Problem ist nicht einfach nur die Berichterstattung. Das ist ja das erschütternde Ergebnis der Studie. Die Medien liefern letzendlich nur das, was ihre Konsumenten von ihnen wollen. Man kann es als Teufelskreis ansehen und hinnehmen, oder doch versuchen, diesen Kreis irgendwie aufzubrechen. Und da braucht es einfach Mut auf Seiten der Medien, wieder einmal gegen den Strom zu schwimmen. (siehe Eberhard Seidels Beitrag in der taz: http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/verfall-der-oeffentlichkeit/)

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      • Markus Hill sagt:

        Auf welche Studie beziehen Sie sich? (Integrationsstudie, erfolreiche und nicht so erfolglreiche Einwanderergruppen vom Jahresbeginn?

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      • Markus Hill sagt:

        Sorry, mein Fehler, war irritiert. Wg. Diskriminierung (Studie). Ist geklärt.:-)

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    • Ekrem Senol sagt:

      Lautstarke Resignation ist der erste Weg zur Besserung.” Erhard Blanck (*1942) und
      Hoffnung schadet der Resignation.” Walter Ludin, (*1945)

      Man kommt nicht selten an den Punkt der Resignation. Gib aber die Hoffnung nicht auf, auch wenn es nicht einfach ist. Schicke Lesermails direkt an die Journalisten statt Kommentare in Internetforen zu posten. Konzentriere Dich auf die, die Gehör finden, die Schreiben und verbreiten und Dich zu Unrecht in ein schlechtes Licht rücken.

      Der gesamte Prozess, den die Gesamtgesellschaft durchläuft, steckt noch in den Kinderschuhen. Wir alle – Medien, Gesellschaft, Minder- und Mehrheiten – müssen gemeinsam wachsen. Unterstelle nicht, dass alle Journalisten mit Absicht verzerren oder Unwahrheiten verbreiten. Für viele gilt: “Denn Sie wissen nicht, was sie tun“. Belehre sie eines Besseren! Für andere gilt das Prinzip des Untertans von Heinrich Mann. Sie sind eben Arbeitnehmer und erledigen Aufträge. Und für die, die boshaft schreiben, gilt: Wir können nicht dafür sorgen, dass Sie die Wahrheit schreiben. Wir können aber dafür sorgen, dass Sie unverschämt lügen, indem wir Unwahrheiten, Verzerrungsfaktoren etc. entlarven und anprangern. Und zum Glück gibt es auch viele, die gut, sachlich und ehrlich schreiben.

      Eine positive Grundhaltung ist grundsätzlich immer von Vorteil. Die MiGAZIN-Redaktion kann Verstärkung gut gebrauchen ;) http://www.migazin.de/migmachen/

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  7. elimu sagt:

    eins hab ich gefunden….
    nach langem suchen natürlich ……..

    http://www.sueddeutsche.de/immobilien/29/465617/text/#top

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  8. MNK sagt:

    Ich fand den Beitrag sehr gelungen und sagt viel darüber aus, wie betroffene, in dem Fall eine vielzahl der Türken, fühlen und mitmachen müssen.
    Sicherlich müssen Türken auch selber zu Integration in Deutschland einiges beitragen und können sich nicht komplett rausreden. Aber, wie man aus der Studie sieht, sind viele Hindernisse vorprogrammiert. Eine Ghettoisierung oder Parallelgesellschaften ist daher ein Folgeprodukt dieser Haltung und Meinungsmacherrei der Medien und Politik.
    Die Motivation der Politiker ist aber zu durchschauen. Der G.W. Bush hat es sehr gut vorgemacht, wie das geht.
    In dem man Ängste schürt und einen Schuldigen findet, können regierende die Menschen oder Massen von wesentlichen Problemen ablenken und eigene Interessen besser lenken. Auch Gestze zu Kontrolle der Bevölkerung und Eingrenzung der Freiheiten Einzelner lassen sich einfacher durchsetzen, wenn man künstlich eine Bedrohung schafft.
    Wie man aus dere Studie sieht, ist dieses Gefühl schon bei der Bevölkerung latent vorhanden.

    Wenn Spiegel oder andere Verlage bzw. Medien eine Meinung unter die Leute verbereiten, muss man sich nur mal informieren, welchen Parteien oder Geldgebern Sie unterliegen.
    Die Redakteure sind deshalb in der Pflicht, die Berichterstattung entsprechend zu steuern.

    Leider ist das so.

    Aber ich sehe das trotzdem gelassen Gegenüber.
    Den die Türken brauchen nicht die Deutschen, sondern die Deutschen die Türken in Zukunft.
    Siehe Demographie in Deutschland.

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  9. Pia sagt:

    Ich bin Deutsche und jedem Menschen in erster Linie unvoreingenommen. Es ist gleich, welche Hautfarbe jemand hat oder welcher Religion er angehört. Es ist wichtig, wie er mit anderen Menschen umgeht, ob er sozial handelt und tolerant ist. Arroganz, Neid und Missgunst treibt die Menschen auseinander und die Medien schüren das Ganze noch. Doch wir haben in Deutschland eine neue Plage….die Angstmacherei….sei es die Angst vor Ausländern, vor anderen Religionen oder vor Krankheiten. Schüren die Medien ordentlich das Feuer der Angst, wird sich keiner mehr um die wirklich wichtigen Themen der Menschheit kümmern, um das Tierartensterben, den Klimaschutz, die Aufrüstung. Angst ist ein Thema, dass auch gut im Sommerloch läuft…Vielleicht ist das einem schon mal aufgefallen ! Dabei wäre es eine so große Aufgabe, sich zu verbrüdern und die Probleme der Welt gemeinsam anzugehen. Es existiert ein gewaltiges Potential an Wissen unter allen Menschen, doch WIE nutzen wir das ?? Was für eine Verschwendung. Wir diskutieren über gute und böse Menschen und die Zeit verstreicht. Jeden Tag sterben Menschen auf dieser Welt durch Hunger…und keiner nimmt das wahr vor lauter Diskutiererei. Ich ärgere mich auch über solche unwahren, oberflächlich recherchierten Informationen, die meinungsmäßig in eine Richtung drängen, weil das schlecht ist für jede Art von Verbrüderung. Wenn wir nicht an einem Strang ziehen, werden wir keine positiven Veränderungen in diesem Land erreichen. Ich selbst fühle mich mehr europäisch als deutsch, weil mir die deutsche Art nicht wirklich liegt, dieses Jammern auf hohem Niveau. Die Religion eines Menschen wird viel zu hoch geschätzt. Auch in unterschiedlichen Staatssystemen gab es immer sowohl gute als auch schlechte Menschen. Religion kann Einfluß auf unsere Lebensweise haben, sollte immer akzeptiert sein, sollte aber nicht das Wichtigste im Leben eines Menschen darstellen. Jeder Mensch sollte eigenverantwortlich handeln, also sein Tun immer bedenken und ob es anderen Menschen schadet oder hilft. Ein guter Christ, Buddhist, Moslem wird immer auch ein sozial handelnder Mensch sein. Öffnet Eure Herzen und denkt über die Grenzen hinaus auch an andere.

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    • Umut sagt:

      Hey Pia, bin von deiner Meinung beeindruckt, solche Menschen braucht Deutschland !

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      • Pia sagt:

        Hallo, Umut,
        ..ich hoffe doch nicht, daß ich hier die Einzige bin, die so denkt. Ich habe übrigens sehr nette türkische Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen, auf die ich nicht verzichten möchte. Wir führen offene Gespräche über alle interessanten Themen und akzeptieren auch unterschiedliche Meinungen. Ich bin aber der Meinung, daß man voneinander lernen kann. Jeder Mensch hat besondere Lebenserfahrungen gemacht, die anderen helfen können, Dinge zu überdenken, die eigene Meinung zu revidieren. Objektiv und sachlich kann man über fast alles diskutieren, ohne verletzende Äußerungen zu machen. Ich lach auch oft über die eigenartige deutsche Natur. Letzendlich führt die Menschen aus verschiedenen Kulturen doch die menschliche Wärme und das gegenseitige Verstehen zusammen. Danke für Dein Kompliment ;o)

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  10. Roi Danton sagt:

    @TÜRKIYE

    Soso, Turgut Özal war also ein Kurde.
    Der Mann hat Kurden wie Menschen behandelt und lediglich BEHAUPTET, seine Grossmutter sei Kurdin gewesen.
    Und wir Deutschen sollen einen Türken, nicht einen Deutschen mit türkischer Oma, als Kanzler akzeptieren.
    Sonst gehts aber noch?

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    • Umut sagt:

      Hey, hätte nichtz gedacht, dass du dich im Kurdenproblem so gut auskennst. Respekt, nur deine rechte Seite stört mich manchmal, wenn du etwas sozialer und menschlicher denken würdest, dann wäre es sehr gut für die Menschheit. Denn gebildete Menschen dürfen nicht auf der rechten Seite sein, sondern sollten für das ” Miteinander” etwas tun !

      LG

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      • Roi Danton sagt:

        @Umut

        An meiner rechten Gesinnung kann ich nichts ändern, die ist nun mal so wie sie ist.
        Ich kann ja auch meine braune Augenfarbe nicht ändern.
        Aber historische Ungerechtigkeiten stören mich. Für mich haben die Kurden das gleiche Recht auf einen eigenen Staat wie die Basken.
        Und so wie die Franzosen sich aus Korsika verrollen sollten, haben die Engländer nichts in Irland verloren.
        Ich bin nicht so unsozial und unmenschlich, wie Du denkst.

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      • Markus Hill sagt:

        Gewagte Behauptung. Es heisst nicht umsonst National-SOZIALISMUS! Da tun sich beide Lager nicht viel. Wobei auch noch rechts von rechts-extrem zu unterscheiden ist Man unterstellt auch nicht jedem von DIE LINKE, dass dieser für “Völkermord” (Stalin/Mao) ist. Die Linken sind da mitnichten intelligenter, es kaum nicht auf die Partei, sondern auf den einzelnen Kopf an.

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  11. delice sagt:

    Wieso? Du akzeptierst ja auch einen Bess-Arabier als Bundespräsidenten!

    Und den Amerikanern wolltet ihr doch gerade so gerne einen Obama aufdrücken!

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    • Roi Danton sagt:

      @delice

      Erstens akzeptiere ich Horst Köhler kein Bisschen.
      Dieser mir unsympatische Mensch entsammt dem Fürstengeschlecht der Basarab.
      Das von Dir konstruierte Bess-Arabier ist Schwindel.

      Zwotens war ich für McCain, eigentlich eher für seine Vizekandidatin.

      Drittens: Definiere `ihr´ aus `…wolltet ihr…´

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      • delice sagt:

        Ich denke man sollte dich so denken lassen, wie nun mal bist!
        Davon abgesehen habe ich auch nicht behauptet, dass du für Obama warst, sondern viele andere Deutsche.

        Du bist ja auch der andere Teil eines Deutschlands. Wir werden nie miteinander zurecht kommen,das steht wohl fest! Nur solltest du dich der Welt ein wenig öffnen, und die gegebene Wirklichkeit verstehen lernen. Die Welt besteht mal nicht nur aus deinem Deutschland(-Bild)!

        Außerdem ist Köhler die bessere Alternative!

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        • Roi Danton sagt:

          @delice

          `Wir werden wohl nie miteinander zurechtkommen, das steht wohl fest!…´

          Kein Kommentar.

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  12. SamTheMan sagt:

    Ich erinnere mich an einen Bericht über Barack Obama beim G20 Treffen.
    Als Überschrift wurde die Frage gestellt, ob Barack Obama kein Schweinefleisch ist, denn das Schweinefleisch wurde aus dem Menü genommen und somit die “berechtigte” Frage von der Zeitung Bild.
    Leider wurde in dem Artikel nicht auf den türkischen und saudi-arabischen Staatspresident hingewiesen, die ja bekanntlich Moslems sind und selber kein Schweinefleisch essen.
    Die Sache an sich ist, dass die Ignoranz der Bild Zeitung bzw. des Redakteurs gegenüber den Moslems so groß ist, dass er sie schlichtweg vergißt und so ein Pseudoartikel über den Star Obama schreibt, gerade in dem G20 Treffen.

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  13. Christian Slütter sagt:

    Liebe Mitbürger.

    Ich bin heilfroh, dass wir eine türkische Immigration haben und keine nordafrikanische. Die Geschichte der Türkei ist geprägt von zivilisatorischen Höchstleistungen, sowohl im Bereich der Kunst, als auch der Wissenschaften.
    Auch wenn die Mehrheit der türkischstämmigen Immigranten aus den wirtschaftlich unterentwickelten Teilen des Landes stammt, sind sie doch im Geiste der türkischen Staatsgemeinschaft – also im Rahmen eines modernen Staatswesens – sozialisiert worden (bitte korrigiert mich wenn ich irre).
    Das bedeutet, dass die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration in Deutschland eigentlich gut sind. Warum gestaltet sich also der Integrationsprozess so mühsam und langsam?
    Bevor ich auf diese Frage eingehe, möchte ich anmerken, dass die Situation in Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Ländern sehr entspannt ist. Wer sich einmal in den Vorstädten der französischen Metropolen umgeschaut hat, wird sich gezwungen sehen, seine Auffassung von „gescheiteter Immigration“ radikal zu ändern, denn dort brodelt es wirklich (in den Niederlanden und in England ist es ähnlich).
    An der Tatsache, dass die Lage der türkischstämmigen Mitbürger in Deutschland unbefriedigend ist, kann dennoch nicht gezweifelt werden.
    Es haben sich übrigens schon Heerscharen von Soziologen und anderen Experten den Kopf darüber zerbrochen, und ich masse mir nicht an, das Problem besser durchdringen zu können.

    Trotzdem möchte ich die Aufmerksamkeit auf einen Aspekt lenken, der mir sehr am Herzen liegt: die Identifikation von Immigranten mit ihrer neuen Heimat und ihre Aufnahme durch die Einheimischen. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man in einem Land das man nicht liebt, nicht glücklich werden kann.
    Wenn also viele türkischstämmige, darunter auch Akademiker, sich hier nicht glücklich fühlen, liegt es in erster Linie daran, dass sie Deutschland nicht lieben (vielleicht nicht lieben können). Woran liegt das?

    Es sind in den letzten Jahrzehnten auf beiden Seiten so viele Fehler begangen worden, dass es mir müssig scheint, darauf im Einzelnen genauer einzugehen.
    Wir wissen allzu gut, dass junge Türken schulisch nicht ausreichend gefördert worden sind, dass viele nach wie vor auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert werden und deshalb in eine prekäre Situation geraten. Wir wissen auch, dass viele Deutschen wenig über die Türkei wissen und sich dementsprechend ignorant und arrogant verhalten.
    Auf der anderen Seite sind viele Deutsche von der Gewaltbereitschaft türkischer Jugendgangs abgeschreckt (ich habe das in meiner Jugend oft zu spüren bekommen, unter anderem auch deshalb, weil ich nie bereit war, das verächtliche Dominanzgebaren türkischer Jungpaschas zu dulden) und viele kommen mit dem Frauenbild in der türkischen Familie nicht klar. Last but not least – viele Türken sind ultranationalistisch eingestellt und idealisieren ihr Ursprungsland (für Deutsche nach all den eigenen nationalistischen Erfahrungen besonders schwer zu verstehen). Ok, das alles sind alte Stiefel, aber wenn wir nicht die Vorurteile benennen, können wir nicht weiterkommen.

    Es ist illusorisch zu glauben, die mit der Integration verbundenen Probleme liessen sich schnell lösen. Wir müssen beiden Seiten Zeit geben und auf die Kraft unserer Institutionen vertrauen. Das gewaltige Anstrengungen nötig sein werden, vor allem im Bereich der Ausbildung, aber auch der Stadtplanung (Ghettos abschaffen!) ist offensichtlich.
    Mein Anliegen besteht eigentlich nur darin, denjenigen die sich hier in Deutschland ungerecht behandelt und vor den Kopf gestoßen fühlen, einen anderen Zugang zu unserem Land zu vermitteln.
    Versuchen Sie es einmal mit unserer Kultur. Lesen Sie Goethe, Schiller, Heine, oder Thomas Mann. Lassen Sie sich von Deutschlands grossartigen Komponisten verführen. Blenden Sie für einen Moment das grantige Gesicht der Kanzlerin oder ihres Nachbarn aus, um sich der Anmut einer Sonate von Beethoven hinzugeben.
    Mit anderen Worten: machen Sie sich auf die Suche nach der Schönheit des Landes, das Sie hoffentlich eines Tages als ihre Heimat bezeichnen werden. Ich kann Ihnen versichern: Deutschland ist ein liebenswertes Land. Und im tiefen Grunde ihrer Seele sind die Deutschen Romantiker. Wir haben gewiss viele Fehler. Aber man kann dieses Land und seine Bewohner nicht auf teutonischen Ernst reduzieren.

    Mein Bild von der Türkei wird jedenfalls nicht ausschliesslich durch die Medien bestimmt, sondern auch durch grossartige Autoren wie Orhan Pamuk.

    Bitte versteht mich nicht falsch: ich bin kein Idealist, glaube nicht an grosse Verbüderungen. Alles braucht Zeit und nicht ist vollkommen.

    Ich glaube jedoch, dass man in Deutschland als Ausländer – trotz aller Beschwernisse – glücklich werden kann, wenn man nach dem Schönen sucht.

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  14. Klaus-Dieter Boden sagt:

    Das waren ja tolle Diskussionen in den letzten 14 Tagen.Von der Schweinefleischproblematik bis hin zur Weltpolitik. Bravo, liebe Diskussionsgemeinde. Alles das befreit jedoch letzten Endes nicht vom Kernproblem dessen, was hier eigentlich auf der Tagesordnung steht, nämlich der andauernden Verletzung der Menschenrechte durch die derzeitige Bundesregierung, egal, ob es sich um langjährige Mitbürgerinnen und Mitbürger ohne deutschen Paß handelt , und/ oder um Flüchtlinge, die in unserem Land und in Europa Schutz suchen. Ich finde, das ist wesentlich wichtiger, als innerstaatliche Probleme in diesem tollen Forum MIGAZIN zu debattieren..Denkt alle mal darüber nach !

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  15. engin sagt:

    Dieser Beitrag ist richtig, wichtig und doch leider kraftlos in seiner Auswirkung.
    Solange hier keine funktionierende und qualitative lobbyarbeit seitens einer tuerkischen organisation gelebt wird, solange werden diese aus meiner sicht wertvollen analysen ihr kraft nicht entfalten koennen. Ich darf hinzufuegen, dass es leider fast immer die falschen landsleute sind, die vor der deutschen Presse, meinen unsere interessen vertreten zu muessen.
    ich bin kein freund von michel friedmann, aber wir brauchen einen der chemisch gereinigt und teflon beschichtet wortgewaltig und elegant medial auftretten und fuer uns das wort ergreifen kann. ( ohne ein peinliches doppelt leben) selbstverstaendlich weiss ich das die medien Ihre opfer in die talk runden dementsprechend aussuchen. ich bin ueberzeugt das wir auch jemanden haben, der politischkorrekt im rahmen der meinungsfreiheit, regelmaessig in den medien die presseferheit auch zugunsten der tuerken auslegent aggieren kann.

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    • Markus Hill sagt:

      ” politischkorrekt im rahmen der meinungsfreiheit” – was soll das heissen???

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  16. G.Keldermann sagt:

    @ Engin

    Die Pressefreiheit sollte NIE zu Gunsten oder zu Lasten irgendeiner Gruppe genutzt/mißbraucht werden,
    sondern eine OBJEKTIVE Sicht der Dinge bringen.

    Ob diese Sicht gefällt, oder nicht.

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  17. Engin sagt:

    Keldermann

    Ihre Darstellung hinsichtlich Pressenfreiheit ist bewusst im konjunktiv. Ja die Pressefreiheit sollte.. aber Sie unterstuetzt nur gewisseTendenzen.. ergo IST Ihre knackige Schlussfolgerung und unbrauchbar. Ich denke es ist nur ein zufall, das Sie ausgerecht die Worte NIE und OBJEKTIV im Zusammenhang mit Pressefreit in Grossbuchstaben geschrieben haben. Siegmund Freud wuerde es bestimmt treffender formulieren. DU BIST DEUTSCHLAND!

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  18. Einer der Jura studiert sagt:

    Ich hab vielerlei Kommentare hier gelesen und nun wie soll ichs sagen, irritiert mich und da ich aus Sachsen komme muss ich sagen, ihr hört euch an wie die Links und vorallem Rechtsextremen an…. kommen wir zum Thema Pressefreiheit, wenn ich mir Deutschland rechtlich anschaue dann bin ich verwundert, über was für Rechte ich alles verfüge, ja sie sind durchsetzbar. Das Land in dem ich aufgewachsen war, der DDR an die sich reichlich von Ihnen hier gewiss nicht erinnern können, hat einen Bruchteil der Rechte zu gesprochen als nun in dem jetzigen Staatsgefilde. Wenn ich dann Berichte über die Türkei höre, entschuldigt, ich weiß der wie soll ich sagen, medialen Polarisierung aber trotzdem informiere ich mich auch über andere Quellen um wirklich fundiert etwas sagen zu können. Gewiss mit Istanbul hat einer der hier zu lesenden Kommentarschreiber vollkommend recht. Es ist mit die “europäischste” Stadt in dieser Region, entschuldigen Sie falls ich jetzt zu grob war, aber man muss sich einer gewissen Kürze unterziehen – das Recht was ein deutscher Staatsbürger hierzu Lande genießt ist wirklich eine große Freiheit.
    Demographische Entwicklung… ja es ist erschreckend, gut aber noch lange keine Krise, gut es wird nicht besser, aber hat sich schon einer mal überlegt auf welchem Niveau wir leben – es ist luxuriös, und dabei habe ich nur 300€ zur Verfügung zum studieren. Ich hab mir bis zu der Zeit genug angespart um nicht durch Nebenjobs dringliche Anschaffungen finanzieren zu müssen. Wenn die Türkei nun als … Kindersegen für Deutschland werden soll frag ich mich – wo macht das Sinn? – braucht die Türkei denn keine Kinder? – Anschluss gleich an das mit dem türkischen Bundeskanzler, entschuldigt, jetzt bin ich entrüstet; ” Habt ihr noch nen Hirn???” – jeglicher Präsident und Volksvertreter in der höchsten Machtinstanz ist zwangsläufig ein Staatsbürger des Landes als auch sollte er das Land verkörpern, somit wählt wohl immer die Mehrheit den am besten passenden Kandidaten – ansonsten würde doch gewiss der Trend aufkommen, dass sich die Kultur des Staates ändere, aber grundlegend. Das sollte meiner Meinung bewahrt werden, dass ein Staat seine einzigartige Kultur hat und nicht in einem weltweiten Kunterbunt erstickt – oder wollt ihr in der Türkei die tollen deutschen Ämter übernehmen, sodass man für alles eine Bewilligung braucht etc. , es gibt gewiss noch mehr Dinge die ihr an der Türkei liebt und nicht durch deutsche Äquivalente ersetzen wollt.
    Letzteres, damit ihr mich nur bis zu einem gewissen Grad… verachtet, ich beziehe das auf die Einfärbung der hier zulesenenden Kommentare, den Autor eingeschlossen, ist es doch so, dass (es ist nicht rassistisch oder diskriminierend gemeint, sollte sich jemand dadurch verletzt fühlen, sollte er es nochmal lesen um es vllt. besser mir nachzuvollziehen) wenn jemand schreibt, er fände die Türkei viel besser etc. dann sollte er doch auch dort wohnen, denn mit türkischer Staatsbürgerschaft stellt das wohl kein Problem dar. Anzumerken ist hierbei warum kommt ihr her ( nichts gegen die hier geboren werden, kann ich verstehen lieber wieder in die Heimat zu wollen), wenn ihr doch alles ungerecht und diskriminierend findet. Dazu würde ich gern ein Statement hören.

    Nur um es nochmal zu betonen; Ich habe nicht gegen Immigranten, doch aufgrund meiner eigenen Wahl, wo ich wohnen/leben will, finde ich, ist es nicht das Recht “Außenstehender” in das der andern einzugreifen, ausser ich betone, ausser es liegt ein in hohem Maße erheblicher Missbrauch der Macht gegen dessen Staatsbürger vor, sodass die Welt sich erheben soll, zum Verteidigen des humanistischen Gedankens – siehe Interventionen in dem Völkermord in Ruanda durch Blauhelme (ich entschuldige mich für Rechtschreibfehler)

    Till

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    • Mehmet sagt:

      “er fände die Türkei viel besser etc. dann sollte er doch auch dort wohnen”
      Nach meinem Auslandssemester in Istanbul bin ich leider nicht zu der Erkenntnis gelangt. Dennoch: Da Ich hier geboren und aufgewachsen bin, bin ich ein Teil der Gesellschaft und wenn Ich sehe, dass “Farbenblindheit” in Deutschland noch nicht der Fall ist, dann müssen wir gegen diese Ungerechtigkeit ankämpfen. Was bewirkt man denn, wenn man sagt: “Dann flieg doch zurück!”. Hat man damit denn die eigentlichen Probleme gelöst? Die Ausländerdiskriminierung erkannt und Schritte eingeleitet? Nein. “Dann flieg doch zurück!” bedeutet nichts anderes als dass Rassismus gebilligt wird. Ja Rassismus, denn nichts anderes ist es, wenn Ausländer ungerecht behandelt werden. “Und sie haben alle weggeschaut.”

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      • municipal sagt:

        @ Mehmet

        Entschuldigung, WIE Ausländer behandelt werden, regeln die rechtsstaatlichen Gesetzte DIESES (wie jedes anderen) Landes. Und sicher gibt es da eine unterschliedliche “Behandlungen”, wozu wäre sonst die Stattsangehörigkeit (und deren damit verbundenen Rechte UND Pflichten) gut?

        Wenn einige Personen/Gruppen etwas als “ungerecht” betrachten, heißt das doch noch lange nicht, das es auch ungerecht IST,oder? Ist die Bundesrepublik Deutschland VERPFLICHTET, jeden ins Land zu lassen und vielleicht auch noch zu versorgen?

        Hören Sie damit auf, alles was Ihnen nicht gefällt, mit dem Totschlagswort RASSISMUS zu betiteln.

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        • Mehmet sagt:

          “Hören Sie damit auf, alles was Ihnen nicht gefällt, mit dem Totschlagswort RASSISMUS zu betiteln.”

          “Kaum hier, schon schnorren sie sich einen Mercedes zusammen!” “Hey Schmarotzerkind!” “Dreckstürke, mach den Dreck weg!”.

          Entschuldigen Sie, dass mir so etwas nicht gefällt. Sicherlich ist die Interpretation dieser “Begrüßungen” von mir verzerrt und daher nehme Ich sie auch bestimmt negativ auf.

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      • Markus Hill sagt:

        Türken sind für mich keine Rasse, Deutsche sind für mich keine Rasse. Bitte lassen Sie bitte diesen Ausdruck, ein einfaches: “Ungleiches wird ungleich behandelt, manchmal auch zu unrecht oder auch zu recht” würde den gleichen Sinn haben, würde aber eine inhaltliche Diskussion ermöglichen. Gefühlsmässig kann ich vielleicht noch etwas folgen, aber es erschwert sehr die Sachlichkeit in der Diskussion. Ich gebe Ihnen recht, zur Zeit kann man mit dem Label “Türke” bzw. “türkische Herkunft” wenig Blümenpötte in Deutschland gewinnen. Man wird in eine Rechtfertigungshaltung gedrängt. Nicht Ihre persönliche Schuld. Das wandelt sich aber, der Zug fährt derzeit in die gute Richtung.

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    • Ali As Men sagt:

      Zitat: Einer der Jura studiert:
      – jeglicher Präsident und Volksvertreter in der höchsten Machtinstanz ist zwangsläufig ein Staatsbürger des Landes als auch sollte er das Land verkörpern, somit wählt wohl immer die Mehrheit den am besten passenden Kandidaten – ansonsten würde doch gewiss der Trend aufkommen, dass sich die Kultur des Staates ändere, aber grundlegend. Das sollte meiner Meinung bewahrt werden, dass ein Staat seine einzigartige Kultur hat und nicht in einem weltweiten Kunterbunt erstickt –

      Deutschland ist eines der Länder die am meisten von der Globalisierung profitieren. 15% der deutschen Bevölkerung haben einen ausländischen Hintergrund.

      Die sentimentalen Reaktionen vieler Migranten in Bezug auf ihr ursprüngliches Herkunftsland ist Ausdruck von Resignation und Hilfslosigkeit. Beruhend auf den minimalen bis nicht vorhandenen Einfluss in einer Gesellschaft in der sie geboren und aufgewachsen sind. Leider können Aufgrund ständiger Wiederstände selbst auf Seiten der aufgeschlossenen Bevölkerungsteile nur geringe Verbesserungen erziehlt werden. Wenn schon Bestrebungen Änderungen herbeizuführen daran scheitern, dass die Positionen in Unternehmen und der Öffentlichkleit die Änderungen bewirken können nicht erreicht werden konnen.
      Integrierte Migranten kennen beide Seiten und Schwachpunkte auf beiden Seiten. Das kann man von einem Deutschen ohne spezielle Kenntnisse für Problembereiche nicht erwarten. Trotzdem wird das oft nicht in Betracht gezogen.

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      • Markus Hill sagt:

        Zitat:
        “Leider können Aufgrund ständiger Wiederstände selbst auf Seiten der aufgeschlossenen Bevölkerungsteile nur geringe Verbesserungen erziehlt werden.”
        Da gibt es viele Kreise in der Bevölkerung, die auf Seiten dieser Einwanderer (die derzeit etwas in der Luft hängen) stehen. Doppelstaatlertum – danach wird immer gerufen, verlängert meiner Ansicht aber diesen Schwebestatus. Ich würde noch weiter gehen und behaupten, dass viele Deutsche den Erfolg von türkisch-stämmigen Einwanderern begrüssen. Der Eindruck entsteht aber, dass diese sich nicht nur gegen kritische Deutsche, sondern auch noch gegen die eigenen Verbände behaupten müssten. Diese führen in Ihrem Vorgehen in der Öffentlichkeit oft noch zu zusätzlicher Stigmatisierung der erfolgreichen Migranten. Pauschal, nicht differenziert ausgedrückt, ich weiss.

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        • Ali As Men sagt:

          Ich habe nichts mit einem Migrantenverband zu tun und kenne persöhnlich auch keinen der mit irgendeinem “Migrantenverband” was zu tun hätte. Das diese Verbände aber die viele Facetten der Migrantenbelange ansprechen ist natürlich für viele unbequem. Aber Forderungen haben Migranten genausolange wie sie von der Politik und Gesellschaft ignoriert wurden eingefordert. Die Wahrnehmung in der Bevölkerung änderte sich leider als Migranten für politisches Verfehlungen verantwortlich gemacht wurden.

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          • Markus Hill sagt:

            Habe Sie auch nicht als Verbandsfunktionär gesehen. Ich wollte nur ausdrücken, dass mit irgendwelchen Sonder-Bevorzugungsgesetzen für Türken nichts Konstruktives, ausser weitere Rufschädigung, erfolgt. Die Verbände fordern so etwas aus häufig. Bitte nicht “Migranten” sagen und Türken meinen. Das sollte differenziert behandelt werden. Würden Vietnamesen und Chinesen etc. lauter bei Ihren Forderungen (in der Regel überzeugen sie durch Leistung, genauso wie eine neue Generation von Türken, haben diese Verbandspolitik weniger nötig) in Deutschland, würde man wahrscheinlich aufhorchen. Ich glaube sogar, dass viele Verständnis für deren Belange hätten. Da würde Ungleiches halt ungleich behandelt. Statt mit dem Finger auf die deutsche Seite zu zeigen, würde es den türkischen Verbandsvertretern oft besser anstehen, die zum sehr grossen Anteil türkisch-hausgemachten Probleme in der Bildungsfrage erst einmal interen etwas selbstkritischer zu diskutieren. Wenn in der deutschen Öffentlichkeit diese Haltung und “Hausarbeit” wahrgenommen würde, dürfte Vieles an Schärfe in der Diskussion verlieren. So entsteht platt gesprochen oft der Eindruck: “Jetzt haben die so einen Trümmerhaufen in den Schulen mit ihren Kindern hinterlassen und wagen es auch noch, permanant Sonderrechte einzufordern. Jetzt wollen die noch so etwas wie einen Behinderten- oder Homosexuellen-Bonus bei der Einstellung oder Wohnungssuche.
            Die Asiaten machen es doch vor, wie das alles problemlos geht”. (So würde es wohl irgendwie die BILD-Zeitung auf den Punkt bringen – Sie wissen, dass deren Einfluss nicht unbedingt als konstruktiv und positiv zu betrachten ist).
            Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass viele Leute in diesem Land das nicht mögen; Deutsche, erfolgreiche Migrantengruppen und erfolgreiche Migranten aus der türkischen Community. Ich bin mir durchaus bewusst, dass wir hier da alle nur über Stimmungen, Meinungen und Befindlichkeiten diskutieren. Aber diese haben eine Wirkung, auch oft gegenüber Sachargumenten.

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            • Ali As Men sagt:

              Türken sind nicht die einzige Gruppe die von Benachteiligung betroffen sind. Es gibt sie unter vielen anderen Nationalitäten. Es ist war das Benachteiligung gegenüber Türken am meisten verbreitet ist. Ich tu mir aber schwer es als ein rein türkisches Problem darzustellen.
              Sie als Betrachter von aussen nehmen vornehmlich die Türken war. Es trifft aber auch auf Menschen zu die auch nur im entferntesten türkisch aussehen zu wie z.B. Iraker, Iraner, Syrer, Libanesen, Mazedonier, Albaner usw. In der Bevölkerung werden sie als Türken wargenommen und nicht weiter unterschieden. Es sei man hat näher mit den Menschen zu tun.
              Was die Verbände anbelangt hätte es sicher eine bessere Lösung gegeben wenn sich “unsere” Bundesregierung mit der Vertretung von Minderheiten wie z.B. Türken befasst hätte. Aber man hat sich nunmal bisher von diesem Teil der “deutschen” Bevölkerung distanziert. Sonst hätte man Zeit und Geld in Forschung über Kulturelle eigenarten investieren müssen. Aber die Dringlichkeit wird und wurde eben nicht gesehen.
              Und wenn viele denken wieso sollen wir deutschen da was machen, suggeriert es mir und vielen anderen Türken “Du bist nicht Deutschland”.

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              • Markus Hill sagt:

                “Und wenn viele denken wieso sollen wir deutschen da was machen, suggeriert es mir und vielen anderen Türken “Du bist nicht Deutschland”.
                Da gebe ich Ihnen recht. Ich meinte aber nicht, dass die Deutschen nichts tun sollten. Die sollten jetzt kräftig Geld für Sprachkurse, Unterstützung für Bildungsmassnahmen und Stipendien etc. geben. Das geschieht auch derzeit. Sie reden hier von Gefühlen, ich habe oben von Gefühlen gesprochen. Worauf ich hinauswollte war, dass auch das WAHRNEHMBARE Engagement der Verbände hier sichtbar wird. Man nimmt die Verbände beim Fordern wahr, aber nicht beim “Leviten-lesen” ggü. der eigenen Klientel. Ich würde mit Ihnen wetten, dass da immer noch oft eine Trotzhaltung herrscht: “Ha, wir lassen uns nicht vorschreiben, UNSERER Leute in Bildungsdingen unter Druck zu setzen!” (wohlgemerkt: nach jahrelanger Passivität werden die alles als Druck empfinden). Die Bildungsfrage ist das was die Deutschen bewegt, die Missstände an den Schulen – nicht Visum, Antidiskriminierungsgesetze oder die doppelte Staatsangehörigkeit. Nicht das diese Punkte nicht irgendwann auf die Agenda kommen würden.
                Ich kann nur von meinem persönlichen Bekanntenkreis (Deutsche, Inder, Türken, Amerikaner etc.) ausgehen. Mir ist nicht bekannt, dass irgendjemandem daran gelegen ist, die Türken und Deutschen mit türkischer Abstammung im Regen stehen zu lassen. Keiner will, schon aus purem Eingeninteresse, dass diese hier scheitern. Es gibt da wirklich keine Verschwörung!!!:-)

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                • Ali As Men sagt:

                  Mir geht es nicht darum schlaue Tips oder Ratschläge zu äussern. Es geht mir darum die Kommunikation erst mal möglich zu machen.

                  Sie irren sich wenn Sie annehmen, dass es Trotz sei welches Türken an der Teilnahme an Sprachkursen oder anderen Aktivitäten zur Förderung der Integration hindern. Es ist schlicht eine Apathie die Sie aber in der gesamten auch deutschen Gesellschaft beobachten können.
                  Es kommt sehr erschwerend hinzu, dass man, wenn man doch die Bereitschaft zeigen sollte, dabei auch noch gegen zum Teil massive Wiederstände ankämpfen muss. Also bleibt man Zuhause und steckt den Kopf in den Sand es ging ja schliesslich bisher auch so. Das ganze spielt sich dann noch in Bildungsfernen schichten ab.

                  Es sind also keinen Verweigerer sondern ein Bild unserer heutigen Gesellschaft. Denn in vielen Dingen ähneln sich Türken und Deutsche eben.

                  Ein weiterer Knackpunkt ist die Schulpolitik in BRD. Diesem ist endlich auch von unabhängigen Stellen eine höchst diskriminierende Selektion bestätigt worden. Leider werden diese Themen in BRD nicht wargenommen und zu wenig dagegen unternommen, dafür die daraus resultierenden Symptome umso mehr.

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  19. Einer der Jura studiert sagt:

    ich meine das anders, sich aufzuregen, man hätte in Deutschland nicht genug Rechte, man müsse mehr Integrieren, mehr Rechte für besagte Immigranten, dann sehe ich in Deutschland ein Land, welches im Gegensatz zu Amerika, Norwegen, Australien und gewiss andere Länder die sehr hohe Anforderungen an eine Immigration stellen,eben sehr aufgeschlossen ist. Leider kann man erwähnte Rechts- und Linksradikale nicht verweisen, die genauso das System anprangern und hierbei durch eine machthungrige Diktatur ersetzen wollen, und nicht zu frieden damit sind. Die meisten sind aber hier geboren und haben gemäß der deutschen Staatsbürgerschaft ein Anrecht darauf ihre Interessen durchsetzen zu wollen und ihre Meinung zu vertreten.
    Ich wollte nicht proklamieren, dass man “farbige” ruhig dahin schicken soll, wonach ihre Hautfarbe aussieht. Ganz und gar nicht, bloß ich kann nicht verstehen, wie man sich aufregen kann über die Rechte und Gewohnheiten eines Landes, in das man selbst und freiwillig gezogen ist um dort zu leben. Genau bei diesem Fall bin ich der Meinung, dass man auch in sein Heimatland gern wieder zurückkehren kann.
    “Ausländer ungerecht behandelt”… damit fang ich nicht an, den egal wer es ist, meiner Meinung nach ist in Deutschland jeder,ich betone jeder, Mensch geschützt vor Rassismus, Beleidigungen und andern menschenverachtenden Handlungen. Und als Deutscher (ich denke das bist du) “Und alle haben sie weggeschaut ” zu sagen. Frag ich mich ob dir der 2.Weltkrieg entfallen ist, ja da haben sie weggeschaut – es gibt noch “Kräfte” die so denken, aber ich hoffe jedenfalls die Vielzahl der in Deutschland lebenden Menschen hat begriffen, was immer nur “wegschauen” anrichtet.

    Ich hoffe ich konnte dir erklären was ich meinte, ansonsten gern noch was schreiben und ich versuche es in andere Worte zu fassen, den Rassismus, nein diese Oberflächlichkeit möchte ich mir nicht anhaften lassen.

    (PS: Ich hab ein paar wirklich gute “schwarze” Freunde, aus Indien, für die Stehe ich gegen jeden Nazi sofort ein)

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    • Ali As Men sagt:

      Rechte gibt es auf dem Papier genug, nur die Realität sieht anders aus. Was nützten einem all die “gute” Gesetze wenn sie nicht auf alle gleich angewandt werden? Denkt ein Vermieter oder ein Arbeitgeber an das Grundgesetz wenn er einem Migranten Wohnung oder Job verweigert. Da helfen nur Antidiskriminierungsgesetze welche konsequent durchgesetzt und auch von Migrantengruppen mitüberwacht werden und nicht halbherzig oder verwaschen “einseitig” geahndet werden.

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      • Markus Hill sagt:

        Ich glaube, Ihre Empörung verstehen zu können. Meiner Ansicht nach täuschen Sie sich. Antidiskriminierungsgesetze passen oft bei Behinderten, Homosexuellen, Leuten die in Not sind etc.. Es werden jedoch neue UNGERECHTIGKEITEN für nicht bevorzugte Gruppen geschaffen.
        Für erwachsene Türken empfände ich so etwas als beschämend. Als Deutscher im Ausland würde ich mich zutiefst schämen, wenn man Deutsche-Quoten – “weil die es nicht so drauf haben” – schaffen würde. Türken-Quoten (seien wir ehrlich, es geht nicht um Migranten allgemein) sorgen nur noch für noch mehr Spott und Häme bei der Bevölkerung. Das macht Ihnen das Leben noch schwerer. Der Ruf ist NOCH MEHR “versaut”. Das kann nicht der Ausweg sein. Es ist nun einmal so, dass man mit den tollsten Gesetzen nicht das Denken der Leute kontrollieren kann. Die Zeit wird das Problem lösen. Schon heute spricht man mit vielen gut-ausgebildeten Türken oder Deutsch-Türken. Die türkischen Frauen fallen positiv auf, so wie Vietnamesen in den Schulen. Achtung, Respekt vor Leistung steht da im Vordergrund. Das kann man nicht befehlen oder per Gesetz. (Ich weiss, gegenwärtig hilft das Ihnen nicht bei der Wohnungssuche etc, sorry!).

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    • Ali As Men sagt:

      Das mit Ihren int. Freunden freut mich. Aber sind Sie auch dabei wenn diese Leute nicht in vertrauter Umgebung sind und von nicht so aufgeschlossenen Menschen wie Ihnen umgeben sind und was sie dabei Empfinden. Und leider ist das wohl das representativere Bild in Ihrer Heimatregion. Es geht nunmal nicht um einzelne Beispiele als vielmehr um kollektive Verantwortung die Sie tragen.

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      • Mehmet sagt:

        “Hey Achmet, räum hier mal den Müll weg!” letztens auf der Straße…

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  20. Einer der Jura studiert sagt:

    Es gibt, Mehmet, einfach [...] oder besser [...], die einfach jeden der nicht ganz so aussieht wie sie oder ihnen nicht anhänglich ist(zur Gruppe gehört), verurteilen und beleidigen. Es ist dabei egal ob man Ausländer ist, oder eine Behinderung hat, bei unteren Schichten, entschuldigt wenn ich das so sage, aber da kommt es nun mal noch vor das Wort “Brillenschlange” zu hören. Ich kann mich seit meiner Schulzeit nicht mehr daran erinnern überhaupt noch so etwas zu hören.
    Das was Rassismus genannt wird, ist leider nur ein kleiner Teil der von diesen “[...]” diffamiert wird. Nur bei der Hautfarbe ist es leichter zu sehen und vorallem, findet man im eigenen Land meist wohl mehr “Lacher” – als wenn man jemanden wegen seinem Gewicht hänselt, da sich davon auch genug im Freundeskreis des Jenigen befindet.
    Deshalb wird es auch nicht so einfach bekämpft werden, denn bedenke man die Ursache glänzt es an Unmöglichkeit. Meiner Meinung ist jegliche Beleidigung ein Ausdruck eigener Unzufriedenheit die auf das Opfer projiziert wird. Und sind wir ehrlich, wie oft haben wir schon vllt. aus Neid jemanden mit einem blöden Spitznamen versehen, eine ironische Bemerkung gemacht oder einen Witz auf Kosten eines anderen gemacht.

    Der Mensch, wie richtig bemerkt ist nicht durch Gesetze gebunden, doch gibt es eine Stütze die uns oft wieder darauf stoßen soll, wie wir uns benehmen sollen.

    Das einzige Mittel, mit dem man Rassismus, Diskriminierung und Mobbing begegnen kann, ist leider das schwerste aller Mittel… Liebe, Vergebung und Hoffnung. – Ich meine damit nicht sich einfach alles gefallen zu lassen, oder still zu stehen wenn neben einem einer verprügelt wird, aber das Zahn um Zahn und Auge um Auge Prinzip schafft nicht das nötige Verständnis, dass der Täter braucht um langfristig zur Vernunft zu kommen.

    Danke übrigens für das Verständnis mir gegenüber

    Till

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    • Ali As Men sagt:

      Hi Till,
      es geht nicht um die täglichen Spitzen mit denen jeder klarkommen muss. Es geht um die vielen Dinge die nicht gesagt oder ausgesprochen werden. Dinge die einem ungesagt klar und deutlich machen was das gegenüber von einem hält. Das ist zwar auch kein typisch türkisches Problem haben alle insbesondere Behinderte und Homosexuelle. Aber die eine Gruppe erlebt es Morgen wieder anders die andere ist rechtlich geschützt (Behinderte) die andere hat es in der Hand ob er/sie bereit ist sich dem Auszusetzen (Homosexuelle) und beide letzere haben eine gewisse Akzeptanz in der Bevölkerung ;-)
      Von daher sehe ich wenig Punkte die einem Vergleich standhalten könnten. Viele Türken erleben diese Spannungen jeden Tag und wen wunderts wenn Parallelgesellschaften entstehen. Ich bin gegen Parallelgesellschaften aber auch alle anderen Deutschen müssten “wirklich” dagegen sein.

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      • Einer der Jura studiert sagt:

        Hallo Ali As Men,
        Jetzt kommen wir vorallem an den Punkt den ich vorwiegend nicht verstehe, doch zuerst zu behinderten Menschen. Wenn ich die Wahl hätte mich entweder für eine dunklere Hautfarbe, bzw. anderer Kultur oder einer Behinderung die mich körperlich einschränkt (schwer genug, dass es nicht alltäglich ist wie Brille, bei Plattfüssen spezielle Schuhe etc.) – dann wird wohl so gut wie jeder lieber nur die Hautfarbe wechseln, als vllt. impotent zu sein, geistig Zurückgeblieben etc.
        Aber jetzt zu Punkt Nr. 1; es soll sich keine Parallelgesellschaft herausbilden, ganz klar, davon haben wir genug – denn ehrlich mit der Hauptschule/Mittelschule/Gymnasium beginnt eine gewisse Selektion. Doch wenn ich den Begriff Integration genau betrachte, ist meiner Meinung nach eine Anpassung einer Sache in eine andere gemeint, wobei die Hauptbestandliche Sache im wesentlich gleichbleibt und immernoch so zu definieren ist wie am Anfang. So ist vllt. auch auf Grund meiner Konfession es nicht, normal, wenn eine Moschee gebaut wird hier in Deutschland – und es kommt mir vor, dass jedenfalls in den Nachrichten, die arabischen Immigranten eher nur zu einem Bruchteil sich dem der deutschen Gesellschaft beugen, so spiele ich an auf Geschwistermord/Ehrenmord, Kopftuchbedeckung und damit einhergehendes anderes Frauenverständnis. Weiterhin der Meinungsfreiheit gegen Gott – siehe Dänemark.
        Ich will damit, auf keinem Fall, es allgemein verurteilen, sondern mein Anliegen darin begründen, dass es gesellschaftliche Unstimmigkeiten die nur durch das Übernehmen des anderen zu beheben sind.

        @ Homosexualität, ja ich finde sie ist weitestgehend angenommen, vorallem durch jede Serie die jetzt einen Schwulen hat, bester Freund der Freundin etc. Es gibt zwar noch nicht vollste Akzeptanz, doch bieten gewiss genug Berufe einen Vorteil für Schwule, nicht nur Frisör, Ballettänzer (davon kenn ich einige), Gärtner (auch Erfahrung, wegen dem Blumenbinden wurde mir erklärt), Eventmangament und viele weitere.
        Das Outen ist hier nicht mehr so “krass” wie es früher war.

        Till

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        • Ali As Men sagt:

          Till
          Sie machen den selben Fehler wie viele. Die Beispiele mit Behinderten und Homosexuellen habe ich nur aufgegriffen. Aber was symptomatisch ist ist die Tatsache das meine Diskussionspartner in solchen Themen oft nur die Symptome ansprechen. Eine Ganzheitliche Betrachtung ist aber notwendig. Wenn jemand mit dem Rücken zur Wand steht bleiben oft nur noch archaische Mittel übrig. Das ist verwerflich ebenso wie die die jemanden in diese Situation bringen. In der Psychologie weiß man das Sugestionen eine Wirkung auf Menschen haben. Wenn ich die meiste Zeit nur das eine Höre füge ich mich wenn auch unbewust in dieses Bild oder ich lehne mich dagegen auf.
          Umso schlimmer wenn ich keinen Bezug zu der Gesellschaft (deutsche Freunde und Kollegen) habe um das dann ausgleichen zu können.

          Bei einem entkrampften Umgang gebe es keine extremen Standpunkte auf beiden Seiten. Wenn man sich dessen bewust wäre wäre uns allen schon sehr viel geholfen.

          “Ich” muss mich ändern in meiner Einstellung.

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          • Einer der Jura studiert sagt:

            okay ich verstehe, es muss erst die “Anlaufstelle” geschaffen werden, damit Integration stattfinden kann. Das ist doch so zusammengefasst worin das Problem besteht oder?
            – ich schätze mal da ist vorallem die Sprache eine Barriere die effektiv beseitigt werden müsse. – den Homosexuelle oder so können ja in Selbsthilfegruppen und ähnliches Anschluss finden, wenn aber Immigranten dieses System übernehmen teilen sie ja dann nur ihre verschiedenen Kulturen und separieren sich. Soweit sollte ich jetzt hoffentlich mit Ihnen übereinstimmen.
            – aufgrund der anderen Religion, finde ich es schwer muslimische Immigranten in die meisten Menschenoffenen-”Sozialeinrichtungen ” zu verweisen, da diese einem christlichen Hintergrund entspringen, und ich weiß dass beide Religionen unvereinbar sind. Warum meiste? – ergibt sich daraus, dass jede Kirche/ Gemeinde so etwas darstellen sollte
            – somit müssten andere Begegnungsstätten geschaffen werden, die eine andere Gemeinsamkeit haben, wie Frauen mit Kindern – dabei könnte nun die von mir oben erwähnte andere Einstellung zur Freiheit der Frau ein vllt. zu großes Vorurteil darstellen um richtig ins Gespräch zu kommen, oder in einem anderen Fall sich bewahrheiten

            -> es ist leider sehr verschieden, sodass wie schon gesagt Unstimmigkeiten nur dadurch zu lösen sind, indem man sie aufhebt durch Übernahme des andern Äquivalenz

            Till

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            • Ali As Men sagt:

              Moment Moment :-) soweit sind wir noch lange nicht. Solange die negative Berichterstattung in der Öffentlichkeit nicht abnimmt habe ich wenig Hoffnung, daß deutsche und türken einen Weg finden “wieder” ein bisschen näher zu kommen. Denn es war schonmal anders hier in Deutschland auch für mich persöhnlich :-( Erst dann können die Spannungen abnehmen.

              Die wahrnehmung von Türken in der Öffentlichkeit muß positiver werden. Es kann keiner behaupten dass Türken nicht auch gute Seiten haben. Wieso kann man die nicht mal hervorheben und zur Gewohnheit machen statt andersrum. Wieso sieht man so selten mal einen Türken in einem Schützenverrein oder bei der Feuerwehr im Fernsehen in deutschen Sendungen. Mancher denkt vielleicht sagen ich hab schonmal gehört von einem oder es sind halt sowenige da die was taugen. Das sagt mir allerdings, dass man die dringlichkeit nicht sieht sei es aus Verlustängsten, Xenophobie oder sonst was. Wenn nicht andere Menschen samt ihrer eigenen Kultur bei Entscheidungen mitwirken wird immer nur Benachteiligung unter dem Strich rauskommen.
              Wenn soviel über Ehrenmorde (Eifersuchtsmorde) in der Medien berichtet wird hätte man wenigsten daraus Lernen können, dass wohl Ehre bei Türken eine Rolle spielt und die Vorgehensweise entsprechend Ausrichten könnte. Aber man weiß viele über die verschiedenen Naturvölker in exotischen Ländern deren Eigenarten und Gewohnheiten. Den Türken im eigenen Land kennt man nicht.

              Wenn das alles Zutrifft warum sollte sich ein Türke unerbittlich mit seinen Forderungen gegen jemanden behaupten wollen der ihm dieses Entgegenkommen erweist.

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              • municipal sagt:

                @ Ali As Men

                Moment, die “negative Berichterstattung” wie Sie sie nennen ist eine BERICHTERSTATTUNG. Es wird also über etwa berichtet, das auch stattgefunden hat. Die geschieht bei Deutschen genauso, die Presse lebt nämlich von der Berichterstattung vornehmlich NEGATIVER Ereignisse. Be einer grünen Wiese mit Blümchen guckt keiner. Warum sollte man also diese Dinge be Migranten verscweigen, das verfälscht doch das Bild,oder?

                “Die wahrnehmung von Türken in der Öffentlichkeit muß positiver werden.”

                Richtig. Und das ist zunächst einmal Aufgabe der türkischen Community.

                “Wieso sieht man so selten mal einen Türken in einem Schützenverrein oder bei der Feuerwehr im …. ”

                Im Schützenverein? Gibt es. Vielleicht 10? Wird und wurde auch groß drüber berichtet. FEUERWEHR ? Gibts pratisch NICHT, es gab Fernsehberichte, in denen sich freiw. Feuerwehren über mangelndes Interesse belagten.

                “Wenn nicht andere Menschen samt ihrer eigenen Kultur bei Entscheidungen mitwirken wird immer nur Benachteiligung unter dem Strich rauskommen….”

                WER hindert denn deutsche Staatsbürger (mit welchem Migrationshintergrund auch immer) daran , an Kultur,Meinungsbildung und Entscheidungen (z.B. durch Wahlen) mitzuwirken? In kulturellen Dingen und Meinungsbildung sogar OHNE deutsche Staatsbürgerschaft.

                “Wenn soviel über Ehrenmorde (Eifersuchtsmorde) in der Medien berichtet wird hätte man wenigsten daraus Lernen können, dass wohl Ehre bei Türken eine Rolle spielt und die Vorgehensweise entsprechend Ausrichten könnte.”

                Also das ist ein starkes Stück! Wenn übersog.” Ehrenmorde” berichtet wird, dann sind diese auch geschehen, meist nach Absprache in der ges. Familie des/der Täter. Und DAS unterscheidet sie von Morden aus Eifersucht oder anderen Beweggründen ! Das Tatmotiv beim Ehrenmord ist die Wiederherstellung der Familienehre aus Gründen eines archaischen Familienbildes.

                Und das diese Art EHRE bei “Türken eine Rolle spielt” ist zu verurteilen, und nicht der Anlaß, “das Vorgehen danach auszurichten”. Ein solches “Verhalten” ist inakzeptabel und abzulehnen. Wer SO hier leben möchte, hat in Europa NICHT verloren.

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                • Ali As Men sagt:

                  Obwohl ich mich über solche Argumente immer aufrege weil sie kein representatives Bild von einer Gesellschaft abgeben füge ich hier ein paar Links für diejenen ein die sich selbst und vielleicht auch andere als unbelastet sehen. Weitere habe ich uns erspart. Was meiner Meinung auf die einseitige “Berichterstattung” und Wahrnehmung zurückzuführen ist!

                  Ist Ihnen das bekannt, welches Image hat die Betreffende Volksgruppe in BRD, was wird gegen diese Misstände hier unternommen?
                  http://www.nzz.ch/2006/01/18/al/articleDHFLS.html

                  …oder kennen Sie das, welches Bild haben Sie von sich selbst?
                  http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/panorama/5677654-Kindstoetungen-in-Deutschland.html

                  Wenn türkische und türkischstämmige Frauen und Frauengruppen sie gegen “Ehrenmorde” (gibt es) einsetzten erscheint es nur unaufrichtig wenn auf deren Berichte in den Medien nicht weiter eingegangen aber dafür die türkische “Community” zerpflückt wird. Das man Misstände wie “Ehrenmorde” welche oft nur Eifersuchtsmode sind mit der Ehre gleichsetzt ist für mich nur eine Entschuldigung der Täter welches hier aber gerne Aufgegriffen wird um es zu Instrumentalisieren. Welche Stellung zu Ehrenmorden die Regierung in Türkei einnimmt ist auch unmissverständlich. Ich schreibe es sicherheitshalber: Diese werden noch Stärker als in der Vergangenheit verfolgt und geandet.

                  Was Schützenverein, Feuerwehr usw anbelangt. Um in einem Verein oder einer Interressengemeinschaft zugang zu bekommen ist es selbst für mich schwer gegen die vorhandenen Vorbehalte anzukommen. Es geht auch um Spass und Wertschätzung die man dort erfahren will. Warum sollte man als Türke dort hin wollen wenn man vorher und vielleicht auf Dauer gegen eine Mauer von Vorurteilen ankämpfen muss? Nicht jeder Türke ist ein Übermensch an dem jegliche Anfeindungen abprallen. Es gibt auch bei Türken solche und solche, die einfach gestrickt sind wie Otto-Normalbürger und auf solche Fragen keine Antworten wissen und überfordert sind.
                  Warum solte ich mich als einzelner in meiner Freizeit mit Argumenten wie Ihren ausseinandersetzen wollen, wenn ich die Misstände sowieso akzeptiere und diese oft von polemik geprägt ist?
                  Oder wie würden Sie es sehen wenn Sie ständig mit den o.g. Prolemen Ihrer Landsleute gleichgesetzt würden, von denen Sie auch nur über die Medien erfahren und nicht mal Beispiele dafür persöhnlich kennen aber auf polemisierende Einwände äussern sollen. Zu problemen mit denen Sie nicht persöhnlich konfrontiert sind und auch niemals sein werden weil die Wahrscheinlichkeit dass das passiert viel zu gering ist?

                  Bleiben Sie ganz locker! Wenn ich schreibe, dass man auf die eigenarten der Türken eingehen könnte meine ich keine Gesetzesänderungen speziell für Türken. Es ist ganz plump die Förderung der Gleibehandlung in der Öffentlichkeit und bei Ihnen gemeint. Im Grundgesetzt steht es schon drin.

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                  • Markus Hill sagt:

                    “Ist Ihnen das bekannt, welches Image hat die Betreffende Volksgruppe in BRD, was wird gegen diese Misstände hier unternommen?
                    http://www.nzz.ch/2006/01/18/al/articleDHFLS.html
                    Ich verstehe den Bezug nicht. Wird so etwas von Indern in Deutschland praktiziert? Eigentlich haben die Inder einen sehr guten Ruf in Deutschland. Kommen auch immer sehr angenehm “rüber”. Friedfertig, viele legen Wert auf Bildung (sehr gute Freund von mir). Wo ist der Zusammenhang zu der Thematik mit den türkischen Migranten?

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                  • Markus Hill sagt:

                    “Oder wie würden Sie es sehen wenn Sie ständig mit den o.g. Prolemen Ihrer Landsleute gleichgesetzt würden, von denen Sie auch nur über die Medien erfahren und nicht mal Beispiele dafür persöhnlich kennen aber auf polemisierende Einwände äussern sollen.”
                    Ich würde mich sehr genervt fühlen. Würden die Vorwürfe keine Einzelfälle sein, öfters auftreten (ohne durchwegs repräsentativ für die ganze Bevölkerungsgruppe zu sein) und hätte ich das Gefühl, dagegen auch nichts tun zu können, würde vielleicht noch ein Gefühl von Scham über diese “Problemfälle” entstehen. Zumal ich selber ich jedes Mal mit auf der “Anklagebank” sitze, obwohl ich nichts damit zu tun hätte.
                    Bei der Frage der Polemik bin ich etwas vorsichtiger. Das ist mir etwas zu stark ein “Todschlagargument” für Sichtweisen, die halt nicht meiner eigenen entsprechen. Im Zweifelsfalle ist alles, was nicht meiner Ansicht entspricht “Polemik”. Wenn ich alles Gegensätzliche als “Polemik” abtue, brauche ich mich nicht mehr mit der Meinung des Gegenübers konstruktiv, inhaltlich auseinanderzusetzen. Das ist dann am Ende schade, eine ungenutzte Chance, die Gedankengänge und Bedenken des anderen besser kennenzulernen. (Unterstelle ich Ihnen hier nicht persönlich, eine allgemeine Kritik an dem Begriff in einer Diskussion).

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                    • Ali As Men sagt:

                      Ja die Inder haben einen guten Ruf, das sehe ich auch so. Deshalb habe ich dieses Beispiel gebracht. Denken Sie sie hätten den auch wenn die Inhalte dieses Artikel in der Bevölkerung durch entsprechende Berichterstattung vor Augen geführt würde und immer present wäre? Hätten diese in Deutschland oder sonstwo lebenden Inder die nichts damit zu tun hätte eine Kollektivschuld?

                      Den zusammenhang sehe ich auch nicht bei mir und denen die Ehrenmorde (Eifersuchtsmorde) begehen was ich ob so oder so benannt nicht akzeptieren kann.

                      Polemisch bezeichne ich wenn ich Beiträge wie zum Beispiel hier schreibe und als Antwort Beiträge wie;
                      -Dann geh doch zurück wo du herkommst wenn es hier so schlimm ist.
                      Wo soll ich hin wenn ich hier geboren und aufgewachsen bin und Deutschland als meine Heimat sehe.

                      -Oder ich ein türkisches Kochrezept in einem Rezeptforum bringe und ich mich als türke oute und kommentare wie: vor denen ist man nirgendwo sicher folgen.
                      Ich sehe mich als Deutscher mit türkischer Herkunft.

                      Keines der Kommentare hier mir gegenüber sehe ich bisher als polemisch.

                      Polemisch ist für mich wenn jemand nicht verhältnismäßig (Sachlich Sachlich) auf einen Beitrag eines anderen reagiert. Selbstverständlich kann man mir seine Bedenken mitteilen. Die o.g. Beispiele für polemik sind für mich Totschlagargumente wo ich mich dann besser zurückziehe.

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                  • municipal sagt:

                    @ Ali As Men

                    Sie schrieben:

                    Das man Misstände wie “Ehrenmorde” welche oft nur Eifersuchtsmode sind mit der Ehre gleichsetzt ist für mich nur eine Entschuldigung der Täter welches hier aber gerne Aufgegriffen wird um es zu Instrumentalisieren. Welche Stellung zu Ehrenmorden die Regierung in Türkei einnimmt ist auch unmissverständlich. Ich schreibe es sicherheitshalber: Diese werden noch Stärker als in der Vergangenheit verfolgt und geandet.

                    Es ist unsäglich zu behaupten,. sog. “Ehrenmorde” seinen oft Eifersuchtsmorde. Wie sich “Ehrenmord” deffiniert,. habe ich schon beschrieben. Wenn eine Familie beschließt, die eigene Tochter töten zu lassen (meist vom jüngsten Sohn der Familie, da kalkuliert wird, das er eine niedrigere Strafe bekommt),weil sie “westlich lebt” oder “Sex vor der Ehe hat”, dann hat das wohl mit EIFERSUCHT nichts zu tun oder ? Und die türkische Regierung verfolgt diese Taten intensiver als früher, als es noch vor Gericht RABATT gab, weil die Richter dafür Verständnis hatten, dachten sie doch oft selbst in solch archaischen Vorstellungen.

                    Sie schrieben weiter:

                    Es gibt auch bei Türken solche und solche, die einfach gestrickt sind wie Otto-Normalbürger und auf solche Fragen keine Antworten wissen und überfordert sind.

                    Nun, dazu passt wohl auch der Satz aus einer im STERN veröffentlichte Studie (auch hier bei MIGAZIN aufgeführt):
                    “Zu viel Kopfschmerzen mag der Türke nicht”

                    Es kann doch nicht richtig sein, das manchen Türken die Probleme um sich herum ziemlich egal sind, aber, sobald es um seine eigene “Benachteiligung” oder “Forderung”, das Geschrei laut hörbar wird, weil er

                    “zu problemen mit denen Sie nicht persöhnlich konfrontiert sind und auch niemals sein werden weil die Wahrscheinlichkeit dass das passiert viel zu gering sind”

                    sich nicht äußern will.

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                    • Ali As Men sagt:

                      @municipal
                      Sie können in meinen Formulierungen lesen, dass ich die Existenz von Ehrenmorden nicht abstreite. Ich erkenne deren Existenz an während Sie hier überzeugt sind, dass es ausschliesslich der Ehrenmorde seien.
                      Ich befasse mich gelegentlich in solchen Foren mit vielen Problemen von Türken mit denen ich nicht Konfrontiert bin. Mein bestreben ist es Verständnis auf beiden Seiten zu erwecken. Es ist keine leichte Sache das vom türkische Standpunkt aus zu tun im Gegensatz zu Ihrem Standpunkt. Selbiges tue ich auch auf türkischer Seite. Wenn Sie meinesgleichen dieses Recht absprechen können wir die Diskussion hier beenden.

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                • Ali As Men sagt:

                  @municipal
                  Ihre Beiträge sind scharfzüngig aber bisher nicht polemisch.

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                  • Markus Hill sagt:

                    Ihre Bemerkung finde ich gut. Sie hatten wg. der Inder geantwortet. Den Zusammenhang, auch über Umwege, sehe ich. Ganz passen tut er nicht, aber das erscheint mir hier auch wesentlich. Ich glaube, dass die meisten denkenden Menschen nicht in Kollektivschuldzusammenhängen denken. (Zu idealistisch?). Sie haben vorher geschrieben:
                    ” Es ist keine leichte Sache das vom türkische Standpunkt aus zu tun im Gegensatz zu Ihrem Standpunkt.”
                    Zusätzlich hatten Sie noch geschrieben, dass es Ihnen auch um gegenseitiges Verständnis geht. Vielleicht prallen da zwischen Türken (“Ehre” etc.) und Deutschen (“Kritikdiskussionen” etc.) beim gegenseitigen Verständnis manchmal Dinge aufeinander, wo eigentlich kein direkter Gegensatz da sein müsste. Die Fähigkeit zu Selbstkritik ist ein Zeichen von Stärke und Kritik auszudrücken, heisst ja auch, dass man am Gegenüber Anteil nimmt und nicht desinteressiert ist. Zudem ist man an einer positiven Veränderung der Zustände interessiert. Viele Beiträge von Deutschen – auch in diesen Blog – sind mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Gedanken von Wohlwollen geschrieben worden.( Die, die reines “Türken-Bashing” betreiben wollen, langweilen sich nach einer bestimmten Zeit und werden ohnehin zahmer). Es ist wohl eine Tatsache (die Meinungen sind frei) ist leider, dass es viele von “BESTIMMTEN TÜRKEN” in eigener Verantwortung verursachten Dinge gibt, die halt in die Presse getragen werden. Natürlich ist es für den einzelnen NICHTVERURSACHER (z. B. SIE!) sehr unangenehm. Mir ist aber einmal der Gedanke gekommen, dass es besser ist, wenn sich jetzt vielleicht alle Seiten einmal kräftig verbal “auskotzen”, man die Dinge auf den Tisch bringt. Ich glaube, wenn diese derzeitige Welle aus den Wortgefechten, Vorwürfen und gegenseitigen Unterstellungen abflacht, werden sich positive Entwicklungen daraus ergeben.
                    Wie komme ich darauf? Nun, vor Jahren war es ein “Tabu”, überhaupt von Migranten mit Nachdruck zu verlangen, die deutsche Sprache zu lernen (Nationalismusvorwürfe, übliche Nazi-Ari, “unmenschlicher Assimilationsdruck” etc.). Heute sind wir einen Schritt weiter. Die ersten Erfolge dieser normalen Denke zeigen sich nach und nach. Wichtig erscheint mir hier, dass Härte und Konfrontation in der Diskussion nicht in Polemik (Beleidigungen etc.) ausarten muss und in der Regel auch keine Angriffsabsicht dahintersteckt. Viel Polemik resultiert oft daraus, dass viele selber ratslos darüber sind, ob man den “verfahrenen Karren” doch noch gemeinsam aus dem Dreck bekommt. Jeden Deutsche, der selber türkische oder deutsch-türkische Freund hat, weiss was er an ihnen hat und kann das vom täglichen Türken-Problem-Presse-Rummel unterscheiden!!!:-)

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            • Ali As Men sagt:

              Ich weiß nicht ob das hier Erlaubt ist aber ich versuche es,

              hier ein Link der die Fakten beim Namen nennt. Die Zahlreichen peinlichen Kommentare hat die Redaktion freundlicherweise Entfernt.
              Leider bekommen ja viele bei solchen Headlines panische Ängste.

              http://nachrichten.finanztreff.de/news_news,awert,topthemen,id,29414362,sektion,uebersicht.html

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              • municipal sagt:

                @ Ali As Men

                Wenn es dort Kommentare gab, warum sind diese “peinlich”? NUR weil sie der Meinung des Schreibers widersprechen?
                Dürfen die Menschen in Deutschland/deutsche Staatsbürger (in ihrer Mehrheit) nicht mehr darüber entscheiden, WIE das Land heute und in Zukunft aussehen soll? Wurde Dreutschland mittlerweile (ohne, das ich es gemerkt hätte) unter den Hoheitsanspruch anderer Staaten gestellt?

                Was für ein merkwürdiges Demokratieverständnis.

                Ich bin SEHR dafür, das sich hier lebende deutsche Staatsbürger jedweden Migrationshintergrunds auch und gerade in politischen Parteien engagieren. Voraussetzung dafür aber ist , für Rechte UND PFLICHTEN in einem Land geradezustehen, eben die Staatsbürgerschaft.

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              • Markus Hill sagt:

                Welcher Art waren die Kommentare? Der Inhalt des Artikels beinhaltet nichts Schlimmes. Da steht lediglich etwas darüber, dass zum Beispiel Migranten nicht auf Wahlkampffotos sind und auch etwas über die Gedanken und Gefühle von Migranten. So wie auch in Ihren Beiträgen.

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                • Ali As Men sagt:

                  Anfeindungen und Polemik auch gegen den Autor gerichtet.

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  21. municipal sagt:

    @ Ali As Men

    ….die andere hat es in der Hand ob er/sie bereit ist sich dem Auszusetzen (Homosexuelle)…..

    Könnten Sie mir bitte erläutern, wieso es diese GRUPPE “es in der Hand hat”, sich dem Auszusetzen ?
    Können sich Homosexuelle einfach “entscheiden” ob sie es sind oder nicht?

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  22. municipal sagt:

    @ Ali As Men Beitrag von 17.56 Uhr

    Meinen Sie DIESEN Text von Ihnen:

    Misstände wie “Ehrenmorde” welche oft nur Eifersuchtsmorde sind….

    Misstände??? Und sie sind OFT nur Eifersuchtsdramen???

    Ich UNTERSCHEIDE zwischen diesen Taten. SIE versuchen den Eindruck zu erwecken, das DIE MEHRZAHL Eifersucht als Hintergrund haben. Ich habe Ihnen doch mehr als deutlich den Unterschied aufgezeigt.

    Sie schrieben:

    Es ist keine leichte Sache das vom türkische Standpunkt aus zu tun…..

    Verstehe ich. Erfordert es doch den Willen zur Selbstkritik. Und man geht Gefahr, von den eigenen Landsleuten als “Nestbeschmutzer” tituliert zu werden.

    Aber es ist wichtig, das SIE und MÖGLICHST IMMER MEHR den Mut dazu aufbringen.

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  23. ibo sagt:

    ein Integrationsland war und wird Deutschland niemals sein. Genauso wird es auch nie eine perfekte Demokratie geben, zu sehr leckt man den USA und anderen Ländern die Füße.
    Die Medien geben das natürlich anders an, wie z.B. Merkel fordert von Medwedew dies und das, Merkel fordert eine Erklärung ein von XY…wer verdammt ist diese Merkel? Die lachen sich kaputt im Ausland über die Hochnäsigkeit hier in Deutschland.

    Man sieht sich halt als Perfekt an, ist man aber nicht, daher können Deutsche keine Kritik vertragen.
    Ein Land, dass seine eigene Bevölkerung (Ossis) nach 20 Jahren nicht mal integrieren kann, kann nur versagen.

    Schöner Artikel oben, den könnte man noch um 100 Punkte ergänzen.

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  24. Einer der Jura studiert sagt:

    @ ibo

    es ist traurig, nach so vielen geistreichen Kommentaren, die fundiert und vorwiegend sachgerecht mit der eigenen Meinung vorgetragen wurden, ein so plattes und sinnfreies Kommentar zu lesen.
    Ich komme aus dem “Osten” , und ja es ist hier ein geringerer Standart als im “Westen” , doch geht es mit der Wende mehr um die Zusammenfügung Deutschlands und der Einheit von zerrissenen Familien als um gleichen Lohn. Denn hier lebt es sich dafür auch billiger. Damit sind relativ der Lohn im Verhältnis zum Lebensunterhalt.
    Klar sind wir noch nicht “perfekt” fusioniert, aber bitte so was dauert, und nähmen wir das Beispiel der zerrissenen Familie und sehen Deutschland metaphorisch als diese, dann weiß jeder, dem seine Familie Risse bekommen hat, es dauert Jahre und wird nie so sein wie früher!
    Deutschland ist nicht perfekt, aber unser Land hat in gewissen Bereich, und vorallem im Bereich Jura eine Vorbildsstellung für die Welt. Was gleich einleitend für ihre nicht vorhandene Demokratie ist, die andere Staaten wohl hätten – FALSCH – Deutschland ist so geregelt, dass Demokratie als einziges Land überhaupt möglich ist eine ordentliche Demokratie zu besitzen. Die Verfassung beschreibt dieses und unsere Gewaltenteilung ermöglicht diese Umsetzung. Sehe ich mir England, Frankreich und ohh Amerika an, sehe ich eher Diktaturen bzw. Polykratien.

    und ich bin Stolz auf unsere Bundeskanzlerin, denn im Gegensatz zu gewissen Vorgänger, macht sie ihren Job meiner Meinung richtig gut.

    Till

    (PS: @ Markus Hill, es freut mich ihre Kommentare zu lesen, sie haben das Herz am rechten Fleck… das ist so ein Sprichwort, mir fällt grad auf man könnte es falsch verstehen… das hasse ich an Deutschland – dass ein so oft gebrauchtes Wort eine so widerliche Bedeutung anhaftet, ein Glück dass wir den Krieg verloren haben.)

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    • Markus Hill sagt:

      Mein Grossvater, der später in die USA gegangen ist, kam aus Leipzig. Da hat er die amerikanische Grossmutter kennengelernt. Mein Mutter war mit 10 Jahren in Dippoldeswalde 1945 und hat Dresden brennen gesehen. Danni ist sie in die USA und mit 23 wieder zurück nach Deutschland. Das ist Blödsinn mit Ossi und Wessi. Ich komme auch dem Rheinland (Bonn und Köln), vor der Wende hat man sich über die Bayern mokiert, danach halt über die Sachsen. Da ist vieles Gerede und künstlich als Gegensatz aufgebaut. Regen Sie sich nicht über die persönlichen Deutschen-Frustrationen von ibo auf. Vielleicht hat er zuviele schlechte Erfahrungen gemacht. Einfach als persönliche Meinung stehen lassen, jeder so, wie es ihm gefällt. Diese Unsachlichkeit legt er halt sehr oft an den Tag gegenüber Diskussionteilnehmern, nehmen Sie es einfach als persönlichen Stil – vielleicht ist es noch nicht einmal böse gemeint.
      Sie haben recht. Deutschland ist ein tolles Land. Es ist eine Freude hier zu leben, hatte ich gerade noch meinem Cousin aus den USA geschrieben.:-)
      Grosse Geschichte, tragische Geschichte, (Dunkle Punkte: Ich habe einen polnischen Professor aus Warschau als Brieffreund, der sich sehr stark mit dem Thema Aussöhnung Polen/Deutsche befasst). Liebenswerte Menschen und nach der Diktatur ein guter Rechtsstaat. Da kann man ohne Überheblichkeit Stolz drauf sein. Auf angenehme Weise, so wie bei der Fussball-WM. Die Wiedervereiningung fand ich sehr bewegend, auch wg. unserer Familienwurzeln.:-)
      Auch in der Migrationsfrage ist Deutschland sehr grosszügig gewesen. Manche wissen das nicht zu schätzen. Dass heisst nicht, dass hier alles perfekt läuft. Man sieht aber an den Aktionen der Bundesregierung, dass die es sich nicht leicht machen und dass sie versuchen, bessere Lösungen zu erarbeiten. Im Sinne der Einwanderer, aber auch unter Berücksichtigung der berechtigten Belange der normalen deutschen Bevölkerung. Klar, dass das auch zu Jammerei, Fustrationen und Unverständnis bei bestimmten Teilen von Migranten führt. Damit kann man aber in einer Demokratie leben, wir bewerben uns ja hier nicht um den Beliebheitspreis sondern man steckt Sachinteressen ab.
      Merkel – oft zu passiv – macht ihren Job nicht so schlecht. Da können bestimmt aber noch andere, bessere Politiker kommen.:-)

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  25. [...] Sie sprechen von jährlich 30.000 Zwangsverheiratungen in Deutschland, aber den Beleg für diese Zahl bleiben Sie dem Leser schuldig. Warum nennen Sie keine nachvollziehbare Quelle? Liegt es daran, dass diese Zahl der Imagination entsprungen ist und inzwischen zum penetranten Volksglauben geworden ist? Tatsächlich ist diese Zahl vor Allem unter Abgrenzung zu einvernehmlich arrangierten Ehen ziemlich unwahrscheinlich, wenn man sich vor Augen hält, dass es in Deutschland jährlich nur etwa 350.000 Eheschließungen überhaupt gibt. Bei einem “Muslimenanteil” von 4% an der Gesamtbevölkerung (3,2 Millionen, wie viele davon ihre Religion praktizieren soll hier nicht thematisiert werden) ergäbe das nur 14.000 muslimische Eheschließungen im Jahr. Muslime müssten mehr als doppelt so häufig heiraten wie der Rest der Gesellschaft, damit man überhaupt auf die Zahl von 30.000 muslimischen Eheschließungen kommt – und selbst dann hieße das, dass alle Muslime (!!) ohne Einwilligung der beiden Partner heiraten würden. Bitte nennen Sie mir eine belastbare Zahl aus einer seriösen (!) Quelle für Ihre These! (vgl.) [...]

 

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