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Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Studie

Der Teufel an der Wand hat einen türkischen Migrationshintergrund!

Am 2. April 2009 hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die sozialwissenschaftliche Studie von Sinus Sociovision „Diskriminierung im Alltag – Wahrnehmung von Diskriminierung und Antidiskriminierungspolitik in unserer Gesellschaft“, vorgestellt. Die Untersuchung zeigt erhebliche Defizite und verzerrte Wahrnehmungen in der Gesellschaft auf. Kapitel für Kapitel lesen sich die Ergebnisse der Erhebungen so, als lebten viele der Befragten nicht im Europa des 21. Jahrhunderts.

Besonders die Befunde in den Kapiteln über Benachteiligte „wegen der Religion oder Weltanschauung“ und „wegen der ethnischen Herkunft oder der Hautfarbe“ sind nicht nur besorgniserregend, sondern auch ein Armutszeugnis für das von der Bundeskanzlerin Angela Merkel ernannte Integrationsland Deutschland, zu dessen wesentlichen Bestandteilen nicht nur das Staatsgebiet, die Staatsgewalt sondern auch das Staatsvolk – die Gesellschaft – zählen. Im Folgenden eine Zusammenfassung der Ergebnisse, die aus der Befragung des letzteren gewonnen wurden:

Mit dem Stichwort „Religion“ assoziieren die Befragten Gruppen zunächst Begriffe wie „Islam, Moslems, Türken, Rückständigkeit, Intoleranz oder Fundamentalismus“, um im nächsten Schritt an „Unterwanderung, Bedrohung, Terror, Zwangsheirat und Ehrenmord“ zu denken. Ausgehend von diesen Assoziationsmustern überraschen auch die folgenden Ergebnisse nicht. So haben beispielsweise 45 Prozent nichts dagegen, dass nach jedem Terroranschlag als Erstes die Muslime verdächtigt werden. Der Ansicht, dass die meisten Muslime intolerant und gewalttätig seien, stimmten sogar fast 40 Prozent zu. Jeder zweite Befragte gibt zu dem an, dass er nicht mit einem Türken in einem Haus wohnen möchte und jeder vierte ist der Ansicht, dass Menschen mit schwarzer Hautfarbe nicht nach Deutschland passen.

Ungenutzte Potenziale vs. Diskriminierung im Alltag
Eine der Ursachen für die desolaten Ergebnisse reißt die Studie lediglich in einem Nebensatz auf, „wie man es aus einschlägigen Medienberichten gelernt hat.“, ohne Näheres auszuführen. Um die „einschlägigen Medienberichte“ zu analysieren, reicht es bereits aus, die Zeit um nur zweieinhalb Monate zurückzudrehen und ein Vergleich anzustellen:

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung stellte gegen Ende Januar 2009 in einem Exklusivbericht im als seriös geltenden Politmagazin „Der Spiegel“ eine sogenannte Studie unter dem Namen „Ungenutzte Potenziale“ vor. Diese Studie kommt nach augenscheinlich verzerrten Vergleichen zu dem unhaltbaren Ergebnis, dass Türken mit Abstand die am schlechtesten integrierte Migrantengruppe in Deutschland sind, was dann auch vom Spiegel so verbreitet wurde. Print- wie Rundfunkmedien hoben in den Folgetagen und Wochen das schlechte Abschneiden der Türken hervor und vermittelten den Eindruck, als sei die Herkunft ursächlich für das Abschneiden der Migranten. Zahlreiche Politiker wie Personen des öffentlichen Lebens lobpreisten die Befunde als erkenntnisreich, interessant oder lehrreich.

Drehen wir die Zeit wieder um knapp zweieinhalb Monate vor bis zum 2. April 2009, der Tag an dem die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die Sinus-Milieu-Studie vorstellte und die Tage danach. Wie viele Medien haben über die Studie von Sinus Sociovision „Diskriminierung im Alltag“ berichtet? Wer sich die Mühe gemacht und gezählt hat, hatte nicht viel zu tun. Vier Zeitungen mit insgesamt vier Artikeln brachten die Befunde der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unters Staatsvolk.

Die Zeit, die am ausführlichsten berichtete, titelte „Bürger fürchten Überregulierung“ und machte auf alles andere aufmerksam, als auf die Befunde unter den oben aufgeführten zwei Kapiteln. „Gleichberechtigung ist den meisten Deutschen wichtig. Die konkrete Antidiskriminierungspolitik stößt jedoch auf Skepsis.“ War der Grundtenor des Artikels.

Die „Kölnische Rundschau“ legte den Schwerpunkt auf ältere Menschen. „Rund jeder Fünfte in Deutschland ist der Ansicht, dass Ältere in der Gesellschaft diskriminiert werden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Berlin.“ Nicht das einzige Ergebnis, wie wir wissen.

Unter dem Titel: „Diskriminierung – na und?“ scheint es die Frankfurter Rundschau auf den Punkt zu bringen. Beim Durchlesen des Artikels wird man allerdings enttäuscht, möchte man etwas über „Religion > Moslems > Türken > Ausländer > Bedrohung“ erfahren.

Der letzte und vierte auffindbare Artikel über die Studie ist aus der TAZ. Unter „Hierarchie der Schwachen“ wird der Artikel mit „Gerade Menschen mit wenig Geld und Konservative halten einen gesetzlichen Diskriminierungsschutz von Homosexuellen, Ausländern und Andersgläubigen für nicht notwendig.“ eingeleitet. Im Artikel selbst werden einzelne Punkte erwähnt, wobei penibel darauf geachtet wurde, Muslime, Islam oder Türken nicht zu nennen.

Wie kam es, dass die Berliner Studie „Ungenutzte Potenziale“ so großen Anklang fand und die Studie „Diskriminierung im Alltag“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes derart unbeachtet blieb? Waren die oben erwähnten Ergebnisse oder die Assoziationsketten für bunte, hübsch aufgearbeitete 3D-Charts oder für reißerische Schlagzeilen ungeeignet? Ganz sicher nicht; ganz im Gegenteil!

Möglicherweise lag es daran, dass die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Martina Köppen, bei der Präsentation der Studie auf keines der „brisanten“ Befunde in Bezug auf Türken bzw. Muslime aufmerksam machte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass weder Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble noch die für Integration zuständige Staatsministerin Maria Böhmer oder Familienministerin Ursula von der Leyen bei der Präsentation anwesend waren, wie es bei Vorstellungen von bedeutenden bzw. „Bedeutung zugemessenen“ Forschungsergebnissen oftmals der Fall ist.

Türken/Muslime in der medialen Berichterstattung
Möglicherweise lag es aber auch daran, dass Medien – die so genannten vierte Staatsgewalt – mitverantwortlich für diese Ergebnisse sind. Wissend um diesen Umstand, duckt man sich lieber und macht sich möglichst klein, um sich selbst nicht zu outen.

Denn eine Auswertung aus über einem Dutzend quantitativen und qualitativen Presseuntersuchungen ergibt, dass Ausländer deutlich häufiger mit Kriminalität und insbesondere mit Gewaltdelikten in Verbindung gebracht werden als Deutsche. Sie erscheinen als Bedrohung. Weiterhin werden Ausländer häufiger im Zusammenhang mit Kosten genannt, die sie den Deutschen aufbürden oder als Fremdkörper dargestellt, deren Anwesenheit aufgrund ihres Daseins die deutsche Lebensart beeinträchtigt.1 Hinzu kommen konstruierte Bedrohungsszenarien im Zusammenhang mit dem internationalen Terrorismus, die in erster Linie auf Muslime fokussiert behandelt werden und jährlich sowohl vom Bund als auch von den Ländern in den Verfassungsschutzberichten von den jeweiligen Innenministern vor einer Schaar von Journalisten präsentiert und entsprechend abgedruckt werden.

Ein weiterer interessanter Befund der Auswertung zeigt, dass von der negativen bzw. verzerrten Berichterstattung insbesondere Migranten aus der Türkei betroffen sind2 , die von den Rezipienten sowohl in ihrer Eigenschaft als Türke als auch in ihrer Eigenschaft als Muslim wahrgenommen werden.

Berichte in den Massenmedien über Kindergärten und Schulen, in denen der Ausländeranteil zu groß sei, über gestiegene Kriminalität in den Ghettos und über Ehrenmorde, über Sprachprobleme von Ausländern und über die arbeitslosen Gastarbeiter, die den Sozialstaat ausnehmen, über Moscheebauten in Parallelgesellschaften und über unterdrückte Frauen mit Kopftuch und Zwangsheirat, über so genannte fundamentalistisch-islamistische Terroristen oder Schläfer, die unter uns leben mit möglichen Anschlagszielen in unserer näheren Umgebung und über Sicherheitspakete sowie Rasterfahndung, über neue, noch sicherere Personalausweise und über die Verschärfung des Ausländerrechts mit Datenspeicherung und Rasterfahndung, über Lehrerinnen mit Kopftüchern, die das Neutralitätsgebot des Staates gefährden und über unkontrollierbare, unheimliche Hinterhofmoscheen, wo Hassprediger am Werk sind, über das brutale Schächten im Islam und über den Jihad, der inzwischen entstellt nur noch als heiliger Krieg wiedergegeben wird.

Diese Aufzählung ist sicherlich nicht einmal abschließend. Dennoch hinterlässt bereits die Erwähnung einiger dieser Schlagwörter beim Leser ein unbehagliches Gefühl zurück. Die Gesellschaft wird diesen Themen täglich ausgesetzt.

Es darf hier nicht der Eindruck entstehen, als sollten Medien beschönigen und Politiker schweigen oder umgekehrt. Probleme gehören an die Tagesordnung, wie es das Ausmaß der Problematik es gebietet. Es ist aber fatal, beispielsweise ein aus einem Eifersuchtsmord – der in Deutschland in aller Regel als Familiendrama bezeichnet wird – einen Ehrenmord zu konstruieren, wie es die Staatsministerin für Integration, Maria Böhmer, getan hat, nur weil der Täter einen türkischen Migrationshintergrund hat. Ebenso sind Äußerungen folgender Art fatal: „Wenn wir nach Schätzungen der Kriminalpolizei zwischen 20 000 und 30 000 Zwangsverheiratungen von jungen muslimischen Frauen in Deutschland pro Jahr haben …“ Diese Worte gehören dem Bayerischen Innenminister Joachim Hermann. Weder Bundes- noch Landeskriminalamt konnten diese Zahlen trotz ausdrücklicher Nachfrage bestätigen. Wie denn auch? Im Jahre 2007 wurden in Deutschland insgesamt 368 329 Ehen geschlossen. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge leben in Deutschland ca. 3,2 bis 3,5 Millionen Muslime (ca. 4 Prozent der Gesamtbevölkerung). Selbst wenn man 5 Prozent aller Eheschließungen aus dem Jahre 2007 Muslimen zuordnet, kommt man gerade einmal auf ca. 18 500 Eheschließungen. Auf Roland Kochs ausufernden und an Undifferenziertheit kaum mehr zu überbietenden Hessischen Wahlkampf im Jahre 2008 über „zu viele ausländische kriminelle Jugendliche“ wollen wir nicht einmal näher eingehen. Und nicht minder problematisch ist es, wenn Herr Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die Deutsche Islamkonferenz im Zusammenhang mit Terrorprävention erörtert.

Auswirkungen der medialen Darstellung auf die Integration
Die Folgen? Eine Zusammenfassung aus mehreren Einzelstudien über die Wirkung medialer Präsentation kommt zu dem Ergebnis, dass eine über längere Zeit in einer Vielzahl von Medien nahezu einstimmig verbreitetes Negativbild von ethnischen Minderheiten, in dem vielfach der „bedrohliche und kriminelle Ausländer“ thematisiert wird, einen maßgeblichen Einfluss darauf hat, welches Bild sich die Rezipienten solcher Medienbotschaften von ethnischen Minderheiten in Deutschland machen.3 Die größtenteils negativ verzerrte Darstellung der ethnischen Minderheiten in den Medien wirken nicht nur verstärkend auf bereits bestehende negative ethnozentrische oder ausländerfeindliche Einstellungen, sondern führen auch zur Entstehung eines Negativbildes, von Ressentiments, Misstrauen und mangelnder Akzeptanz, diskriminierendem oder gar feindlichem Verhalten.4

Medien wie Politiker haben Tag für Tag maßgeblich mit dazu beigetragen, dass der Teufel, den sie gemeinsam über viele Jahre an die Wand gemalt haben, einen türkischen Migrationshintergrund bekommen hat. Dies hat sich in der Vorstellung der Mehrheitsgesellschaft derart festgesetzt, dass wir an dem Punkt angekommen sind, den uns die Studie anschaulich vor Augen führt. Daher dürfte das große Schweigen sowohl der Medien als auch der Politiker über die Ergebnisse der Sociovision-Studie nicht überraschen. Schließlich ist es das Produkt ihrer eigenen täglichen Arbeit.

Allein schon die Fülle bedrohlicher Nachrichten der oben genannten Art suggerieren dem Rezipienten, dass man Angst haben muss, was sich eben auf die Ergebnisse der Untersuchung niedergeschlagen hat. Daher verwundern auch die Feststellungen in der Sinus-Milieustudie nicht, dass die Befragten eben Angst haben.5

Für ein Integrationsland wahrlich keine guten Voraussetzungen. Insbesondere deshalb nicht, weil die Darstellung von Migranten in deutschen Massenmedien eine doppelte Bedeutung für den Integrationsprozess hat. Massenmedien liefern nicht nur einen Beitrag zur Integration der Migranten in die deutsche Gesellschaft, sie beeinflussen auch die Akzeptanz der Migranten durch die Aufnahmegesellschaft.6

Angesichts dessen ist es keinem deutschen Vermieter zu verdenken, wenn er seine Wohnung in guter Lage lieber einem Deutschen vermietet als einem Türken. Ebenso kann man es einem Unternehmer nicht verübeln, wenn er bei der Einstellung eines Arbeiters oder eines Azubis dem Deutschen – unabhängig von den Qualifikationen der Bewerber – den Vorzug vor dem Muslim gibt. Schließlich kann man auch die Grundschullehrerin nicht anprangern, wenn sie die Eltern der Ayse meidet, weil die Mutter ein Kopftuch trägt oder sogar die kleine Ayse in eine Hauptschule verweist, obwohl ihre Leistungen für eine Realschule reichen. Benachteiligungen dieser Art sind hier zwar kurz exemplarisch genannt, sind aber in zahlreichen Studien belegt, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann.

Unter Berücksichtigung dessen haben jegliche Integrationsbemühungen von Migranten und allen voran Türken, die gleichzeitig Muslime sind, in Deutschland einen schweren Stand, da sie täglich gegen den Strom schwimmen. Sämtliche Bemühungen werden durch negative und verzerrte Darstellung regelrecht torpediert. Ein noch so vorbildliches Auftreten während eines Bewerbungsgesprächs wird beispielsweise einem Ahmet Öztürk nicht helfen, wenn der Entscheider vor ihm die Tageszeitung gelesen hat und nach einem Blick auf die Bewerbung denkt, der Bewerber wohnt in einer Parallelgesellschaft und ist höchstwahrscheinlich zwangsweise verheiratet. Ehen, die aus Liebe geschlossen werden, kann es bei 20 000 bis 30 000 Zwangsverheiratungen pro Jahr schließlich kaum geben.

Die Integration wird daher im Wesentlichen mit davon abhängen, ob die öffentliche Diskussion in Deutschland über ethnische Minderheiten von Verzerrungsfaktoren befreit und sachlicher geführt wird. Aber weder der Nationale Integrationsplan von der für die Integration zuständige Staatsministerin Maria Böhmer enthalt einen Passus in diese Richtung noch der von Innenminister Wolfgang Schäuble initiierte Islamkonferenz, was nicht hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt. Bleibt zu hoffen, dass die aktuellen Studienergebnisse – allem Schweigen zum trotzt – zumindest einen Denkanstoß in diese Richtung geben.

  1. Daniel Müller, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 100 f.  []
  2. Daniel Müller, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 101f.  []
  3. Sonja Weber-Menges, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 174 f.  []
  4. Sonja Weber-Menges, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 139 f.  []
  5. Sinus Sociovision-Studie: „Diskriminierung im Alltag – Wahrnehmung von Diskriminierung und Antidiskriminierungspolitik in unserer Gesellschaft“ [pdf], S. 57, 60, 70  []
  6. Sonja Weber-Menges, Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland, S. 176 f.  []
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93 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. Gökhan sagt:

    ABİCİM HELAL OLSUN! [übers.: Bravo!]

    Endlich mal Jemand der der den Finger in die Wunde legt!
    Jahrelang habe ich mich aufgeregt warum denn mal kein Kontra von unserer Seite kommt!
    Artikel über Istanbul : Foto mit vershcleierten Frauen!
    Niemand kann mir erzaehlen dass dies alles nicht mit Absicht getan wird.Als ob es keine anderen Fotos von Istanbul gaebe!

    Heuchlerei Doppelmoral Selbstgefaelligkeit Arroganz Überheblichkeit.
    Deswegen lebe ich seit 2 1/2 Jahren in der Türkei, obwohl ich in D aufgewachsen bin und dort 26 Jahre gelebt habe, vermisse ich D-Land keineswegs.Im Gegenteil.Und falls es jemanden in D interessieren sollte, Ihr habt mit mir keinen Fürsprecher hier in der Türkei.

  2. THE TURK sagt:

    Ich kann nur bestätigen was hier steht. Obwohl ich drei Diplome, einen Gesellenbrief und mehrere Zertifkate und Urkunden mit sehr guten Noten besitze, finde ich keine angemessene Arbeit in Deutschland für mich. Alles was sie einem ,,Türken“ anbieten ist unterbezahlte Leiharbeit. Mir zum Beispiel kann keiner behaupten ich hätte mich nicht weiterbegildet oder ich wäre kriminell. Die Weiterbildungen habe ich zu 100% selbst ruinös finanziert. Wie dem auch sei, dabei kann man sehr viel verzweifeln. Und auch wo man denkt, dass der oder der Job zu 100% nun klappt, wird man am Ende doch wieder abserviert. Man bleibt auf der Strecke und wenn man dann auch noch verschuldet ist bleibt nur noch eins über > Mit dem Wagen gegen ein Baum fahren und dann die ganze […] hinter sich lassen.

  3. delice sagt:

    Schön, dass man hier die Rolle der deutschen Medien zur Sprache bringt, die niemand bisher erkennen wollte. Dass sie nämlich ob links oder rechts sehr schädlich auf die Integration und die deutsche Gesetzgebung sich ausgewirkt hatte. Ein Teufelskreis!

    Aber bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, dass die türkische Dogan-Gruppe in einer Parnerschaft mit dem Springer-Verlag ist! Einer Verlagsgruppe, die die Sperspitze dastellt.

    Außerdem denke ich, dass man sich vor Konkurrenz sich fürchtet! Vor allem will man keinen türkischen Wettbewerber! Deutsche akzeptieren Arbeits-Kollegen,Mitarbeiter und Vorgesetzte aus der ganzen westlichen Welt, aber eienen Türken, den wollen sie nicht haben.

    Ausländer. mit christlichem Glauben, bestärken Deutsche, auch darin. Manchmal hetzen auch sie die Deutschen auf uns. Sie sind oft sehr schwer auszumachen. Sie dann deutscher als deutsch! Ihr Name ist Deutsch und ihre Religion ist christlich, und auch sie sind Unternehmer, Nachbar und Kollege oder Mitarbeiter. Aber ihr Hass ist umso unbändiger! Auch sie provozieren, man kann Sie nicht gleich betimmen! Denn auch sie sitzen in der Redationen, auch sie wettern gegen uns, ohne dabei ihre wahre Intention offen zu legen! Nur, wenn man richtig sich erkundigen würde, würde man erkennen, dass sie auch einen Emigrationshintergrund haben!

    Ein Zeichen dieser Provokateuere, auch als ehemalige Ausländern ist ihr Hinweis eines Kreuzes über der Brust, umgehängt baumelt über dem Auto-Rückspiegel, so als müssten sie es besonders betonen, dass sie, auch wenn sie als Ausländer zu erkennen sind, wirklich keine Muslime sind. Überrtirebenes Schweinefleisch essen gehört dazu! Hinzu kommt, dann die extreme (vorgetäuschte und heuchlerische) Gläubigkeit, die gegenüber den Einheimischen, wie den regelmäßigen Kirchgang an jedem Sonntag, vorgzeigt wird!

    Daswird zu wenig beachtete!

  4. sonat sagt:

    […] wenn ich sehe was für einen negativen einfluss die medien auf das volk haben bin ich gegen pressefreiheit!!!!!!!!
    ich hoffe diese problematik wird erkannt und es wird was dagegen getan, und das möglichst schnell…

  5. Gökhan sagt:

    Komm in die Türkei.Hier wird man sich um Dich reissen.Weiss ich aus eigener Erfahrung.
    Es gibt sehr viele Führungspositionen zu vergeben und das Land befindet sich im Aufbruch, vielsprachliches Personal mit interkulturellen Kompetenzen ist heissbegehrt!

    Bin jetzt seit 2 1/2 Jahren hier und arbeite als Export Sales Manager in einer grossen Firma.
    Mein Leben oder bzw. mein Blick aufs Leben hat sich hier in der Türkei komplett zum besseren bewegt.
    Besonders auch auslaendische Firmen die sich in der Türkei ansiedeln, suchen haenderingend nach Menschen wie Dir.

    Almanya’da değerimizi bilmiyorlar. [übers.: In Deutschland schätzen die uns nicht] Na und?!Onlar kim! [übers.: Wer sind die?]

  6. TÜRKİYE sagt:

    Deutschland ist halt das Land der Doppelmoral. Ein Land, das unserer Türkei bei jeder Gelegenheit vorwirft seine Minderheiten zu unterdrücken, bei den Diskriminierungen im eigenen Land aber wegschaut.
    Sowohl ich als auch mein Vater haben Diskriminierungen erlebt. Wir sind zwar glaeubige, dennoch aber saekulaere Menschen, die die Gesellschaftordnung und Gesetze ın Deutschland akzeptiert haben. Aber klar, dass man dann trotzdem in das von den Medien und Politikern aufgebaute Feindmuster gedraengt wird.
    Die deutschen Medien scheinen verrückt geworden zu sein auf das Thema ‚RELİGİON‘. Fast jeden Tag kommt ein Artikel, das etwas mit der Religion zu tun hat, und die Bevölkerungsgruppen gegeinander befremdet und nahezu aufhetzt. Jetzt bin ich grad in der Westtürkei, hıer ist einfach nur Idylle und man kann sich von dem Mediengedöns in D entspannen. Es gibt hier religiöse und weniger religiöse Menschen aber keiner mischt sich – trotz der gegenwaertigen Spinnereien der AKP- in die Angelegenheiten des anderen ein -wie es in einem saekulaeren Land auch der Fall sein sollte. In Deutschland liess man hingegen früher Extremisten wie Kaplancı zu und heute hetyt man gegen den İslam als Ganzes, als ob die Muslime EİNE homogene Gruppe darstellen würden.

    Armes Deutschland, bei uns wurde Turgut Özal, ein Kurde Staatspraesident und auch bei anderen Berufen haben wir Kurden nicht diskriminiert. Seid ihr soweit, dass ihr einen türkischen Kanzler akzeptieren würdet….wohl kaum!
    Wahrscheinlich würden konservative Zeitungen, wie die WELT etc. Sturm laufen und von türkisch-islamischer Unterwanderung sprechen! […]

  7. Ekrem Senol sagt:

    Gegen die Pressefreiheit zu sein, ist definitiv falsch. Schreibe lieber Lesermails an die Redaktionen und mache auf verzerrte Darstellungen aufmerksam. So wenig man das auch mitbekommt, werden Reaktionen und Lesermails von den Journalisten gerne gelesen. Dann haben alle was davon 😉

  8. Memo sagt:

    Selamlar,
    was sollen wir machen?
    ich habe schon an so vielen Diskussionen im Internet usw. teilgenommen.
    Ich habe wie Ihr konstruktive, den Tatsachen entsprechende Argumente und Kritik gebracht.
    Es hilft alles nichts, mich schockieren immer wieder die Beiträge vieler Deutscher auf irgendwelchen internet Seiten.
    Vorallem wenn die Zeitungen wie Welt oder Bild etwas veröffentlichen. Das Bild über die Türken ist in D so extrem verzerrt und einfach falsch….
    Aber was wollen wir machen?
    Mir persönlich stinkt es langsam…
    Ich bin angehender Akademiker, bin 24 und es ist absolut untragbar!!!! Ich habe keine Lust mehr auf irgendwelchen Rechtfertigungen, Bemühungen usw um das türk. Bild bei den D zu verbessern..
    … viele dieser Engagements kommen ja von unserer Seite, ich persönliche denke, dass das Ganze einfach nur noch zu einem Hass / Ablehnung (gegenseitig) eskaliert ist.

  9. elimu sagt:

    eins hab ich gefunden….
    nach langem suchen natürlich ……..

    http://www.sueddeutsche.de/immobilien/29/465617/text/#top

  10. MNK sagt:

    Ich fand den Beitrag sehr gelungen und sagt viel darüber aus, wie betroffene, in dem Fall eine vielzahl der Türken, fühlen und mitmachen müssen.
    Sicherlich müssen Türken auch selber zu Integration in Deutschland einiges beitragen und können sich nicht komplett rausreden. Aber, wie man aus der Studie sieht, sind viele Hindernisse vorprogrammiert. Eine Ghettoisierung oder Parallelgesellschaften ist daher ein Folgeprodukt dieser Haltung und Meinungsmacherrei der Medien und Politik.
    Die Motivation der Politiker ist aber zu durchschauen. Der G.W. Bush hat es sehr gut vorgemacht, wie das geht.
    In dem man Ängste schürt und einen Schuldigen findet, können regierende die Menschen oder Massen von wesentlichen Problemen ablenken und eigene Interessen besser lenken. Auch Gestze zu Kontrolle der Bevölkerung und Eingrenzung der Freiheiten Einzelner lassen sich einfacher durchsetzen, wenn man künstlich eine Bedrohung schafft.
    Wie man aus dere Studie sieht, ist dieses Gefühl schon bei der Bevölkerung latent vorhanden.

    Wenn Spiegel oder andere Verlage bzw. Medien eine Meinung unter die Leute verbereiten, muss man sich nur mal informieren, welchen Parteien oder Geldgebern Sie unterliegen.
    Die Redakteure sind deshalb in der Pflicht, die Berichterstattung entsprechend zu steuern.

    Leider ist das so.

    Aber ich sehe das trotzdem gelassen Gegenüber.
    Den die Türken brauchen nicht die Deutschen, sondern die Deutschen die Türken in Zukunft.
    Siehe Demographie in Deutschland.


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