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Migration und Integration in Deutschland

Die Zerteilung der Arbeit in kurze und ständig zu wiederholende, gleichförmige Handgriffe ermöglicht es, Arbeiter ohne Qualifikation und ohne Kenntnis der deutschen Sprache einzusetzen; die Art der Arbeit erfordert es vielleicht sogar.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Demirbüken-Wegner

Berlin muss Förderung von Migrantenkinder umgehend ausbauen

Die jugend- und familienpolitische Sprecherin der Berliner CDU-Fraktion, Emine Demirbüken-Wegner, erklärt, dass nach einer Studie der Mercator-Stiftung wenige Förderstunden im Monat ausreichen, um die schulischen Leistungen von Schülern aus Einwandererfamilien zu verbessern.

„Dieses Ergebnis stimmt zuversichtlich. Denn es zeigt auf beeindruckende Weise, dass Bildung nicht von der Herkunft abhängt. Wir fordern den Senat daher auf, eine zusätzliche Förderung an Schulen, aber auch an den Kitas, zu gewährleisten.“

„Die zusätzlichen,“ so Demirbüken-Wegner weiter, „Förderstunden stellen eine individuelle Zuwendung sicher, die in großen Gruppen nur schwer möglich ist. Damit die Kinder von der Zusatzförderung aber auch tatsächlich profitieren können, brauchen die Bildungseinrichtungen mehr qualifizierte Lehrer und mehr Sozialarbeiter – und natürlich mehr Zeit.“

Erst in der letzten Woche habe die CDU-Fraktion im Plenum mit dem Antrag „Positive Vorbilder in die Schulen“ versucht, flankierende Maßnahmen wie mehr Elternberatung und Familienbildung sowie geeignete Vorbilder in Schule und Freizeit für Heranwachsende unabhängig ihrer Abstammung in Berlin umzusetzen, doch „rot-rot“ habe dagegen gestimmt.

„Die vielen Kinder mit nicht-deutscher Herkunft brauchen endlich eine Perspektive – gerade in Berlin. Die Mercator-Studie weist den richtigen Weg. Wir appellieren deshalb dringend an den rot-roten Senat, diesen Weg zu gehen und die Anstrengungen in die deutsche Sprachförderung deutlich zu erhöhen.“, so Demirbüken-Wegner abschließend.

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