In San Diego haben zwei Jugendliche ein islamisches Zentrum mit Moschee und Schule angegriffen, drei Männer starben. Die Polizei behandelt die Tat vorerst als Hassverbrechen und prüft, welches Motiv hinter der Gewalt stand. Die Tat erinnert an den islamfeindlichen Anschlag in Christchurch. Von Jan Christoph Freybott und Andrej Sokolow
Die EU arbeitet an einer weiteren Verschärfung ihrer Abschiebepolitik. Im Zentrum stehen sogenannte „Return Hubs“ in Drittstaaten. Europaabgeordnete Birgit Sippel (SPD) sieht die EU auf einem gefährlichen Kurs. Im Gespräch erklärt sie, welche Rolle Deutschland dabei einnimmt. Von Marlene Brey
Beim „International Migration Review Forum“ in New York zeigte sich ein tiefer Konflikt in der globalen Migrationspolitik. Während Europa und die USA oft über Kontrolle sprechen, betonen Staaten des Südens Arbeitsrechte, Regularisierung und geteilte Verantwortung.
Eine weiße Jury verurteilte Tommy Lee Walker zum Tod, obwohl Zeugen ihn entlasteten. Fast 70 Jahre später bestätigt Dallas: Der Schwarze Vater wurde zu Unrecht hingerichtet. Immer noch drohen mehreren Männern in den USA nach umstrittenen Urteilen die Hinrichtung. Von Konrad Ege
Pressefreiheit gilt als Gradmesser der Demokratie. Doch die neue Rangliste von Reporter ohne Grenzen zeigt: Weltweit kippt die Lage, und auch Deutschland verliert Boden – wegen der Berichterstattung über Rechtsextremismus oder den Krieg in Gaza, stehen Journalisten unter Druck. Von Ellen Nebel
Kriege, Machtkämpfe, Misstrauen: Die weltweiten Militärausgaben steigen laut Sipri zum elften Mal in Folge - auch in Deutschland. 2.887 Milliarden US-Dollar zeigen, worauf Staaten in unsicheren Zeiten setzen – und woran es politisch fehlt. Von Almut Siefert
Mehr als 1.100 afghanische Ortskräfte der US-Armee sitzen in Katar fest, darunter viele Kinder. Nun sollen sie zwischen der Rückkehr in die Taliban-Herrschaft und der Umsiedlung in die kriegsgebeutelte DRKongo wählen.
Vor dem Supreme Court steht ein Fall, der tief ins amerikanische Selbstverständnis greift: Darf Donald Trump das Geburtsrecht per Dekret einschränken und Kindern die US-Staatsbürgerschaft verwehren? Von Khang Mischke
Die UN nennt den transatlantischen Sklavenhandel das schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die USA stimmen dagegen – und zeigen damit, wie schnell historische Verantwortung endet, sobald aus Erinnerung politische Folgen werden. Von Dr. Marc Ntouda
Der transatlantische Sklavenhandel hat bis heute gravierende Folgen. Die UN-Generalversammlung hat ihn nun als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eingestuft. Vornehmlich westliche Länder haben dagegen gestimmt oder sich enthalten – darunter Deutschland. Von Helena Kreiensiek