Vor dem Supreme Court steht ein Fall, der tief ins amerikanische Selbstverständnis greift: Darf Donald Trump das Geburtsrecht per Dekret einschränken und Kindern die US-Staatsbürgerschaft verwehren? Von Khang Mischke
Die UN nennt den transatlantischen Sklavenhandel das schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die USA stimmen dagegen – und zeigen damit, wie schnell historische Verantwortung endet, sobald aus Erinnerung politische Folgen werden. Von Dr. Marc Ntouda
Der transatlantische Sklavenhandel hat bis heute gravierende Folgen. Die UN-Generalversammlung hat ihn nun als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eingestuft. Vornehmlich westliche Länder haben dagegen gestimmt oder sich enthalten – darunter Deutschland. Von Helena Kreiensiek
Obwohl es bislang keine Hinweise auf eine größere Fluchtbewegung aus dem Iran gibt, wächst in Deutschland bereits die Skepsis gegenüber einer möglichen Aufnahme weiterer Geflüchteter. Die Debatte wird stärker von Befürchtungen als von der tatsächlichen Lage bestimmt.
Der Iran-Krieg entlarvt die USA nicht als Weltmacht, sondern als Brandstifter im Endstadium: militärisch planlos, politisch isoliert, wirtschaftlich verwundbar. Und Europa? Von Sven Bensmann
In München wurde eine koloniale Weltsicht nicht nur ausgesprochen, sondern beklatscht – und damit offengelegt, wer im Westen als Teil des „Wir“ gilt und wer nicht. Was München 2026 über Macht und Zugehörigkeit verriet. Von Deborah Wolf
Der Krieg im Iran könnte Krisen in anderen Weltregionen verschärfen. Die Blockade der Straße von Hormus treibt die Preise nach oben – und trifft am Ende die Verwundbarsten: Krisenländer in Ostafrika, Jemen, Südasien. Hilfsorganisationen warnen. Von Moritz Elliesen
Ist der Angriff auf Iran positiv oder negativ? Die 34-jährige Nava Zarabian spricht in Wiesbaden über ihre Zerrissenheit bezüglich des Krieges in ihrer Heimat. Und über die Angst um ihre dortigen Verwandten.
Der Angriffskrieg der USA und Israel gegen Iran könnte weitere Menschen in der Region zur Flucht zwingen. Aus Sicht der EU-Kommission sind große Fluchtbewegungen bislang jedoch ausgeblieben. Sollte sich das ändern, sieht sich Brüssel vorbereitet.
In der zweiten Amtszeit von US-Präsident Trump sind bereits elf Mexikaner in Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörden gestorben. Der jüngste Fall betrifft eine Haftanstalt in Kalifornien. Mexiko fordert umfassende Aufklärung.