Scheinvaterschaften
Verfahren größer als Problem
15.06.2026

Der Staat will Betrug bei Vaterschaftsanerkennungen stoppen und macht aus wenigen Missbrauchsfällen ein riesiges Prüfverfahren – samt pauschalem Misstrauen gegen binationale Familien. Von Birol Kocaman
„Missbräuchliche Vaterschaft“
Wenn die Ausländerbehörde entscheidet, wer Vater ist!
25.02.2026

Ein Gesetz aus der Boulevardlogik: Künftig sollen Ausländerbehörden bei Vaterschaften mitentscheiden – tausende Familien unter Generalverdacht. Ein gefährlicher Eingriff in die Privatsphäre. Von Filiz Polat und Helge Limburg
Kabinett billigt Verschärfungen
Vaterschaftsanerkennung von ausländischen Kindern künftig unter Generalverdacht
10.12.2025

Die Bundesregierung will verhindern, dass Vaterschaften anerkannt werden, die nur dazu dienen sollen, Elternteilen ein Bleiberecht zu sichern. Künftig soll die Ausländerbehörde in bestimmten Konstellationen genauer hinsehen. Die Paritätische kritisiert das Vorhaben scharf.
Hamburg
Betrug mit Scheinvaterschaften im Fokus der Politik
03.11.2025

Laut Bundesjustizministerin Hubig sind sogenannte Scheinvaterschaften in einigen Städten zum Geschäftsmodell geworden – es gehe um Aufenthaltstitel und Sozialbetrug. Fachleute warnen vor einem Wahrnehmungsproblem. Wird wieder skandalisiert, weil Ausländer im Fokus stehen?
Verwaltungsgericht Gießen
Serbische Mutter darf trotz Scheinvaterschaft bleiben
16.06.2017
Eine serbische Mutter darf auch dann bei seinem deutschen Kind in Deutschland bleiben, wenn das Kind die deutsche Staatsbürgerschaft durch eine Scheinvaterschaft erlangt hat. Das entschied das Verwaltungsgericht Gießen.
Gegen Geld
Frauen suchen sich Scheinväter für Aufenthaltstitel
07.06.2017
Etwa 5.000 Euro soll eine Vaterschaftsanerkennung kosten. Ein lukratives Geschäft für Deutsche Männer und ausländische Frauen. Denn, kommt das Kind als Deutscher zur Welt, darf die Mutter in Deutschland bleiben. Einem Medienbericht zufolge gibt es 700 Fälle allein in Berlin.