Im Rahmen einer Notfallmaßnahme soll Deutschland knapp 9.000 Flüchtlinge aus Italien und Griechenland aufnehmen. Beide Länder stehen nach Überzeugung der EU-Kommission unter großem Druck. Insgesamt sollen 40.000 Menschen auf 23 Länder verteilt werden.
Wenn Asylbewerbern eine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung droht, dürfen sie nicht abgeschoben werden. Das hat das Verwaltungsgericht nun im Falle von Italien entschieden. Das Asylverfahren dort weise systematische Mängel auf.
Die EU ist juristisch gebunden, wirtschaftlich in der Lage und moralisch verpflichtet, Bedürftigen auf ihrem Territorium Schutz zu gewähren. Tut sie das nicht, hat sie den Friedensnobelpreis nicht verdient. Von Lea Wagner Von Lea Wagner
EU-Mitgliedstaaten sind nicht mehr befugt, uneingeschränkt Flüchtlinge nach Italien abzuschieben. Das geht aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hervor. Im konkreten Einzelfall hatte eine afghanische Familie gegen eine Abschiebung nach Italien geklagt.
Erst wenn Italien Flüchtlinge nicht mehr weiterziehen lässt in andere EU-Länder, kommt laut Innenminister de Maizière eine Umverteilung in Frage. Dabei ist Italien jetzt schon überfordert, kritisieren Oppositionspolitiker. Derweil schalten Menschenrechtler Notrufnummer für Flüchtlinge.
Italien hat die Europäische Union aufgefordert, die Rettung von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer zu übernehmen. Doch die EU gibt lieber Geld für für den Bau von Zäunen, Überwachungssystemen und Grenzkontrollen aus. Von K G
„Schlandisiert“ steht am Ende des Videos, das bereits eine halbe Million Menschen gesehen haben. Opfer der Werbeaktion vom Elektronikriesen Media Markt sind Fußballfans, die kostenlos ihre Italien-Trikots waschen wollen. Doch was dann passiert, finden nicht alle lustig. Schauen sie selbst: Von K G
Landkarten der Vorurteile haben Konjunktur in Social Media. Sie sind vereinfachend hintergründig. In ihnen steckt mehr Wahrheit, als wir wahrhaben wollen - von Fritz Goergen Von Fritz Goergen
Wie gefährlich die Route zwischen Afrika und Europa im Mittelmeer ist, mussten sieben Rechtspopulisten am eigenen Leibe erfahren. Sie starteten einen Selbstversuch und wollten eigentlich beweisen, wie einfach es Flüchtlinge haben.
Weil Migration den Verdauungstrakt bisweilen aus dem Verdauungstakt bringt, heißt es jetzt: Neue Formen formeln und die Stimme abgeben, um sich stumm an steigender Stimmung zu erfreuen oder mit Ängelszungen die Mitte zu entlasten - für ein neues Ungleichgewicht im Migrationshinterhalt. Von Marcello Buzzanca