Die Bundeswehr soll sich weiter an zwei Militärmissionen im Mittelmeer beteiligen. Besonders die EU-Operation Irini steht wegen ihrer Zusammenarbeit mit libyschen Sicherheitskräften in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen warnen vor einer Beteiligung Europas an der gewaltsamen Zurückdrängung von Geflüchteten.
Eine Obergrenze für bestimmte Schüler, verpflichtende Sprachkurse für Eltern und ein Verbot von Gesichtsverschleierung: Italiens Regierung greift tief in den Schulalltag ein. Gewerkschaften und Schulleitungen äußern Zweifel an der praktischen Umsetzung.
Frankreich und Italien verzeichneten im ersten Halbjahr deutlich mehr neue Asylanträge als Deutschland, Spanien lag knapp davor. Insgesamt gingen die Antragszahlen in der EU, Norwegen und der Schweiz um fast 17 Prozent zurück.
Zehn Sanktionen seit November und rund 1.200 Tage Stillstand seit 2023: Seenotretter werfen Italien vor, zivile Seenotrettung systematisch auszubremsen. Nun trifft es die „Humanity 2“ unmittelbar nach ihrem ersten Einsatz.
Deutschland und vier weitere EU-Staaten drücken bei Abschiebezentren außerhalb der EU aufs Tempo. Ein Abkommen soll noch 2026 stehen, ein erstes Zentrum möglichst 2027 arbeiten. Unter den möglichen Partnern sind zahlreiche afrikanische Staaten. Hilfsorganisationen fürchten massive Menschenrechtsverletzungen.
Die Besatzung rettete sechs Menschen aus dem Mittelmeer. Nun muss die „Sea-Watch 5“ eine Geldstrafe zahlen und für 45 Tage im Hafen bleiben – nicht die erste Festsetzung. Die Hilfsorganisation kritisiert die Entscheidung scharf.
Rom lehnt Rücküberstellungen aus Deutschland ab, solange deutsche Hilfsorganisationen Geflüchtete im Mittelmeer retten und nach Italien bringen. Berlin hält dagegen und pocht auf die vereinbarten EU-Regeln. Der rechte Vize-Regierungschef Salvini gibt den Ton vor. Von Christoph Sator
Von Polen über Südkorea bis Namibia verfolgen Medien die Landtagswahl mit großer Aufmerksamkeit. Die AfD-Stärke gilt vielerorts als Signal, das weit über Sachsen-Anhalt hinausweist – mit möglichen Folgen für Deutschland und Europa.
Was in Ceuta geschah, ist mehr als eine Grenzkrise. Es war ein Stresstest für Europas Rechtsordnung: Und sie ist krachend zusammengebrochen. Ceuta zeigt, wie weit der migrationspolitische Rechtsruck inzwischen reicht. Von Valeria Hänsel und Kerem Schamberger
Europa will nach Ceuta Menschenrechte weiter aushebeln: mit mehr Frontex, schnelleren Abschiebungen und Abschiebezentren in Afrika. Menschenrechtsorganisationen warnen vor Gefahren für Grundrechte. Von Almut Siefert und Karsten Frerichs