Seit 2015 ist Aseman Bahadori in der Flüchtlingshilfe tätig. Im MiGAZIN schreibt sie über verbreitete Vorurteile unter Helfern und wie sie vermeintlich rationale Islamkritik dafür nutzen, um muslimische Menschen als minderwertig darzustellen. Von Aseman Bahadori
Das Team der Seenotrettungsorganisation SOS Méditerranée hat am Wochenende eine seiner dramatischsten Rettungsaktionen erlebt. 98 Menschen wurden aus einem sinkenden Schlauchboot gerettet, viele wurden bewusstlos geborgen.
Der Einsatz vieler Ehrenamtlicher in der Flüchtlingshilfe ist ungebrochen - auch weil längst persönliche Beziehungen gewachsen sind. Für die Kooperation mit Hauptamtlichen oder Behörden bringt das auch Herausforderungen mit sich. Von Karen Miether
Die Deutschen haben von Januar bis September 2017 rund 3,1 Milliarden Euro gespendet. Damit liegt das private Spendenaufkommen leicht über dem Vorjahr. Rückläufig ist allerdings die Unterstützung für Geflüchtete im In- und Ausland.
Die UN hoffen auf großzügige Spenden für Hunderttausende Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch. Besonders die Kinder leiden unter den unmenschlichen Bedingungen. Bisher jedoch fließen die Mittel sehr zögerlich.
Seit Ende August wurden UN-Schätzungen zufolge rund 600.000 Rohingya vertrieben. Derweil appellieren UN-Vertreter an die Geberländer, die benötigte Geld-Hilfe zur Versorgung der Vertriebenen bereitzustellen.
Helfer, die für Flüchtlinge gebürgt haben, damit sie in Deutschland bleiben können, werden in einer umstrittenen Praxis jetzt zur Kasse gebeten - bis zu 20.000 Euro. Dagegen regt sich Widerstand. Im Oktober wird erstmals ein Gericht über die Rechtmäßigkeit verhandeln. Von Thomas Krüger
Die Bundesregierung verteidigt den umstrittenen Verhaltenskodex für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer. Die Grünen werfen der Bundesregierung, Tote billigend in Kauf zu nehmen. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags bescheinigt dem Kodex Verstoß gegen Völkerrecht.
"Brot für die Welt" bezeichnet den Kampf der Politik gegen die Fluchtursachen als einen "gigantischen Etikettenschwindel". Europa schrecke nicht einmal vor einer Zusammenarbeit mit autoritären Regimen zurück und stelle Entwicklungszusammenarbeit zunehmend in den Dienst der Migrationskontrolle.
Arbeiten unter Lebensgefahr - für viele humanitäre Helfer in Krisengebieten ist dies Alltag. Manchmal geraten sie zwischen die Fronten, manchmal sind sie selbst Ziel. Von Marc Engelhardt Von Marc Engelhardt