Seit Monaten beschweren sich Kommunen über fehlende Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge. Nach der Schließung der Balkanroute hat man ein anderes Problem: viele Flüchtlingseinrichtungen stehen leer.
Den Makel wird Tröglitz nur schwer los: Vor einem Jahr sorgte ein Anschlag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft für Entsetzen - gerade erst war der Bürgermeister wegen rechter Anfeindungen zurückgetreten. Heute ist der Ort gespalten. Von Karsten Wiedener
Ab heute soll das EU-Türkei-Abkommen umgesetzt werden. Die europäische Grenzschutzbehörde Frontex will 750 abgelehnte Asylbewerber von Lesbos aus zurückbringen. Amnesty International spricht von einem eklatanten Verstoß gegen internationales Recht.
Mit dem Türkei-Abkommen scheint Europa eine Lösung zur Bewältigung der Flüchtlingssituation gefunden zu haben. Doch was steckt in diesem Abkommen? Was passiert mit den Flüchtlingen? Phillipp Saure hat die wichtigsten Fragen beantwortet.
Durch die hohen Flüchtlingszahlen sind Rettungsdienste über die Maßen belastet. Mittlerweile haben Behörden und Hilfsorganisationen reagiert. Eine Mischung aus Aufklärung und strukturellen Verbesserungen soll die Zahl der Einsätze reduzieren. Von Nils Sandrisser
Immer wieder wird diskutiert, wie man Flüchtlingen Werte und Regeln in Deutschland vermittelt kann. Jetzt hat der Schwarzwald-Baar-Kreis einen Info-Comic herausgegeben. Kann das darin verwendete "Daumen hoch"-Symbol missverstanden werden? Von Christine Süß-Demuth Von Christine Süß-Demuth
Ihre Abschiebung sorgte 2011 bundesweit für Aufsehen. Niedersachsens damaliger Innenminister Schünemann musste schließlich einlenken und holte die Nguyens nach Deutschland zurück. Immer noch ist Hoya ihr Zuhause. Von Martina Schwager
Anstelle von Verpflichtungen rät Sprachwissenschaftlerin Angela Grimm dazu, die Motivation zu erhöhen. Dazu bräuchten die Flüchtlinge und Migranten vor allem eine Perspektive für ihre Zukunft, wie etwa die Möglichkeit zu arbeiten. Diese fehle aber derzeit aber vielen. Von Leonore Kratz
Was bestimmt die Haltung der Deutschen gegenüber Flüchtlingen – ökonomischrationale oder kulturellsymbolische Überlegungen? Einer Studie zufolge ist die Unterstützung sehr viel geringer, wenn die Flucht wirtschaftliche Gründe hat. Von Ruth Ditlmann, Susanne Veit, Ruud Koopmans, Ines Michalowski und Anselm Rink
In der Konfrontation mit der sogenannten "Flüchtlingskrise" wird oft an die Erfahrung der Ankunft von Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten am Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert. Naheliegender ist die Erinnerung an die Flucht der Entrechteten und Verfolgten aus dem nationalsozialistischen Terrorregime. Von Prof. Dr. Klaus J. Bade