Der neue „Lancet“-Bericht zeigt, wie eng unser Lebensstil mit weltweiten Gesundheitskrisen verknüpft ist. Während der Norden profitiert, verlieren Millionen im globalen Süden ihr Leben, ihre Heimat und jede Hoffnung. Und wir? Wir schließen Grenzen.
Die Zahl ukrainischer Flüchtlinge in Deutschland ist erneut gestiegen – auch die Zahl der Asylanträge von Ukrainern steigt. Gründe sind gelockerte Ausreiseregeln und politische Entscheidungen in Nachbarländern.
In Somalia herrschen für Frauen strikte Bekleidungsvorschriften, auch sonst haben sie wenige Freiheiten. Doch Sport hilft einigen von ihnen, sich Freiräume zu erkämpfen – und hält sie zurück von der Flucht nach Europa. Von Bettina Rühl
Die Zahl der schutzsuchenden Ukrainer in Sachsen ist im September deutlich gestiegen. Was hinter den Zahlen steckt und welche Rolle neue Regelungen in der Ukraine spielen.
Während deutsche Hersteller ihre Fertigung als nachhaltig präsentieren, bezahlen Menschen im Globalen Süden den Preis: zerstörte Landschaften, prekäre Arbeit und Klimaflucht. Der Blick auf CNC-Maschinen zeigt die blinden Flecken grüner Industriepolitik.
Extremwetter, überforderte Schutzsysteme und sinkende Mittel für Hilfen: Laut dem Weltrisikobericht verstärkt der Klimawandel das Katastrophenrisiko in vielen Ländern. Auch die sinkende internationale Solidarität wirkt sich auf das Migrationsgeschehen aus.
Viele Syrer haben sich bereits auf den Weg in die Heimat gemacht. Doch dort stehen sie vor zerstörten Häusern und einer unsicheren Zukunft. Der UN-Hochkommissar rückt deshalb den Wiederaufbau in den Fokus.
Helfen und Lernen auf besondere Art: Eine Gruppe junger Menschen aus aller Welt wohnt zwei Wochen lang in einer Kirchengemeinde und organisiert Angebote für die Geflüchteten in der Gießener Erstaufnahmeeinrichtung. Von Stefanie Walter
Rund 12,4 Millionen Kinder sind weltweit auf der Flucht. Knapp die Hälfte dieser Kinder hat keinen Zugang zu Schule und Bildung. Das UNHCR schlägt Alarm und kritisiert Kürzungen für die humanitäre Hilfe.
Die sinkenden Asylantragszahlen sind nach Einschätzung des Migrationsforschers Hannes Schammann kein Erfolg der Politik, sondern Folge verschobener Flüchtlingsrouten. Im Gespräch erklärt der Professor der Uni Hildesheim, warum nationale Maßnahmen nur kurzfristige Effekte haben, wieso die AfD davon unbeeindruckt bleibt – und Demokratie das Asylrecht braucht. Von Marlene Brey