Portugal
Verschärfung des Einwanderungsrechts
Eine am 8. Oktober in Kraft getretene Reform des portugiesischen Einwanderungsgesetzes sieht die Abschiebung straffällig gewordener Ausländer sowie weitere Verschärfungen im Ausländer- und Einwanderungsrecht vor.
Dienstag, 27.11.2012, 8:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 30.11.2012, 8:03 Uhr Lesedauer: 0 Minuten |
Bei einer Verurteilung zu Haftstrafen von mehr als einem Jahr werden die Aufenthaltsgenehmigungen für Zuwanderer nicht mehr verlängert und eine Abschiebung angeordnet. Zudem werden die Beschäftigung von Ausländern, die ohne gültigen Aufenthaltsstatus in Portugal leben, unter Strafe gestellt, der Familiennachzug erschwert und sogenannte Scheinehen stärker verfolgt.
Die Reform wurde mit den Stimmen der Regierungskoalition aus Sozialdemokraten (PSD, liberal-konservativ) und Konservativen (CDS-PP) verabschiedet. Hintergrund sind die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise und die steigende Arbeitslosigkeit. Im Jahr 2011 wanderten etwa 150.000 Portugiesen in andere EU-Staaten sowie nach Brasilien aus. (sta/mub)
Wir informieren täglich über das Wichtigste zu Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Unterstüzte diese Arbeit und verpasse nichts mehr: Werde jetzt Mitglied.
MiGGLIED WERDEN- Theologie per Verwaltungsakt Der Staat formt sich weiter seinen Islam
- Kommunalwahlen MV Blaue Welle bleibt in den Städten aus
- Rechte Agenda Sachsen-Anhalts Kultur wehrt sich gegen AfD
- Jesidisches Neujahr Frühlingsfest im Schatten von Angst und Abschiebedruck
- Generalverdacht Kabinett beschließt Meldepflicht für „Ausländer-Vereine“
- Antiziganismus und Wohnen Sinti und Roma: Ausgrenzung bis an die Haustür
Zitat: „Bei einer Verurteilung zu Haftstrafen von mehr als einem Jahr werden die Aufenthaltsgenehmigungen für Zuwanderer nicht mehr verlängert und eine Abschiebung angeordnet. “
Das macht – abgesehen von einigen europäischen Staaten – quasi jedes Land der Welt so…