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Die Şehitlik-Moschee in Berlin © onnola @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Klimakrise im Fokus

„Tag der offenen Moschee“ an rund 740 Standorten

Klimawandel, Energieknappheit, Nachhaltigkeit: Themen auch für Moscheegemeinden, ob in alten Gebäuden oder mit Großmoscheen. Zum „Tag der offenen Moschee“ stellten sie die Klimakrise ins Zentrum.

Montag, 03.10.2022, 15:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 03.10.2022, 12:25 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Am Montag haben in ganz Deutschland Hunderte Moscheegemeinden ihre Türen für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober haben an rund 740 Standorten zum „Tag der offenen Moschee“ islamische Gemeinden auch Führungen, Vorträge, Ausstellungen und Mitmach-Aktionen angeboten, wie der Koordinationsrat der Muslime in Köln mitteilte. Beteiligt waren etwa die Ditib-Moschee in Köln und die Berliner Şehitlik Moschee.

Der Tag stand in diesem Jahr unter dem Motto „Knappe Ressourcen – große Verantwortung“. Die Auswirkungen der Klimakrise ließen sich in vielen Teilen der Welt, zuletzt etwa bei der verheerenden Flutkatastrophe in Pakistan, beobachten, sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime (ZMD), Aiman Mazyek. „Die Bekämpfung des Klimawandels bedarf tiefgreifender struktureller Veränderungen sowie im Verhalten auch bei uns Muslimen, Moscheen sowie muslimische Einrichtungen.“

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Bewahrung der Schöpfung im Islam

Zum diesjährigen Tag der offenen Moschee unterstrich auch der Koordinationsrat der Muslime (KRM) die Bedeutung der Bewahrung der Schöpfung im Islam und appellierte an die Muslime in Deutschland, sich umweltbewusst zu verhalten sowie sparsam mit vorhandenen Ressourcen wie Energie und Nahrungsmitteln umzugehen. Gemeinden sollen sich vor Ort mit Vorträgen und an Aktionstagen damit auseinandersetzen, was sie zum Klimaschutz und Energiesparen beitragen können, hieß es in einem Infoblatt zum bundesweiten Aktionstag in diesem Jahr.

Der Tag der offenen Moschee, der seit 1997 jährlich am Tag der Deutschen Einheit stattfindet, wird seit 2007 bundesweit von den Islamischen Religionsgemeinschaften organisiert, die im Koordinationsrat der Muslime (KRM) organisiert sind. Zum Koordinationsrat gehören der Zentralrat der Muslime, die Türkisch-Islamische Union (Ditib), der Islamrat und der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) sowie die Union der Islamisch-Albanischen Zentren in Deutschland (UIAZD) und der Zentralrat der Marokkaner in Deutschland (ZRMD). (epd/mig)

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