Afrika, Ghana, Straße, Menschen, Stadt, Verkehr
Straßenbild in Ghana (Symbolfoto) © jozuadouglas @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

NRW-Flüchtlingsminister

Stamp eröffnet Rückkehrerzentrum in Ghana

Menschen, die aus Deutschland nach Ghana zurückkehren, sollen künftig von einem von Nordrhein-Westfalen unterstütztes Rückkehrerzentrum empfangen werden. Betrieben wird die Stelle von ghanaischen Behörden. Flüchtlingsminister Stamp spricht von beiderseitigem Interesse.

Mittwoch, 23.02.2022, 5:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 23.02.2022, 8:14 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Der nordrhein-westfälische Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) hat in der ghanaischen Hauptstadt Accra ein von NRW unterstütztes Rückkehr- und Reintegrationszentrum eröffnet. Stamp weihte das „Migration Information Centre for Returnees“ (MICR) mit Regierungsvertretern der Republik Ghana ein, wie die Staatskanzlei am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.

Das MICR soll Rückkehrer aus Deutschland und Europa nach ihrer Ankunft über Unterstützungsangebote in Ghana beraten. „Die gute Wiederaufnahme von Rückkehrern und eine Unterstützung nach Ankunft und bei der Reintegration liegen in unser beider Interesse“, erklärte Stamp.

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Wer mit vielleicht falschen Hoffnungen, aber oft unter hohem finanziellen Einsatz sowie erheblichen persönlichen Risiken den Weg der irregulären Migration beschritten habe, brauche nach Rückkehr in sein Heimatland die Chance auf nachhaltige Unterstützung und eine neue Zukunftsperspektive. Kritiker hingegen befürchten, dass die Errichtung der Stelle Abschiebungen in das Land erleichtern soll.

Betrieben von der ghanaischen Einwanderungsbehörde

Das MICR befindet sich auf dem Gelände des Hauptstadtflughafens in Accra und wird den Angaben nach von der ghanaischen Einwanderungsbehörde betrieben. Das Zentrum ist demnach erste Anlaufstelle für Rückkehrer und koordiniert auch ihre Wiederaufnahme und Begleitung von sonstigen Regierungsorganisationen in Ghana, etwa in den Bereichen Gesundheitshilfe, Transport, Unterkunft und Sicherheit.

Die Grundidee für die Einrichtung am Flughafen geht den Angaben nach auf einen Verwaltungsaustausch zwischen Nordrhein-Westfalen und Ghana zurück, der seit 2017 besteht. (epd/mig)

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