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Bundeswehr-Flugzeug (Archiv) © SimoneVomFeld @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

„Pragmatische Lösungen“

Merkel will afghanische Ortskräfte notfalls mit Charterflügen holen

Die Bundesregierung steht wegen ihrer zurückhaltenden Aufnahme afghanischer Ortshelfer stark in der Kritik. Jetzt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel „pragmatische Lösungen“ versprochen. Ein Flug nach Deutschland dürfe nicht am Geld scheitern.

Freitag, 23.07.2021, 5:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 22.07.2021, 17:49 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach eigenen Worten „pragmatische Lösungen“ finden, um afghanische Ortskräfte von Bundeswehr und Polizei nach Deutschland zu holen. Das heiße gegebenenfalls auch, über Charterflugzeuge nachzudenken, sagte sie am Donnerstag in Berlin mit Blick auf die nach dem deutschen Truppenabzug am Hindukusch zurückgebliebenen zivilen Helfer.

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Die Bundesregierung werde alles tun, was „in unserer Hand liegt“, und das bedeute auch, dass der Flug nach Deutschland nicht am Geld scheitern dürfe. „Ich möchte, dass wir denen, die uns sehr stark geholfen haben, einen Ausweg geben“, versicherte Merkel. Darüber sei erst am Mittwoch im Bundeskabinett gesprochen worden.

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Bundesregierung stark in der Kritik

Die Bundesregierung hatte angekündigt, allen afghanischen Mitarbeitern von Bundeswehr und Polizei, die ab 2013 ein Visum für Deutschland angestrebt haben, dieses zu bewilligen. Damit sollen die Helfer nach dem Abzug der internationalen Truppen vor Racheakten der Taliban geschützt werden. Bislang wurden dafür mindestens 2.400 Visa für Ortskräfte und ihre engen Verwandten ausgestellt. Allerdings können viele Afghanen, die etwa als Köche oder Reinigungskräfte für die Deutschen gearbeitet haben, sich kein Flugticket leisten.

Die Bundesregierung steht aufgrund der zurückhaltenden Aufnahme afghanischer Ortskräfte stark in der Kritik – sowohl in der Opposition als auch innerhalb der Truppe. Zuletzt hatte die Bundesregierung die Übernahme von Reisekosten abgelehnt. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hatte der Bundesregierung „Taktiererei“ vorgeworfen. (epd/mig)

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