Gesicht zeigen, Rassismus, Initiative, Flüchtlinge
Gesicht zeigen! Jetzt erst recht. Initiative gegen Rassismus.

Gesicht zeigen!

Online-Bekenntnis gegen Rechtsextremismus

Als Reaktion auf die Wahlerfolge der rechtspopulistischen AfD hat die Initiative "Gesicht zeigen!" dazu aufgerufen, ihren Namen beim Wort zu nehmen. Jetzt sei zivilgesellschaftliches Engagement gegen rechte Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge gefragt.

Mittwoch, 16.03.2016, 8:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 16.03.2016, 17:25 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Mit Foto und Statement gegen rechte Hetze: Für ihre neue Online-Kampagne nimmt die Initiative „Gesicht zeigen!“ ihren Namen beim Wort. Am Dienstag rief sie in Berlin dazu auf, sich online gegen Rechtspopulismus zu bekennen. Überschrieben ist die Aktion mit dem Slogan „Jetzt erst recht“ – in Anspielung auf die Wahlerfolge der rechtskonservativen AfD in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.

Der „Gesicht zeigen!“-Vorstandsvorsitzende Uwe-Karsten Heye sagte, die Landtagswahlen am Sonntag seien wie ein Tsunami auf die Parteienlandschaft zugegangen. Das Nachbeben in Form einer neuen Diskussion um den Kurs in der Flüchtlingspolitik sei im Gange. Umso mehr sei jetzt zivilgesellschaftliches Engagement gegen rechte Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte gefragt.

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Zahlreiche Prominente haben für die Kampagne bereits ihr Foto hochgeladen, darunter die Journalisten Dunja Hayali, Maybrit Illner, Sandra Maischberger, Ulrich Wickert sowie die Schauspieler Hannelore Hoger und Ulrich Matthes. Auch Iris Berben steht für die Aktion Pate. Die Schauspielerin forderte die Politik auf, durch Aufklärung dafür zu sorgen, dass Menschen durch die Fluchtbewegung nicht verunsichert würden. Wo es parteiinterne Zänkereien gebe, wachse Unsicherheit und es gebe es Platz für „Menschenfängertum“.

Für die Kampagne sind Interessierte aufgerufen, auf der Seite jetzterstrecht.online ihr Foto hochzuladen und ein Statement gegen Rechtsextremismus abzugeben. Heye sagte, dies soll anderen Mut machen. Die Aktion ist Teil der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“, die noch bis zum 21. März gehen. (epd/mig)

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  1. Hein Denneboom sagt:

    Wir sollten Flüchtlinge, die sich integrieren wollen, ohne wenn und aber aufnehmen und unsere Gastfreundlichkeit zeigen. Aus Erfahrung kann ich sagen (bei mir wohnt ein Flüchtling zuhause), dass Kontakt und Auseinandersetzung eine grosse Bereicherung darstellt.

  2. Matthias sagt:

    Da zeigen sie sich alle wieder, welche, selbst nie betroffen, sich auf die Seite der Korrekten stellen. Da diffamiert man eine Partei als rechtsextrem und erwartet Toleranz der Anderen, ohne selbst Tolerant zu sein. Keiner der Prominenten muss sich zur AFD bekennen, aber dagegen hetzen ist Intoleranz im höchsten Maße, noch dazu unbegründet. Ich muss auch keinen Flüchtling aufnehmen, was ich mache, entscheide ich selbst. Ich komme keinen Flüchtling unhöflich oder arrogant, aber ich erwarte das auch von diesen und damit hatte ich schon Probleme, sicher nicht mit allen. Warum diskrediert man hier die eigene Bevölkerung, nur weil sie nicht im gleichen Boot sitzt.

  3. Angelika K. sagt:

    Wozu brauchen wir solche Kampagnen? Glauben diese sog. „Promis“ eigentlich, dass Bürger blöde sind und sich kein eigenes Bild machen können? Was veranlasst diese „Promis“, demokratisch gewählte Parteien zu verunglimpfen, um Menschen auf den „linken Weg“ zu bringen. Wie wäre es mal mit kontinuierlicher wöchentlicher und vor allem schweigender ehrenamtlicher Tätigkeit in Flüchtlingsunterkünften? Weshalb sollte es mich interessieren, was Iris Bergen und Ulrich Wickelt denken?

  4. Wolfgang Masser sagt:

    Warum die Promis ihren Senf für “ Flüchtlinge “ dazu geben ist doch ganz offensichtlich, werden sie doch vom Staatsrundfunk und Fernsehen über die Zwangssteuer finanziert.

  5. Frank Schleicher sagt:

    Wer Rechte Hetze und Gewalt verurteilt, sollte auch die linksextreme Hetze und Gewalt verurteilen. Das kann ich hier leider nicht erkennen.
    Das ist sehr einseitig.

  6. Sebaldius sagt:

    Moment mal, soll das jetzt heissen, 1.252 Prominente haben alle zusammen die unfassbare Summe von 600,00 Euro gespendet? Das ist ja noch nicht mal 50 Cent pro Promi.

    Da weiss man ja gar nicht, worüber man mehr staunen soll: Dass es überhaupt so viele Prominente gibt in Deutschland, oder dass es für diese Prominenten so billig ist, ihr Gesicht zu zeigen. Da sind ja nur noch die Sprechblasen und die hohlen Parolen und Phrasen dieser Prominenten noch billiger.